Weiterbildungsrichtlinien

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Inkraftgetreten am 01.09.2006 • Veröffentlicht in Bayerisches Ärzteblatt 9/2006 S. 423 f. • Dokument als PDF herunterladen…

Richt­li­nien über den Inhalt der Weiter­bil­dung
gemäß § 4 (4) der Weiter­bil­dungs­ord­nung für die Ärzte Bayerns vom 24. April 2004 nach den Beschlüs­sen des Vorstan­des der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer vom 9. Juli 2004, 2. Juli 2005 und 30. Juni 2006.

Sehr geehrte Frau Kolle­gin,
sehr geehr­ter Herr Kollege,

im Vergleich zur Weiter­bil­dungs­ord­nung für die Ärztin­nen und Ärzte Bayerns in der Neufas­sung vom 1. Okto­ber 1993 (Beschluss des 45. Baye­ri­schen Ärzte­ta­ges vom 18. Okto­ber 1992) wurde die Weiter­bil­dungs­ord­nung für die Ärzte Bayerns vom 24. April 2004 neu geglie­dert.

Sie umfasst nunmehr im Abschnitt A die „All­ge­mei­nen Bestim­mun­gen“, im Abschnitt B die Gebiete, Fach­arzt- und Schwer­punkt­kom­pe­ten­zen, im Abschnitt C die Zusatz-Weiter­bil­dun­gen und im Abschnitt D die Rege­lun­gen zur Führ­bar­keit mehre­rer Fach­arzt­be­zeich­nun­gen sowie zur Führung von Zusatz­be­zeich­nun­gen.
Die dazu­ge­hö­ri­gen „Richt­li­nien über den Inhalt der Weiter­bil­dung“ hat der Vorstand der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer am 9. Juli 2004 verab­schie­det, im Wesent­li­chen auf der Grund­lage des Beschlus­ses des Vorstan­des der Bunde­särz­te­kam­mer vom 30. April 2004.
Die „Richt­li­nien über den Inhalt der Weiter­bil­dung“ stel­len allge­meine Verwal­tungs­vor­schrif­ten nach § 4 Absatz 4 der Weiter­bil­dungs­ord­nung für die Ärztin­nen und Ärzte Bayerns vom 24. April 2004 dar. Sie sind damit Grund­lage für die Entschei­dung, ob eine gründ­li­che und einge­hende Weiter­bil­dung erfolgt ist. Sie zeigen auf, ob die Kennt­nisse, Erfah­run­gen und Fertig­kei­ten erwor­ben und nach­ge­wie­sen sind, die nach den Abschnit­ten B oder C der Weiter­bil­dungs­ord­nung gefor­dert werden.

Zu den Weiter­bil­dungs­in­hal­ten gehö­ren
• die in § 4 der „All­ge­mei­nen Bestim­mun­gen“ fest­ge­leg­ten Punkte,
• die Weiter­bil­dungs­in­halte, die in den jewei­li­gen Kompe­ten­zen in Abschnitt B und C fest­ge­legt sind und
• die Inhalte der Richt­li­nien.

Wie in der bishe­ri­gen Weiter­bil­dungs­ord­nung wird der Nach­weis der absol­vier­ten Weiter­bil­dung (Weiter­bil­dungs­zei­ten, Weiter­bil­dungs­in­halte der Richt­li­nien) durch Zeug­nisse bestä­tigt. Darüber hinaus muss nach der jetzt gülti­gen neuen Weiter­bil­dungs­ord­nung eine Doku­men­ta­tion der Weiter­bil­dung zwin­gend erfol­gen. Dies wurde fest­ge­legt, um den in Weiter­bil­dung Befind­li­chen und dem Weiter­bil­der mindes­tens einmal jähr­lich einen konti­nu­ier­li­chen Über­blick über den Stand der Weiter­bil­dung zu geben. Es kann hier auf mögli­che Defi­zite hinge­wie­sen werden und es können Möglich­kei­ten aufge­zeigt werden, diese zu schlie­ßen.

Die Darstel­lung der Richt­li­nien, die über die Inter­net-Seite der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer (www.blaek.de) einge­se­hen und herun­ter­ge­la­den werden können, ist im Sinne eines einfa­chen Weiter­bil­dungs­bu­ches gestal­tet, sodass hier bereits die Eintra­gun­gen, die erfor­der­lich sind, erfol­gen können. Es ist auch geplant, sowohl die Weiter­bil­dungs­ord­nung als auch die Richt­li­nien ab Januar 2005 als CD-ROM zur Verfü­gung zu stel­len.

In der Weiter­bil­dungs­ord­nung selbst sind bereits detail­lierte Anga­ben über die einzel­nen Weiter­bil­dungs­in­halte enthal­ten. Sie sind Satzungs­recht. Es waren deshalb in den Richt­li­nien nur dort Konkre­ti­sie­run­gen mit Zahlen erfor­der­lich, wo zum Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung gefor­der­ten „Kennt­nisse, Erfah­run­gen und Fertig­kei­ten“ auch die Erbrin­gung einer Mindest­zahl bestimm­ter diagno­s­ti­scher und/oder thera­peu­ti­scher Verfah­ren für erfor­der­lich gehal­ten wurde.

Die Angabe „BK“ (Basis­kennt­nisse) in der Spalte „Richt­zahl“ bedeu­tet, dass Grund­kennt­nisse und Erfah­run­gen hierzu erfor­der­lich sind. Der Nach­weis einer Mindest­zahl von entspre­chen­den Unter­su­chun­gen/Behand­lun­gen ist hier nicht erfor­der­lich.

Ärztin­nen und Ärzte, die eine Weiter­bil­dung absol­vie­ren, können sich anhand der Richt­li­nien über die Anfor­de­run­gen im Detail orien­tie­ren. Die Richt­li­nien sind aber auch ein ganz wesent­li­cher Anhalt dafür, welche (Mindest-) Weiter­bil­dungs­in­halte der Weiter­bil­der zu vermit­teln hat. Die Weiter­bil­der tragen eine hohe Verant­wor­tung sowohl hinsicht­lich der Quali­tät der Weiter­bil­dung, der Korrekt­heit der ausge­stell­ten Zeug­nisse und Doku­men­ta­tio­nen sowie der fairen Förde­rung der in Weiter­bil­dung befind­li­chen Ärztin­nen und Ärzte.

Neu in dieser Weiter­bil­dungs­ord­nung ist die klare Tren­nung zwischen den Inhal­ten eines Gebie­tes und den Weiter­bil­dungs­in­hal­ten, die man erler­nen muss, um eine Fach­arzt- und Schwer­punkt­kom­pe­tenz in diesem Gebiet zu erhal­ten. Die Weiter­bil­dungs­in­halte stel­len nicht alle Inhalte eines Gebie­tes dar. Dies wird beson­ders deut­lich bei den Gebie­ten, wo es inner­halb eines Gebie­tes mehrere Fach­arzt und Schwer­punkt­kom­pe­ten­zen gibt. Hier­bei gilt der Grund­satz, es darf nur das ausge­übt werden, was auch erlernt wurde. Ausge­übt werden darf nur das, was in den Weiter­bil­dungs­in­hal­ten der verschie­de­nen Kompe­ten­zen fest­ge­legt ist und was man erlernt hat. Eine gebiets­über­grei­fende beruf­li­che Tätig­keit ist nach der Berufs­ord­nung für die Ärztin­nen und Ärzte Bayerns nicht gestat­tet.

Nach­fol­gend noch einige Hinweise zur prak­ti­schen Hand­ha­bung der Richt­li­nien: Wenn in Schwer­punk­ten diagno­s­ti­sche und/oder thera­peu­ti­sche Weiter­bil­dungs­in­halte gefor­dert werden, müssen diese zusätz­lich zu den im Gebiet erbrach­ten Leis­tun­gen und während der Weiter­bil­dungs­zeit im Schwer­punkt erbracht werden.
Beispiel: In der Fach­arzt­kom­pe­tenz sind 100 Sono­gra­phien vorge­schrie­ben, im Schwer­punkt eben­falls 100; dies bedeu­tet, dass 200 Sono­gra­phien nach­ge­wie­sen werden müssen. Bei in der Weiter­bil­dung vorge­schrie­be­nen Kursen ist die inhalt­li­che und zeit­li­che Gestal­tung dieser Kurse in geson­der­ten Empfeh­lun­gen der Bunde­särz­te­kam­mer fest­ge­legt. Diese Kurse müssen diesen Empfeh­lun­gen entspre­chen und von der Ärzte­kam­mer aner­kannt sein. Es empfiehlt sich also, auf die Aner­ken­nung der Kurse zu achten, da diese sonst nicht für die Weiter­bil­dung ange­rech­net werden können.

Wenn die Erstel­lung von Gutach­ten in der Weiter­bil­dung vorge­schrie­ben ist, können an die Stelle von Auftrags­gut­ach­ten auch Lehr­gut­ach­ten treten, wenn dies mit dem Ziel der Weiter­bil­dung verein­bar ist.

Bei den sono­gra­phi­schen Unter­su­chun­gen muss in den einzel­nen Anwen­dungs­be­rei­chen eine ausrei­chende Zahl patho­lo­gi­scher Befunde nach­ge­wie­sen werden. Die Teil­nahme an aner­kann­ten Ultra­schall­kur­sen wird empfoh­len. In diesen werden Indi­ka­ti­ons­be­rei­che, Tech­nik, Korrek­tur und Verbes­se­rung der Unter­su­chungs­er­geb­nisse behan­delt sowie prak­ti­sche Übun­gen durch­ge­führt.

