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Arzt und Sucht

Es ist nie zu spät

Auch bei Ärztinnen und Ärzten treten Suchterkrankungen und die vielschichtig damit verbundenen Probleme auf. Gegenüber anderen Berufsgruppen sind Ärzte sogar stärker suchtgefährdet. Gründe dafür liegen in der starken Beanspruchung durch den Beruf mit einer oft überdurchschnittlichen Arbeitsbelastung und dem Druck durch die hohe Verantwortung, die der Arztberuf mit sich bringt.

Hilfe statt Strafe

Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) hat ein spezielles Interventionsprogramm für suchtkranke Ärztinnen und Ärzte entwickelt. Im Mittelpunkt steht hierbei das Prinzip "Hilfe statt Strafe".
Die BLÄK hilft suchtkranken Ärztinnen und Ärzten streng vertraulich! Bei Therapiewilligkeit und kooperativem Verhalten sichert die BLÄK zu, dass keine personenbezogenen Informationen an Dritte weitergegeben werden. Sie unterstützt den Betroffenen bei der unverzüglichen Aufnahme einer qualifizierten Entzugs- und Entwöhnungsbehandlung. Die BLÄK hilft bei der Klärung einer möglichen Übernahme der Behandlungskosten und bei der Vermittlung einer Praxisvertretung. In der ambulanten Nachbetreuung organisiert und koordiniert sie in enger Abstimmung mit der vorbehandelnden Klinik ein therapeutisches Netz, das den Abstinenzerfolg sichern soll. Das Interventionsprogramm ist eine hervorragende Chance für betroffene Ärztinnen und Ärzte, einen Ausweg aus dem vom Suchtmittelkonsum dominierten Leben zu finden.

Stand: 9. August 2016

 


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