Wenn in Fach­arzt- oder Schwer­punkt­kom­pe­ten­zen eine Weiter­bil­dung in der Rönt­gen­dia­gno­s­tik oder Strah­len­the­ra­pie vorge­schrie­ben wird, ist diese Weiter­bil­dung stän­dig beglei­tend während der gesam­ten Weiter­bil­dungs­zeit abzu­leis­ten, und zwar unter Aufsicht des gemäß der Rönt­gen­ver­ord­nung nach der Richt­li­nie Strah­len­schutz verant­wort­li­chen Arztes.
Ebenso ist die regel­mä­ßige Teil­nahme an Rönt­gen­de­mons­tra­tio­nen erfor­der­lich, sofern in der Weiter­bil­dungs­ord­nung nichts ande­res bestimmt ist. Die erfolg­rei­che Teil­nahme an aner­kann­ten Strah­len­schutz­kur­sen ist der Ärzte­kam­mer nach­zu­wei­sen.
Dies erfolgt beim Antrag auf Zulas­sung zur Prüfung durch Vorlage einer entspre­chen­den Beschei­ni­gung.

In eini­gen Gebie­ten ist eine Weiter­bil­dung in der Behand­lung psycho­so­ma­ti­scher Krank­heits­bil­der vorge­schrie­ben. Hierzu werden Semi­nare über die Grund­la­gen der Erken­nung und Behand­lung psycho­so­ma­ti­scher Krank­heits­bil­der mit den Inhal­ten „Theo­rie, Selbs­t­er­fah­rung/Balint und verbale Inter­ven­ti­ons­tech­nik“ ange­bo­ten. Diese Semi­nare müssen von der Ärzte­kam­mer aner­kannt sein.

Mit der Weiter­bil­dungs­ord­nung für die Ärztin­nen und Ärzte Bayerns vom 24. April 2004 und den nunmehr vorge­leg­ten Richt­li­nien werden die Weichen für die ärzt­li­che Quali­fi­ka­tion über das Jahr 2010 hinaus gestellt. Bei der Neuein­füh­rung einer Weiter­bil­dungs­ord­nung verstrei­chen in der Regel mehrere Jahre, bis die neuen Rege­lun­gen auf brei­ter Basis grei­fen. Die Richt­li­nien über den Inhalt der Weiter­bil­dung sind ein wesent­li­ches Instru­ment der Quali­täts­si­che­rung ärzt­li­cher Berufs­aus­übung. Sie sollen sicher­stel­len, dass die erwor­bene Quali­fi­ka­tion nicht in Frage gestellt werden kann.

München, 1. Septem­ber 2004
Dr. med. H. Hell­mut Koch
Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer

Abschnitt B Gebiete, Facharzt- und Schwerpunktkompetenzen

1. Anästhesiologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Maßnahmen zur Behandlung akut gestörter Vitalfunktionen, davon
intensivmedizinische Behandlungen von Patienten mit Funktionsstörungen von mindestens zwei vitalen Organsystemen
100
kardiopulmonale Reanimationen
10
Beatmungstechniken einschließlich der Beatmungsentwöhnung
50
Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich Legen von Drainagen und zentralvenösen Zugängen sowie der Gewinnung von Untersuchungsmaterial, davon
zentralvenöse Katheterisierungen
50
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung
50
Elektrokardiogramme
BK
durchgeführte Anästhesieverfahren, davon
1800
bei abdominellen Eingriffen
300
in der Geburtshilfe, davon
50
bei Kaiserschnitten
25
bei Eingriffen im Kopf-Hals-Bereich in den Gebieten Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie oder Neurochirurgie
100
bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum vollendeten fünften Lebensjahr
50
bei ambulanten Eingriffen
100
rückenmarksnahe Regionalanästhesien
100
periphere Regionalanästhesien und Nervenblockaden, davon
dokumentierte perioperative regionale Schmerztherapien
50
Mitwirkungen bei Anästhesien für intrathorakale Eingriffe
25
Mitwirkungen bei Anästhesien für intrakranielle Eingriffe
25
fiberoptische Intubationsverfahren
25

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

2. Arbeitsmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen nach Rechtsvorschriften
200
Arbeitsplatzbeurteilungen und Gefährdungsanalysen
100
Beratungen zur ergonomischen Arbeitsgestaltung
50
Ergometrien
50
Lungenfunktionsprüfungen
50
Beurteilungen mittels einfacher apparativer Techniken
des Hörvermögens
50
des Sehvermögens
50
arbeitsmedizinische Bewertungen von Messergebnissen verschiedener Arbeitsumgebungsfaktoren, zum Beispiel Lärm, Klimagrößen, Beleuchtung, Gefahrstoffe
50

3. Augenheilkunde

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

sonographische Untersuchungstechniken bei ophthalmologischen Erkrankungen und Verletzungen, davon
200
Untersuchungen zur Gewebedarstellung
100
Biometrien der Achsenlänge
50
Hornhautdickenmessungen
25
Optometrische Untersuchungen, davon
Brillenkorrekturen von Refraktionsfehlern
250
Kontaktlinsenanpassungen oder -kontrollen
50
Anpassungen von vergrößernden Sehhilfen
50
ophthalmologische Untersuchungstechniken, davon
Durchführungen und Befundungen von Untersuchungen weiterer Funktionen des Sehvermögens, zum Beispiel des Gesichtsfeldes, des Farbsinns (Anomaloskopie und andere Verfahren) des Lichtsinns, des Kontrast- und Dämmerungssehens bei Patienten
300
Untersuchungen und Befundungen nicht paretischer und paretischer Stellungs- und Bewegungsstörungen der Augen (Heterophorie, Heterotropie), der okulären Kopfzwangshaltungen und des Nystagmus, Untersuchung der Veränderungen bei Amblyopien sowie die Früherkennung dieser Erkrankungen bei Patienten
50
durchgeführte und dokumentierte Untersuchungen zur Diagnostik und Differenzialdiagnostik neuroophthalmologischer Krankheitsbilder ggf. einschließlich differenzierter Pupillendiagnsotik bei Patienten
100
Lokal- und Regionalanästhesien
100
ophthalmologische Eingriffe an
Lidern und Tränenwegen, zum Beispiel Korrektur von Entropium und Ektropium, Lidmuskeloperationen, Dehnung und Strikturspaltung der Tränenwege
50
Bindehaut und Hornhaut, zum Beispiel Fremdkörperentfernung, Wundnaht
50
einfache intraokulären Eingriffe, zum Beispiel Parazentese, Iridektomie, Zyklokryo-, Zyklolaserdestruktion, Kryoretinopexie
25
geraden Augenmuskeln
10
laserchirurgische Eingriffe
am Vorderabschnitt des Auges
50
an der Retina
100
Mitwirkungen bei intraokularen Eingriffen, einschließlich Netzhaut- und Glaskörperoperationen und Augenmuskeloperationen höheren Schwierigkeitsgrades, zum Beispiel Katarakt-, Glaukom-, Amotiooperationen, Vitrektomien, Enukleationen, Keratoplastiken, plastisch rekonstruktive Eingriffe
100

4. Basisweiterbildung Chirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ultraschalluntersuchungen bei chirurgischen Erkrankungen und Verletzungen
50
Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial, davon
Legen von Drainagen
10
zentralvenöse Zugänge
25
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung einschließlich Sondentechnik
50
Lokal- und Regionalanästhesien
50
Eingriffe aus dem Bereich der ambulanten Chirurgie
50
Erste Assistenzen bei Operationen und angeleitete Operationen
50
Indikationsstellung und Überwachung physikalischer Therapiemaßnahmen
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

4.1 Allgemeine Chirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ultraschalluntersuchungen des Abdomens, Retroperitoneums, der Urogenitalorgane
400
Versorgungen von großen Wunden
25
Verbände, zum Beispiel Kompressions-, Stütz-, Schienen und fixierende Verbände
BK
Repositionen von Frakturen und Luxationen
50
operative Eingriffe, davon
an Kopf/Hals, zum Beispiel Schilddrüsen-Resektion, Tracheotomie
25
an Brustwand einschließlich Thorakotomien und Thoraxdrainagen
10
an Bauchwand und Bauchhöhle einschließlich Resektionen, Übernähungen, Exstirpationen und Exzisionen mittels konventioneller, endoskopischer und interventioneller Techniken, zum Beispiel Lymphknotenexstirpation, Port-Implantation, Entfernung von Weichteilgeschwülsten, explorative Laparotomie, Magen-, Dünndarm- und Dickdarm-Resektion, Notversorgung von Leber- und Milzverletzungen, Appendektomie, Anus praeter-Anlage, Hämorrhoidektomie, periproktitische Abzessspaltung, Fistel- und Fissur-Versorgung, davon
200
Cholezystektomien
25
Herniotomien
50
am Stütz- und Bewegungssystem, zum Beispiel Osteosynthesen, Implantatentfernung, Exostosenabtragung, Amputationen
100
am Gefäß- und Nervensystem, zum Beispiel Varizenoperationen, Thrombektomie, Embolektomie
25
Mitwirkungen bei Eingriffen höherer Schwierigkeitsgrade
25

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

4.2 Gefäßchirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

intraoperative angiographische Untersuchungen
50
Doppler- und Duplex-Sonographien, davon
an extremitätenversorgenden Gefäßen
300
an abdominellen und retroperitonealen Gefäßen
100
an extrakraniellen hirnzuführenden Gefäßen
100
hämodynamische Untersuchungen an Venen
50
rekonstruktive Operationen, davon
an supraaortalen Arterien
25
an aortalen, iliakalen, viszeralen und thorakalen Gefäßen
50
im femoro-poplitealen, brachialen und cruro-pedalen Abschnitt
50
endovaskuläre Eingriffe
25
Anlagen von Dialyse-Shunts, Port-Implantationen
25
Operationen am Venensystem
50
Grenzzonenamputationen, Ulkusversorgungen
25

4.3 Herzchirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Elektrokardiogramme
BK
sonographische Untersuchungen der Thoraxorgane einschließlich Doppler- und Duplex-Sonographien des Herzens und der großen Gefäße
BK
Echokardiographien
BK
intraoperative radiologische Befundkontrollen unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes
BK
Anlagen, Durchführungen und Überwachungen extrakorporaler Zirkulation und Kreislaufassistenzsysteme
50
Durchführungen von diagnostischen Eingriffen, Intubationen, Anlagen zentraler Venenkatheter, arterielle Kanülierung/Punktionen, Anlagen von Thoraxdrainagen, Punktionen von Pleura, Perikard und Lunge
150
Anwendungen von Beamtungstechniken einschließlich der Beatmungsentwöhnung bei unkomplizierten Krankheitsverläufen
BK
dokumentierte Therapieregimes zur parenteralen und enteralen Ernährung
BK
Operationen mit Hilfe oder in Bereitschaft der extrakorporalen Zirkulation, davon
an Koronargefäßen
150
an der Mitralklappe einschließlich Rekonstruktion
10
an der Aortenklappe und/oder Aorta aszendenz/Mitralklappe/Koronargefäß
25
bei angeborenen Herzfehlern
BK
Operationen ohne Einsatz der extrakorporalen Zirkulation, davon
Anastomosen und Rekonstruktionen an den thorakalen Gefäßen einschließlich Aortenaneurysmen
50
transvenöse Schrittmacherimplantationen/Defibrillatoren (AICD)
25
Operationen am Thorax in Zusammenhang mit herzchirurgischen Eingriffen zum Beispiel Brustwandresektion, Thoraxstabilisierung, Exstirpation von Fremdkörpern, Operationen bei Thoraxverletzungen
10
Operationen an der Lunge und am angrenzenden Mediastinum in Zusammenhang mit herzchirurgischen Eingriffen
10
Operationen an peripheren Gefäßen in Zusammenhang mit herzchirurgischen Eingriffen, zum Beispiel Rekonstruktion peripherer Gefäße nach Einsatz von Kreislaufassistenzsystemen und/oder der extrakorporalen Zirkulation
50

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

4.4 Kinderchirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ultraschalluntersuchungen des Schädels, Halses, Thorax, Abdomens und Retroperitonealraumes, der Urogenitalorgane, der Weichteile und des Skelettes inkl. Doppler- und Duplex-Sonographien
500
diagnostische Endoskopien des Tracheobronchialsystems, des Thorax, Magen-Darm- und Urogenitaltraktes
50
konservative Behandlung von
Frakturen und Luxationen einschließlich Repositionen
50
Weichteil- und Organverletzungen
25
operative Eingriffe einschließlich endoskopischer, minimal-invasiver, mikrochirurgischer und Laser-Techniken, davon
an Kopf- und Hals, zum Beispiel Trepanationen, ventrikuläre Liquorableitungen, Osteoplastik bei Kraniosynostose, Tracheotomien, Thyreoidektomien, Korrektur von Kiemengangsanomalien, ösophagotracheale Fisteln, Verletzungen und muskulärer Schiefhals, Tumorresektionen
25
an Brustwand und Brusthöhle, zum Beispiel Korrekturen von Fehlbildungen, Erkrankungen und Verletzungen der Brustwand, der Brusthöhle, des Mediastinums, des Tracheobronchialsystems, der Lungen und des Ösophagus, Resektion äußerer, mediastinaler und pulmonaler Tumoren
25
an Bauchwand, Bauchhöhle und Retroperitoneum, davon
offene chirurgische und laparoskopische Eingriffe, zum Beispiel bei Erkrankungen und Fehlbildungen der Bauchwand und des Abdomens, kindlichen Tumoren, im Retroperitonealraum und am Anorektum
50
am Oberbauch, zum Beispiel am Magen, Pylorus, bei gastroösophagealem Reflux, am Zwerchfell, an der Leber, extrahepatischen Gallenwegen, Milz
25
an Dünn- und Dickdarm einschließlich Rektum, davon
spezielle Operationen, zum Beispiel Atresien und anderen Fehlbildungen, entzündlichen Erkrankungen, Ileus, Anus praeter naturalis, davon
25
bei Säuglingen
10
Appendektomien
25
Hernien, davon
50
bei Säuglingen
10
am Urogenitaltrakt, davon
Korrekturen von Fehlbildungen der Nieren, ableitende Harnwege und des inneren und äußeren Genitale einschließlich Verletzungen, Tumorresektionen
50
am Gefäß-, Nerven- und Lymphsystem, zum Beispiel bei Fehlbildungen einschließlich Dysrhaphien, Verletzungen und Tumoren, Anlage von Shunts, Port-Implantationen
25
am Stütz- und Bewegungssystem
operative Versorgungen von Frakturen der langen Röhrenknochen
25
operative Versorgungen von gelenknahen Frakturen und Verletzungen großer Gelenke
25
Versorgungen ausgedehnter Weichteilverletzungen
10
weitere Eingriffe, davon
nach Verletzungen der Hand, bei Weichteil-, Knochen- und Gelenkinfektionen; Sehnen-/Nervennähte, Amputationen, Arthrotomien, Osteotomien, Spongiosaplastiken, Tumorresektionen, Osteosynthesen-Materialentfernungen
25
bei plastisch-rekonstruktiven Eingriffen, zum Beispiel bei Fehlbildungen, kongenitalen Defekten und Defektverletzungen an Kopf, Hals, Brustwand, Rumpf, Extremitäten, Zwerchfellplastiken, Haut-, Muskel-, Sehnen- und Knorpelplastiken
25

4.5 Orthopädie und Unfallchirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

sonographische Untersuchungen der Bewegungsorgane einschließlich Arthrosonographien, davon
300
Säuglingshüften
50
Notfallsonographien der Körperhöhlen
50
operative Eingriffe, davon
Notfalleingriffe, zum Beispiel in Körperhöhlen, Tracheotomie, Thoraxdrainagen, Thorakotomien, Laparotomien
10
an der Wirbelsäule, zum Beispiel Bandscheibenoperation, Frakturen, Dekompressionen
10
an Schulter, Oberarm und Ellbogen, davon
Weichteileingriffe, Arthroskopien, Knochen- und Gelenkeingriffe
10
Frakturen
10
an Unterarm und Hand, davon
Sehnennähte, Synovektomien, Knochen- und Gelenkeingriffe
25
Frakturen
10
am Hüftgelenk, davon
Weichteil-, Gelenkeingriffe, Osteotomien
10
Osteosynthesen, Endoprothesen bei Frakturen
10
Endoprothesen bei Koxarthrose
10
am Oberschenkel, davon
Weichteileingriffe und Osteotomien
10
Frakturen
10
am Kniegelenk, davon
Weichteileingriffe, Arthoskopien
10
Osteotomien, Endoprothesen
10
Frakturen
10
am Unterschenkel, davon
Weichteil- und Knocheneingriffe
10
Frakturen
10
am Sprunggelenk, davon
Weichteileingriffe, Arthroskopien
10
Knochen- und Gelenkeingriffe
10
Frakturen
10
am Fuß, davon
Weichteileingriffe
10
Osteotomien, Gelenkeingriffe
10
Frakturen
10
Wundversorgungen einschließlich Behandlung von thermischen und chemischen Schädigungen
50
Eingriffe an Nerven und Gefäßen
10
Eingriffe bei Infektionen an Weichteilen, Knochen und Gelenken
10
Implantat-Entfernungen
25
Erste Assistenz bei Eingriffen höherer Schwierigkeitsgrade, davon
an der Wirbelsäule
10
am Becken
10
konservative Behandlungen einschließlich schmerztherapeutischer Maßnahmen, davon
bei degenerativen und entzündlichen Erkrankungen, angeborenen und erworbenen Deformitäten, davon
100
bei Hüftreifungsstörungen
10
bei Fußdeformitäten
10
bei Luxationen, Frakturen und Distorsionen
100
Indikation, Anordnung und Überwachung physikalischer Therapiemaßnahmen, davon
bei chronisch orthopädischen Erkrankungen
25
in der orthopädischen-unfallchirurgischen Frührehabilitation
25
Injektions- und Punktionstechniken an Wirbelsäule und Gelenken
100
Osteodensitometrien
50
Anordnungen, Überwachungen und Dokumentationen von Verordnungen orthopädischer Hilfsmittel
50
Mitwirkungen und Dokumentation bei Schwerverletztenbehandlung (ISS >16)
10
fachbezogene Begutachtungen für Berufsgenossenschaften, Unfallversicherungen und Gerichte
25

4.6 Plastische und Ästhetische Chirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

konstruktive, rekonstruktive und ästhetisch-plastisch-chirurgische Eingriffe einschließlich mikrochirurgischer Laser- und Ultraschall-Techniken sowie Nah- und Fernlappenplastiken mit und ohne Gefäßanschluss, davon
im Kopf-Hals-Bereich, davon
50
ästhetische Eingriffe an Nase, Ohren, Haut und Lidern
10
im Rumpf– und Brustbereich, davon
100
ästhetische Eingriffe zur Veränderung der Brustform
25
an Rumpf und Extremitäten, davon
100
ästhetische Eingriffe wie Aspirationslipektomien, Abdominoplastiken
50
an der Hand
100
im Band- und Skelettsystem, an Sehnen
25
an Haut- und subkutanen Weichteilen, einschließlich am Gefäßsystem
50
an peripheren Nerven
25
Eingriffe im Rahmen der Erstversorgung von Verbrennungen und zur Behandlung von Verbrennungsfolgen, davon
Erstversorgungen
25
Intensivmaßnahmen
25
Wiederherstellungen des Hautmantels
25
zur Korrektur von Verbrennungsfolgen
25
fachbezogene Begutachtungen für Berufsgenossenschaften, Unfallversicherungen und Gerichte
25

4.7 Thoraxchirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Indikationsstellungen und Befundbewertungen in der bildgebenden Diagnostik
BK
sonographische Untersuchungen der Thoraxorgane (ohne Herz)
100
diagnostische und therapeutische Endoskopien, zum Beispiel Tracheo-Bronchoskopie, Thorakoskopie, Ösophagoskopie
50
diagnostische und therapeutische Punktionen und Drainageeinlagen (Pleura- und Lungenpunktionen, Perikardpunktionen, Thoraxdrainagen)
50
operative Eingriffe einschließlich minimal-invasiver Techniken, davon
Port-Implantationen
10
an Kopf und Hals, zum Beispiel Tracheotomie, Mediastinoskopie, Lymphknotenexstirpationen
25
am Mediastinum und Ösophagus, davon
Dissektionen der mediastinalen Lymphknoten-Tumorresektion
50
Thymektomien, tracheoösophageale Fisteln, Verletzungen des Ösophagus
10
an der Thoraxwand, zum Beispiel Verletzungen, Brustwandresektion, Thorakoplastik, Korrekturplastik
10
an der Lunge, auch auf thorakoskopischem Weg und mit Laser, davon
Keilresektionen, Enukleationen, Zystenabtragungen
50
Lobektomien, Bilobektomien
50
Pneumonektomien, anatomische Segmentresektionen
25
erweiterte Eingriffe an der Lunge, davon
intraperikardiale Gefäßversorgungen, Vorhofteilresektionen
10
Perikard- und Zwerchfellresektionen auch in Verbindung mit Lungenresektionen
10
plastische Operationen am Tracheobronchialbaum auch in Verbindung mit Lungenresektionen
10
Anastomosen/Plastiken an den herznahen Gefäßen auch in Verbindung mit Lungenresektionen
10
videothorakoskopische Eingriffe, zum Beispiel Pleurektomie, Keilresektion, Sympathektomie, Zystenresektionen, Biopsien von Mediastinaltumoren
50
an der Pleura, davon
Pleurektomien, Empyemektomien auch auf thorakoskopischem Weg
10
offene Dekortikationen bei Tumoren, Schwielen und Empyemen
10
bei thorakalen Verletzungen
10

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

4.8 Visceralchirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

sonographische Untersuchungen des Abdomens und Retroperitoneums einschließlich Duplex-Sonographien der abdominellen und retroperitonealen Gefäße, davon
300
ultraschallgesteuerte diagnostische und therapeutische Eingriffe
25
Koloskopien und Ösophago-Gastro-Duodenoskopien
50
Thorakotomien in Zusammenhang mit Eingriffen an Ösophagus und Schilddrüse
25
Operationen der Brustdrüse einschließlich Axilladissektion
BK
konventionelle Eingriffe an Bauchwand und Bauchhöhle, davon
am Magen, davon
25
Resektionen
10
Antirefluxoperationen
BK
an der Leber (resezierende Eingriffe)
10
an den Gallenwegen, davon
konventionelle Cholezystektomien
25
biliodigestive Anastomosen
10
am Pankreas
10
an der Milz, einschließlich milzerhaltende Eingriffe
10
am Dünndarm
50
am Dickdarm, davon
100
Kolonresektionen
50
Anlagen und Korrektureingriffe enteraler Stomata
10
am Rektum, davon
50
anteriore Resektionen
10
abdominoperineale Rektumexstirpationen
10
transanale Eingriffe
10
Eingriffe an der Bauchwand, davon
25
Leistenhernienverschlüsse
10
Narbenhernienverschlüsse
10
Bauchwandbrüche
sonstige Eingriffe in der Bauchhöhle, davon
100
Adhäsiolysen
10
Notfalleingriffe des Bauchraums, zum Beispiel Ileus, Peritonitis, Blutung
25
Reoperationen
10
proktologische Operationen
50
Eingriffe im Retroperitoneum
BK
Eingriffe bei Abdominaltrauma
10
Eingriffe an endokrinen Organen, davon
an der Schilddrüse
10
an der Nebenschilddrüse
10
an der Nebenniere
BK
Eingriffe an Haut und Weichgeweben bei entzündlichen und Tumor-Erkrankungen
50
Katheter- und Portimplantationen zwecks Chemo-, Ernährungs- und Schmerztherapie
25
minimal-invasive Eingriffe, davon
100
diagnostische Laparoskopien
25
laparoskopische Cholezystektomien, Hernienverschlüsse, Adhäsiolysen, Appendektomien, Fundoplikatio, Sigmaresektionen, Zystendekompressionen
25

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

5. Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

ante- und intrapartale Kardiotokogramme
300
Leitungen von normalen Geburten auch mit Versorgung von Dammschnitten und Geburtsverletzungen
200
geburtshilfliche Operationen, zum Beispiel Sektio, Forceps, Vakuum-Extraktion, Entwicklung aus Beckenendlage
25
Erstversorgungen einschließlich Erstuntersuchung des Neugeborenen
100
Lokal- und Regionalanästhesien
50
operative Eingriffe
300
am äußeren und inneren Genitale und der Brust, zum Beispiel Abrasio, Nachkürettage, diagnostische Exstirpation, Hysteroskopie
200
vaginale und abdominelle Operationen, zum Beispiel Hysterektomien einschließlich Deszensus-Operationen, Laparoskopien
100
Kolposkopien
300
Anfertigungen von zytologischen Abstrichpräparaten
200
Ultraschalluntersuchungen einschließlich Endosonographie und Doppler-Sonographie der weiblichen Urogenitalorgane und der Brust sowie der utero-plazento-fetalen Einheit auch im Rahmen der Fehlbildungsdiagnostik
500
Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
BK
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung
50

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

5.1 Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

assistierte Fertilisationsmethoden einschließlich hormoneller Stimulation, Inseminationen, In-vitro-Fertilisation (IVF), intrazytoplasmatische Spermatozoen-Injektion (ICSI)
100
Kryokonservierungsverfahren
25
Spermiogramm-Analysen und Ejakulat-Aufbereitungsmethoden und Funktionstests
50
Mitwirkungen bei größeren fertilitätschirurgischen Eingriffen einschließlich hysteroskopischer und laparoskopischer Verfahren, zum Beispiel bei Endometriose, Tuben- und Ovarchirurgie
50

5.2 Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

morphologisch-funktionelle (zum Beispiel Ultraschall, Endoskopie) und invasive (zum Beispiel Punktion, Biopsie) Verfahren der Genitalorgane und Brust
300
organerhaltende und radikale Krebsoperationen am Genitale (zum Beispiel Debulking-OP, Wertheim-OP, Vulvektomie, Lymphadenektomie inguinal, pelvin, paraaortal, Exenteration)
100
organerhaltende und radikale Krebsoperationen an der Mamma
100
rekonstruktive Eingriffe am Genitale, den Bauchdecken und der Brust im Zusammenhang mit onkologischen Behandlungen
50
hormonelle (ablative und additive) Therapien
50
zytostatische Therapiezyklen
300
supportive und palliative medikamentöse Tumortherapien
50
gynäkologische Strahlen-Kontakt-Therapien
10
psychoonkologische Betreuungen, Rehabilitationen und Begutachtungen
50
spezielle Rezidivdiagnostiken und -behandlungen
25
Tumornachsorgen
50

5.3 Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ultraschalluntersuchungen einschließlich Dopplersonographien des Fetus und seiner Gefäße sowie fetale Echokardiographien
200
Überwachungen bei erhöhtem Risiko zur differenzierten Zustandsdiagnostik des Feten
500
Leitungen von Risikogeburten und geburtshilflichen Notfallsituationen einschließlich Notfallmaßnahmen und Wiederbelebungen beim Neugeborenen
400
invasive prä- und perinatale Eingriffe, zum Beispiel Amniozentesen, Chorionzottenbiopsien, Nabelschnurpunktionen, Punktionen aus fetalen Körperhöhlen, Amniondrainagen
200
operative Entbindungen bei Risikoschwangerschaften einschließlich Beckenendlagenentwicklung, Versorgung komplizierter Geburtsverletzungen, Re-Sektiones und Entwicklung von Mehrlingen
100

6. Basisweiterbildung Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

audiologische Untersuchungen, zum Beispiel Tonschwellen-, Sprach-, Hörfeldaudiometrie, elektrische Reaktionsaudiometrie (ERA), otoakustische Emissionen, Hörtests zur Diagnostik zentraler Hörstörungen sowie zur Hörgeräteversorgung einschließlich Anpassung und Überprüfung, Hörschwellenbestimmung, Impedanzmessungen mit Stapediusreflexmessung einschließlich Neugeborenen-Hör-Screening sowie grundlegende audiologisch diagnostische Untersuchungen bei Säuglingen und Kleinkindern
200
neuro-otologische Untersuchungen, zum Beispiel experimentelle Nystagmusprovokation, spinovestibuläre, vestibulospinale und zentrale Tests
50
Sprachtests
25
Ventilationsprüfungen, zum Beispiel Rhinomanometrie, Spirometrie, Spirographie
50
Prüfungen, Riech- und Schmeckstörungen
10
mikroskopische und endoskopische Untersuchungen, zum Beispiel Rhinoskopie, Sinuskopie, Nasopharyngoskopie, Laryngoskopie, Tracheoskopie, Ösophagoskopie
500
sonographische Untersuchungen der Gesichts- und Halsweichteile sowie der Nasennebenhöhlen und Doppler- und Duplex-Sonographien der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße
200
Lokal- und Regionalanästhesien
50
Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
BK
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung
50

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

6.1 Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

unspezifische und allergenvermittelte Provokations- und Karenztests einschließlich epikutaner, kutaner und intrakutaner Tests einschließlich Erstellung eines Therapieplanes
200
Hyposensibilisierungen
25
neuro-otologische Untersuchungen, zum Beispiel experimentelle Nystagmusprovokation, spinovestibuläre, vestibulospinale und zentrale Tests und funktionelle Untersuchung des Halswirbelsäulensystems auch mit apparativer Registrierung mittels elektro- und/oder Videonystagmographie
150
operative Eingriffe einschließlich endoskopischer und mikroskopischer Techniken
an Ohr, Ohrschädel, Gehörgang, Ohrmuschel einschließlich Felsenbeinpräparationen
50
an Nasennebenhöhlen, Nase und Weichteilen des Gesichtsschädels
50
plastische Maßnahmen geringen Schwierigkeitsgrades an Nase und Ohr
50
im Pharynx
100
im Bereich des Kehlkopfes und der oberen Luftröhre einschließlich Tracheotomie
50
Tracheobronchoskopien
BK
am äußeren Hals
10
an Speicheldrüsen und -ausführungsgängen
25
Eingriffe bei Schlafapnoe
10
traumatologische Eingriffe
25
Mitwirkungen bei Eingriffen höherer Schwierigkeitsgrade, zum Beispiel bei mikrochirurgischen Ohroperationen, große tumorchirurgische Operationen im Kopf-Hals-Bereich, bei endoskopischer Ethmoidektomie und Pansinusoperationen, bei neuroplastischen Eingriffen, bei Gefäßersatz und mikrovaskulären Anastomosen
100

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

6.2 Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ableitungen akustisch und somatosensorisch evozierter Potenziale
50
elektrische Reaktionsaudiometrien (ERA) im Kindesalter
50
Messungen otoakustischer Emissionen im Kindesalter
50
Hörschwellen-Bestimmungen mit altersbezogenen reaktions-, verhaltens- und spielaudiometrischen Verfahren im Kindesalter
50
subjektive und objektive Methoden zur Diagnostik zentraler Hörstörungen im Kindesalter
25
Kindersprachtests entsprechend dem Sprachentwicklungsalter
25
entwicklungs-, neuro- und leistungspsychologische Testverfahren
25
instrumentelle Analysen des Stimm- und Sprachschalls in Frequenz-, Intensitäts- und Zeitbereich, zum Beispiel Stimmfeldmessung, Grundtonfrequenzbestimmung, Spektral- und Periodizitätsanalysen
50
Untersuchungen der Phonationsatmung mit Bestimmung statischer und dynamischer Lungenfunktionsparameter
50
Analysen der Stimmlippenschwingungen mittels Stroboskopie und Elektroglottographie
200
fachbezogene Elektromyographien und Elektroneurographien einschließlich der kortikalen Magnetstimulation
10

7. Haut- und Geschlechtskrankheiten

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

dermatologische Früherkennungsuntersuchungen
100
operative Eingriffe, davon
Exzisionen von benignen und malignen Tumoren
100
lokale und regionale Lappenplastiken, auch unter Verwendung artefizieller Hautdehnungsverfahren
BK
freie Hauttransplantationen durch autologe und andere Transplantate
25
phlebologische operative Eingriffe, zum Beispiel epifasziale Venenexhairese, Ulkusdeckung, Unterbindung insuffizienter Venae perforantes, Crossektomie, superfizielle Thrombektomie
50
ästhetisch operative Dermatologie wie Narbenkorrekturen, Konturverbesserungen, Dermabrasionen, physiko-chemische Dermablationen
50
proktologische Eingriffe wie Hämorrhoidalsklerosierung, Mariskenexzision, Fissurektomie, Entfernung analer Condylomata acuminata
50
Eingriffe mit kryotherapeutischen Verfahren
50
Eingriffe mit lasertherapeutischen Verfahren, zum Beispiel ablativ, korrektiv, selektiv-photothermolytisch
50
Mitwirkungen bei Eingriffen höherer Schwierigkeitsgrade
25
Sklerosierungstherapien oberflächlich gelegener Venen
25
Sonographien der Haut und hautnahen Lymphknoten einschließlich Doppler- und Duplex-Sonographie peripherer Gefäße
200
phlebologische Funktionsuntersuchungen wie Verschlussplethysmographie, Lichtreflexrheographie
100
unspezifische und allergenvermittelte Provokations- und Karenztests einschließlich epikutaner, kutaner und intrakutaner Tests sowie Erstellung eines Therapieplans (Krankheitsfälle)
200
Hyposensibilisierungen (Krankheitsfälle)
25
Photochemotherapien, Balneophototherapien und photodynamische Therapien
50
Lokal-, Tumeszenz- und Regionalanästhesien
150
Gestaltungen von dermatologischen Rehabilitationsplänen
10
Punktions- und Katheterisierungstechniken
BK
mykologische und venerologische Untersuchungen einschließlich kultureller Verfahren und Erregerbestimmung
BK
Trichogramme
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

8. Humangenetik

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

klinisch-genetische Diagnostiken erblich bedingter Krankheiten angeborener Fehlbildungen und Fehlbildungssyndrome
200
Befunderhebung und Risikoabschätzung bei
monogenen und komplexen Erbgängen
100
numerischen und strukturellen Chromosomenaberrationen
50
molekulargenetischen Befunden
50
genetischen Beratungen einschließlich Erhebung der Familienanamnese in drei Generationen und Erstellung einer epikritischen Beurteilung bei 50 verschiedenen Krankheitsbildern
400
Chromosomenanalysen
pränatal, davon
200
einschließlich aller Kultivierungs- und Präparationsschritte
25
postnatal, davon
200
einschließlich aller Kultivierungs- und Präparationsschritte
25
Methoden der molekularen Zytogenetik einschließlich chromosomaler in-situ-Hybridisierung, davon
100
an Interphasekernen einschließlich aller Kultivierungs- und Präparationsschritte
25
an Metaphasechromosomen einschließlich aller Kultivierungs- und Präparationsschritte
25
prä- und postnatale molekulargenetische Analysen, davon
pränatal einschließlich aller erforderlichen Laborschritte
10
postnatal, davon
400
einschließlich aller erforderlichen Laborschritte
100

9. Hygiene und Umweltmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

hygienische Krankenhaus- und Praxisbegehungen mit mikrobiologischer, chemischer und physikalischer Begutachtung sowie funktioneller baulicher Bewertung von Abteilungen für Operationen, für Intensivmedizin, für physikalische Therapie sowie der Küche, der Wäscherei, der Laboratorien, der raumlufttechnischen Einrichtungen sowie der Abfall- und Abwasserentsorgung, davon
25
Krankenhausbegehungen
20
hygienische Untersuchungen nosokomialer Infektionen unter Berücksichtigung von Ortsbegehungen und der Durchführung und Auswertung infektionsepidemiologischer Erhebungen
25
hygienische und umweltmedizinische Ortsbegehungen, Inspektionen in mindestens vier der Teilgebiete Wasserhygiene, Boden- und Abfallhygiene, Außenluft- und Innenraumlufthygiene, Lebensmittelhygiene, Gebrauchs- und Bedarfsgegenständehygiene sowie Bau- und Siedlungshygiene
100
Probennahmen, -aufbereitungen, -analysen auf der Grundlage wissenschaftlich anerkannter biologischer, mikrobiologischer, chemischer und physikalischer Verfahren in mindestens vier der Teilgebiete Wasserhygiene, Boden- und Abfallhygiene, Außenluft- und Innenraumlufthygiene, Lebensmittelhygiene, Gebrauchs- und Bedarfsgegenständehygiene sowie Bau- und Siedlungshygiene
100
hygienische und umweltmedizinische Untersuchungen der Beeinflussung des Menschen durch belebte und unbelebte Schadfaktoren sowie im Bereich der individuellen klinisch-umweltmedizinischen Betreuung bei mindestens 25 Patienten als auch bevölkerungsbezogener Fragestellungen (mikrobiologische, ökotoxikologische, humantoxikologische einschließlich allergene Relevanz)
50
Beratungen zur Präventivmedizin einschließlich der Seuchenhygiene, Impfprophylaxe, Chemoprophylaxe, Tourismusmedizin und zum Schutz vor unbelebten Schadfaktoren
50

10. Innere Medizin und Allgemeinmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Durchführungen und Dokumentationen von Diabetikerbehandlungen einschließlich strukturierter Schulungen
100
Elektrokardiogramme
500
Ergometrien
100
Langzeit-EKG
100
Langzeitblutdruckmessungen
50
spirometrische Untersuchungen der Lungenfunktion
100
Ultraschalluntersuchungen des Abdomens und Retroperitoneums einschließlich Urogenitalorgane
500
Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse
150
Doppler-Sonographien der extremitätenversorgenden und der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße
300
Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
BK
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung
50
Proktoskopien
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

10.1 Innere und Allgemeinmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Dokumentationen von Behandlungsfällen einschließlich Beratungsanlass, Diagnostik, Beratungsergebnis, Therapie und Begründung im unausgelesenen Patientengut, davon
100
bei Kindern
25
bei geriatrischen Syndromen und Krankheitsfolgen im Alter
25
Integrationen medizinischer, psychischer und sozialer Belange im Krankheitsfall einschließlich Erkennung von psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen, psychosozialen Zusammenhängen unter Berücksichtigung der Krisenintervention sowie der Beratung und Führung Suchtkranker
25
Langzeit- und familienmedizinische Betreuungen mit Dokumentation von mindestens vier Patientenkontakten pro Jahr und Bestimmung von Behandlungszielen gemeinsam mit dem Patienten
10
Erkennungen und koordinierte Behandlungen von Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter
10
interdisziplinäre Koordinationen einschließlich der Einbeziehung weiterer ärztlicher, pflegerischer und sozialer Hilfen in Behandlungs- und Betreuungskonzepte, insbesondere bei multimorbiden Patienten
25
Behandlungen von Patienten in ihrem familiären Umfeld und häuslichen Milieu, in Pflegeeinrichtungen sowie in ihrem weiteren sozialen Umfeld einschließlich der Hausbesuchstätigkeit und Einschätzung der Pflegebedürftigkeit
10
Dokumentationen von gesundheitsfördernden Maßnahmen, zum Beispiel im Rahmen gemeindenaher Projekte wie Seniorensport, Koronar-Sportgruppen, Raucherentwöhnungsgruppen, Rückengruppen einschließlich Gesundheitsberatung unter anderem diätetischer Beratung und Schulung
25
Maßnahmen der Vorsorge- und Früherkennung, davon
Impfwesen und Impfberatungen
50
Präventionen von Gesundheitsstörungen, Einleitungen und Durchführungen rehabilitativer Maßnahmen
50
Erkennungen von Suchtkrankheiten und Einleitungen von spezifischen Maßnahmen einschließlich Gewalt- und Suchtprävention
10
Behandlungen von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates unter besonderer Berücksichtigung funktioneller Störungen einschließlich Indikationsstellung und Überwachung physikalischer Therapiemaßnahmen
10
medizinische Notfallsituationen sowie Erkennungen und Behandlungen akuter Notfälle wie Synkopen, paroxysmale Tachykardien, akute Dyspnoen, einschließlich der Behandlungsfälle im Rahmen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, davon
50
lebensrettende Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und Wiederbelebung
10
für die hausärztliche Versorgung erforderliche Techniken der Wundversorgung und der Wundbehandlung, der Inzision, Extraktion, Exstirpation und Probeexzision auch unter Anwendung der Lokal- und peripheren Leitungsanästhesie
50

10.2.1 Innere Medizin und Schwerpunkt Angiologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

den invasiven und nichtinvasiven Funktionsuntersuchungen, davon
Oszillographien/Rheographien
Kapillaroskopien
50
transkutanen Sauerstoffdruckmessungen
Venenverschlussplethysmographien
50
Phlebodynamometrien
50
rheologische Untersuchungsmethoden
ergometrische Verfahren zur Gehstreckenbestimmung
300
Doppler- und Duplex-Sonographien, davon
an den extremitätenversorgenden Arterien
100
an den extremitätenversorgenden Venen
100
an den abdominellen und retroperitonealen Gefäßen
100
an den extrakraniellen hirnzuführenden Gefäßen
100
an den intrakraniellen Gefäßen
100
Sklerosierung oberflächlicher Varizen
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

10.2.2 Innere Medizin und Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ultraschalluntersuchungen, davon
Duplex-Sonographien an endokrinen Organen
100
Feinnadelpunktionen
50
endokrinologische Labordiagnostik
Osteodensitometrien
50
Indikationsstellung, Durchführung und Bewertung der besonderen Stimulations- oder Suppressionstests bei endokrinologischen Erkrankungen
des endokrinen Pankreas
100
des Hypothalamus
50
der Hypophyse
100
der Schilddrüse
200
der Nebennieren
50
der Gonaden
50

10.2.3 Innere Medizin und Schwerpunkt Gastroenterologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Duplex-Sonographien der abdominellen und retroperitonealen Gefäße
200
Endosonographien
50
Ösophago-Gastro-Duodenoskopie, davon
300
therapeutisch
50
endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatikographien, davon
150
therapeutisch einschließlich Erfahrung in perkutanen Techniken (PTCD)
50
Intestinoskopie
BK
Koloskopien, davon
300
Polypektomien
50
Proktoskopien
50
interventionelle Maßnahmen im oberen und unteren Verdauungstrakt einschließlich endoskopische Blutstillung, Varizentherapie, Thermo- und Laserkoagulation, Stent- und Endoprothesenimplantation, Polypektomie
BK
Mitwirkungen bei Laparoskopien einschließlich Minilaparoskopien
25
sonographisch gesteuerte interventionelle Verfahren an gastrointestinalen Organen einschließlich Leberpunktionen
BK
manometrische Untersuchungen des oberen und unteren Verdauungstraktes
BK
Funktionsprüfungen, zum Beispiel Langzeit-pH-Metrie des Ösophagus, H2-Atemteste, C13-Atemteste, davon
pH-Metrie
25
mikroskopischer Nachweis von Protozoen (Lamblien, Amöben) oder Würmern/Wurmeiern im Stuhl oder Duodenalsaft
BK
abgeschlossene und dokumentierte zytostatische Therapien
zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen des Gebietes einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen
500
Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung
300

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

10.2.4 Innere Medizin und Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Behandlung von Patienten mit
Systemerkrankungen
100
soliden Tumoren
400
zytostatische, immunmodulatorische, supportive und palliative Behandlungszyklen und nachfolgende Überwachungen bei
soliden Tumorerkrankungen
1500
hämatologischen Neoplasien
500
Hochdosischemotherapien
50
Befundungen von
peripheren Blutausstrichen
500
Knochenmarkausstrichen
500
zytochemischen Färbungen
100
immunologischen Zelldifferenzierungen
100
zytologischen Präparaten anderer Körperflüssigkeiten oder Feinnadelaspirate
100
hämatologisch-onkologische Labordiagnostik
BK
sonographische Untersuchungen bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen
200
Knochenmarkpunktionen
50
Stanzbiopsien
50

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

10.2.5 Innere Medizin und Schwerpunkt Kardiologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Echokardiographien, davon
500
Stressechokardiographien
100
Echokontrastuntersuchungen
50
Doppler- und Duplex-Sonographien des Herzens, der herznahen Venen
100
transösophageale Echokardiographien
50
Rechtsherzkatheteruntersuchungen gegebenenfalls einschließlich Belastung
100
Spiro-Ergometrien
10
Linksherzkatheteruntersuchungen einschließlich der dazugehörigen Linksherz-Angiokardiographien und Koronarangiographien
300
Langzeituntersuchungsverfahren, zum Beispiel ST-Segmentanalysen, Herzfrequenzvariabilität, Spätpotenziale
300
Applikationen von Schrittmachersonden
50
Schrittmacherkontrollen
100
Kontrollen von internen Kardiovertern bzw. Defibrillatoren (ICD)
10

10.2.6 Innere Medizin und Schwerpunkt Nephrologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Hämodialysen oder analoge Verfahren, unter anderem akute Hämodialysen, chronische Hämodialysen, Peritonealdialysen, kontinuierliche Verfahren, davon
2000
Plasmaseparationen, Apheresebehandlungen, Rheopheresebehandlungen
50
Nierensonographien einschließlich bei Transplantatnieren bei Patienten
300
Doppler- und Duplex-Sonographien der Nierengefäße einschließlich bei Transplantatnieren
100
Nierenbiopsien sowie Einordnung des Befundes in das Krankheitsbild
25
Mikroskopien des Urins einschließlich Quantifizierung und Differenzierung der Zellen
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

10.2.7 Innere Medizin und Schwerpunkt Pneumologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

sonographische Diagnostiken des rechten Herzens und des Lungenkreislaufes sowie transösophageale Untersuchungen des Mediastinums
100
Fiberbronchoskopien, davon
100
einschließlich broncho-alveolärer Lavage
50
Mitwirkungen bei Thorakoskopien und bei Bronchoskopien mit starrem Instrumentarium bei interventionellen Verfahren
25
Pleuradrainagen und Pleurodesen sowie Durchführung von perthorakalen Punktionen von Lunge oder pulmonalen Raumforderungen
50
Funktionsuntersuchungen der Atmungsorgane, davon
Ganzkörperplethysmographien einschließlich Blutgasanalyse
500
Bestimmungen des CO-Transfer-Faktors
100
Untersuchungen von Atempump-Funktion und Atemmechanik
100
unspezifische Hyperreagibilitätstestungen der unteren Atemwege
50
Spiro-Ergometrien
100
Untersuchungen des Lungenkreislauf einschließlich Rechtsherzkatheter
25
Sauerstofflangzeittherapien
50
Beatmungstherapien einschließlich der Heimbeatmung
25
kardiorespiratorische Polygraphien
Blutgase und Säurebasenhaushalte im arteriellen Blut
abgeschlossene und dokumentierte zytostatische Therapien
zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen des Gebietes einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen
500
Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung
300

10.2.8 Innere Medizin und Schwerpunkt Rheumatologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Sonographien des Bewegungsapparates einschließlich Arthrosonographien
300
intraartikuläre Punktionen und Injektionsbehandlungen
100
Synovia-Analysen
BK
rheumatologisch-immunologische Labordiagnostik, einschließlich
Autoantikörper bei rheumatischen Erkrankungen, zum Beispiel indirekte Immunfluoreszenztechnik, ELISA, Immunoblot
Antikörper/Erregerbestandteile bei Verdacht auf post- oder parainfektiöser rheumatischer Erkrankung, zum Beispiel erregerserologische Tests
immungenetische Tests, zum Beispiel HLA-B 27-Bestimmung
Kapillarmikroskopien
50
Osteodensitometrien
50
den physikalischen, krankengymnastischen und ergotherapeutischen Behandlungsprinzipien
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

11. Kinder- und Jugendmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Kinder- und Jugendlichen-Vorsorgeuntersuchungen einschließlich orientierender Hör- und Seh-Untersuchungen
200
Elektrokardiogramme einschließlich Langzeit-EKG
50
Langzeit-Blutdruckmessungen
BK
spirometrische Untersuchungen der Lungenfunktion
25
Ultraschalluntersuchungen
des Abdomens, des Retroperitoneums, der Urogenitalorgane (einschließlich Dopplertechniken)
300
des Gehirns
100
der Schilddrüse, der Nasennebenhöhlen sowie der Gelenke und Weichteile
100
der Säuglingshüfte
200
Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
BK
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung
50

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

11.1 Schwerpunkt Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Dokumentationen der Behandlung endokriner Erkrankungen und Folgeerscheinungen einschließlich Störungen des Wachstums, der Gewichtsentwicklung sowie der Geschlechts- und der Pubertätsentwicklung
200
unterschiedliche Formen der Insulinbehandlung einschließlich Insulinpumpenbehandlung bei Kindern und Jugendlichen sowie Diabetesschulung
25
Funktionsuntersuchungen
200
auxologische Methoden zur Erfassung von Wachstumsstörungen, der Bestimmung der Skelettreifung und der Knochendichte sowie der Berechnung von prospektiven Endgrößen
100
Ultraschalluntersuchungen endokriner Organe einschließlich Feinnadelpunktion
100

11.2 Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und -Onkologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Punktionen und mikroskopische Untersuchungen eines Präparates nach differenzierender Färbung einschließlich des Ausstrichs, Tupf- und Quetschpräparates des Knochenmarks
50
Punktionen des Liquorraums mit Instillation chemotherapeutischer Medikamente
50
sonographische Untersuchungen bei hämatoonkologischen Erkrankungen
100
abgeschlossene und dokumentierte zytostatische Therapien
zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen des Gebietes einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen
500
Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung
300

11.3 Schwerpunkt Kinder-Kardiologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ergometrien einschließlich Spiro-Ergometrie
50
Echokardiographien einschließlich Stressechokardiographie, Echo-Kontrastuntersuchung und fetale Echokardiographie
500
transösophageale Echokardiographien
25
Doppler- und Duplex-Sonographien des Herzens und der großen Gefäße
500
Rechtsherzkatheteruntersuchungen einschließlich Belastung und der dazugehörigen Rechtsherz-Angiokardiographien
50
Linksherzkatheteruntersuchungen einschließlich der dazugehörigen Linksherz-Angiokardiographien und Koronarangiographien
50
Langzeit-EKG
100
Langzeit-Blutdruckmessungen
50

11.4 Schwerpunkt Kinder-Nephrologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Doppler- und Duplex-Sonographien der Nierengefäße einschließlich bei Transplantatnieren
100
Peritonealdialysen
1000
Hämodialysen und verwandte Techniken wie Filtration, Adsorption und Separation
500
extrakorporale Blutreinigungsverfahren bei Intoxikationen, Stoffwechselerkrankungen, Stoffwechselkrisen
10
Vorbereitungen sowie prä- und postoperative Versorgungen von Kindern mit Nierentransplantation
10
Langzeitbetreuungen einschließlich Steuerung und Überwachung der immunsuppressiven Medikation
25
Nierenbiopsien
25

11.5 Schwerpunkt Kinder-Pneumologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Erkennungen und Behandlungen von angeborenen und erworbenen Erkrankungen der oberen Atemwege, Lunge, Bronchien, Pleura und Mediastinum höheren Schwierigkeitsgrades wie Asthma bronchiale Grad III und IV, Tuberkulose, angeborene Lungenfehlbildung, zystische Fibrose, interstitielle Lungenerkrankung, bronchopulmonale Dysplasie, schlafbezogene Atemregulationsstörung
100
pulmonal bedingte Erkrankungen des kleinen Kreislauf
50
pulmonologische Allergie-Testungen
200
Asthmaschulungen im Kindes- und Jugendalter
Sauerstofflangzeittherapien und Beatmungstherapien einschließlich der Heimbeatmung
25
spezielle physiotherapeutische Maßnahmen einschließlich autogener Drainage und Inhalationsbehandlung
sonographische Untersuchungen der Lunge und Pleura
100
Funktionsuntersuchungen der Atmungsorgane wie Ganzkörperplethysmographie einschließlich Mitwirkung bei Babybodyplethysmographie, CO-Diffusion, Compliance-Messung, Bestimmung der funktionellen Residualkapazität (FRC) mit einer Gasmischmethode
500
Spiro-Ergometrien
50
Mitwirkungen bei Bronchoskopien mit starrem Instrumentarium bei interventionellen Verfahren
Fiberbronchoskopien einschließlich bronchoalveolärer Lavage
100
Pilocarpin-Iontophoresen
100

11.6 Schwerpunkt Neonatologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Kreißsaalerstversorgungen von Früh- und Neugeborenen mit vitaler Bedrohung, davon
300
mit einem Geburtsgewicht von < 1500 g
50
Behandlungen von komplizierten neonatologischen Krankheitsbildern, zum Beispiel Surfactantmangel, Sepsis, nekrotisierende Enterokolitis, intrakranielle Blutung, Hydrops fetalis, davon
100
bei untergewichtigen Frühgeborenen (< 1500 g)
50
entwicklungsneurologische Diagnostiken
50
differenzierte Beatmungstechniken und Beatmungsentwöhnungen einschließlich Surfactantbehandlung
50

11.7 Schwerpunkt Neuropädiatrie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Elektroenzephalogramme
500
Polygraphien und elektrophysiologische Untersuchungen, zum Beispiel Elektromyographie, Elektroneurographie, visuell, somatosensibel, motorisch und akustisch evozierte Potenziale
200
Ultraschalluntersuchungen des zentralen Nervensystems und der Muskulatur einschließlich Doppler- und Duplex-Sonographien
100

12. Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

13. Laboratoriumsmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Mikroskopier- und Färbeverfahren
Bestimmung und Bewertung von
Enzymen und Substraten
Plasmaproteinen und Tumormarkern
Spurenelementen, toxischen Substanzen und Vitaminen
harnpflichtigen morphologischen Bestandteilen und Substanzen
Entzündungsparametern
Entzündungsmediatoren, Antigenen, Antikörpern und Autoantikörpern
Parametern der Infektionsserologie
Bestimmung und Bewertung von Parametern des
Fett-, Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsels
Hormon- und Knochenstoffwechsels
Wasser-, Elektrolyt- und Mineralhaushalts
Säure-Basen-Haushalts
Liquors, Urins und Punktats
Bestimmung und Bewertung von Parametern der hämatologischen, immunhämatologischen, immunologischen und hämostaseologischen Analytik
bakteriologische und virologische Untersuchung einschließlich Keimdifferenzierung und Resistenztestung, zum Beispiel aus Blut, Sputum, Eiter, Urin, Gewebe, Abstrichen
Drug-Monitoring, Drogenscreening
molekulargenetische Analytik
Radioimmunoassay

14. Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

bakteriologische und virologische Untersuchung einschließlich Keimdifferenzierung und Resistenztestung, zum Beispiel aus Blut, Sputum, Eiter, Urin, Gewebe, Abstrichen
infektionsserologischer Nachweis von Antigenen und Antikörpern
mikroskopischer Nachweis von Bakterien, Protozoen, Helminthen einschließlich deren Genom-Nachweis mittels molekularbiologischer Methoden
kulturelle Anzüchtungen
Zellkultur zum Antigennachweis von Viren
Auto-Antikörpernachweis einschließlich Lymphozytentypisierung und Nachweis von Lymphokinen
Bestimmung von Bestandteilen des Immunsystems, Immunglobulinen und Komplementfaktoren

15. Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

sonographische Untersuchungen der Gesichts- und Halsweichteile sowie der Nasennebenhöhlen und Doppler- und Duplex-Sonographien der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße
200
Lokal- und Regionalanästhesien
50
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung
50
Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
BK
operative Eingriffe
in der dentoalveolären Chirurgie, zum Beispiel Wurzelspitzenresektionen, parodontalchirurgische Maßnahmen
200
in der septischen Chirurgie, zum Beispiel Kieferhöhlenoperationen, Speichelsteinentfernungen
100
in der Chirurgie bei Verletzungen, zum Beispiel operative Versorgung von kombinierten Weichteil- und Knochenverletzungen
100
in der Fehlbildungschirurgie, zum Beispiel Lippen-Kiefer-Gaumenspalten-Operationen
10
in der kieferorthopädischen und Kiefergelenkschirurgie, zum Beispiel Osteotomien bei skelettalen Dysgnathien
10
in der präprothetischen Chirurgie, zum Beispiel Mundvorhofplastik, enossale Implantationen
25
in der Tumorchirurgie, zum Beispiel Probeexzisionen, Tumorresektionen
50
in der Chirurgie an peripheren Gesichtsnerven, zum Beispiel Dekompressionen, Nerven-Verlagerungen
10
in der plastischen und Wiederherstellungschirurgie, zum Beispiel Umschneidung von Fern- und Nahlappen, Überpflanzung von Haut, Knochen und Knorpel
25
sonstige Eingriffe in Zusammenhang mit Mund-Kiefer und Gesichtsoperationen, zum Beispiel Tracheotomien, mikrochirurgische Transplantationen einschließlich des Präparierens von Gefäßanschlüssen
10

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

16. Neurochirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

neurophysiologische Untersuchungen, zum Beispiel Elektroenzephalogramm einschließlich evozierten Potenzialen, Elektromyogramm
200
sonographische Untersuchungen und Doppler- und Duplex-Sonographien extrakranieller hirnversorgender und intrakranieller Gefäße
200
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung
50
Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial aus dem Liquorsystem
100
einfache Beatmungstechniken einschließlich der Beatmungsentwöhnung
BK
Lokal- und Regionalanästhesien
50
neurochirurgische Eingriffe einschließlich minimal-invasiver, stereotaktischer und endoskopischer Methodik, auch unter Anwendung der Neuronavigation
an peripheren und vegetativen Nerven, zum Beispiel Verlagerung, Naht, Neurolyse,Tumorentfernung
25
an der zervikalen, thorakalen und lumbalen Wirbelsäule, zum Beispiel Nervenwurzel-, Rückenmarksdekompression, Versorgung von Wirbelsäulenverletzungen
100
bei Schädel-Hirn-Verletzungen, zum Beispiel von intra- und extraduralen Hämatomen, Liquorfisteln, Impressionsfrakturen
50
bei supra- und infratentoriellen intrazerebralen Prozessen, einschließlich Tumor-Operationen
50
bei Schädel-, Hirn- und spinalen Fehlbildungen, zum Beispiel Liquorableitungen, Operationen bei Spaltmissbildungen
50
bei Schmerzsyndromen, zum Beispiel augmentative, destruierende Implantations-Verfahren
10
bei diagnostischen Eingriffen, zum Beispiel Myelographie, lumbale und ventrikuläre Liquordrainage mit und ohne Druckmessung, Biopsien
150
bei sonstigen chirurgischen Maßnahmen, zum Beispiel Eingriffe an extrakraniellen Gefäßen, Tracheotomien, Wundrevisionen
25

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

17. Neurologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Elektroenzephalographien
500
Elektromyographien
100
Elektroneurographien einschließlich der kortikalen Magnetstimulation
100
visuelle, somatosensible, akustisch evozierte Potenziale
200
Funktionsdiagnostiken des autonomen Nervensystems
25
Funktionsanalysen bei peripheren und zentralen Bewegungsstörungen und Gleichgewichtsstörungen
50
Funktionsanalysen bei Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen
50
neuro-otologische Untersuchungen, zum Beispiel experimentelle Nystagmusprovokation, spinovestibuläre, vestibulospinale und zentrale Tests
BK
verhaltensneurologische und neuropsychologische Testverfahren
25
sonographische Untersuchungen und Doppler- und Duplex-Sonographien extrakranieller hirnversorgender Gefäße und intrakranieller Gefäße
200
neurologische Befunderhebungen bei Störungen der höheren Hirnleistungen, zum Beispiel der Selbst- und Defizitwahrnehmungen, der Motivation, des Antriebs, der Kommunikation, der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses, der räumlichen Fähigkeiten, des Denkens, des Handelns, der Kreativität
50
Erstellungen von Rehabilitationsplänen, Überwachung und epikritische Bewertung der Anwendung von Rehabilitationsverfahren
50
Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial aus dem Liquorsystem
100
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung
50

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

18. Nuklearmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ultraschalluntersuchungen von Abdomen, Retroperitoneum und Urogenitalorganen, Schilddrüse, Gesichtsweichteilen und Weichteilen des Halses
700
nuklearmedizinische Untersuchungen einschließlich tomographischer Verfahren mittels SPECT-Technik und PET-Technik, davon
am Zentralnervensystem
150
am Skelett- und Gelenksystem
800
am kardiovaskulären System
500
am Respirationssystem
200
am Gastrointestinaltrakt
50
am Urogenitalsystem
250
an endokrinen Organen
800
am hämatopoetischen und lymphatischen System
400
nuklearmedizinische Behandlungsverfahren bei
benignen Schilddrüsenerkrankungen
200
malignen Schilddrüsenerkrankungen
50
anderen soliden oder systemischen malignen Tumoren und/oder benignen Erkrankungen
25

19. Öffentliches Gesundheitswesen

Die Aner­ken­nung für das Gebiet Öffent­li­ches Gesund­heits­we­sen wird nach Maßgabe der entspre­chen­den staat­li­chen Vorschrif­ten erteilt.

20. Basisweiterbildung Pathologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

20.1 Neuropathologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Obduktionen des Zentralnervensystems einschließlich histologischer Untersuchungen, epikritischer Auswertungen und Dokumentation
200
histopathologische, insbesondere neurohistologische Untersuchungen einschließlich Schnellschnittuntersuchungen und Liquorzytologie
1000
neuromorphologische Diagnostiken mittels zum Beispiel Histochemie, Elektronenmikroskopie, Gewebekultur einschließlich molekularpathologische Untersuchungen, zum Beispiel DNA- und RNA-Analysen
1000

20.2 Pathologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Obduktionen einschließlich histologischer Untersuchungen, epikritischer Auswertung und Dokumentation
200
histopathologische Untersuchungen an Präparaten aus verschiedenen Gebieten einschließlich Dermatohistologie sowie molekularpathologische Untersuchungen, zum Beispiel DNA- und RNA-Analysen
15 000
Schnellschnittuntersuchungen
500
zytopathologische Untersuchungen an Präparaten aus verschiedenen Gebieten einschließlich gynäkologischer Exfoliativzytologie
10 000

21. Basisweiterbildung Pharmakologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

21.1 Klinische Pharmakologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Teilnahme an klinischer Erprobung, Planung und Durchführung von kontrollierten klinischen Prüfungen von Arzneimitteln an Menschen in den Phasen I bis IV
in Phase I bis III
100
in Phase IV
300
pharmakokinetische Untersuchungen am Menschen einschließlich biologischer Verfügbarkeit, Metabolismus, Ausscheidung und pharmakokinetische Interaktionsstudien
10
Beurteilungen von Dosis-/Konzentrations-Wirkungsbeziehungen
25
Beurteilungen von Meldungen zur Arzneimittelsicherheit einschließlich Nutzen-Risiko-Abschätzung
100
therapeutische Drug-Monitorings, pharmakogenetische Analysen
100

21.2 Pharmakologie und Toxikologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Mitwirkung an experimentellen-pharmakologisch-toxikologischen Studien
pharmakologisch-toxikologische Experimente mit molekularbiologisch- biochemischen und integrativ-physiologischen Methoden
400
Arzneimittelbewertungen
25

22. Physikalische und Rehabilitative Medizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Erstellungen von Rehabilitationsplänen einschließlich deren epikritischer Bewertung
500
spezielle Verfahren der rehabilitativen Diagnostik, zum Beispiel rehabilitative Assessments, sensomotorische Tests, Leistungs-, Verhaltens- und Funktionsdiagnostiktests, neuropsychologische Tests
300
rehabilitative Interventionen, zum Beispiel Rehabilitationspflege, Dysphagietherapie, neuropsychologisches Training, Biofeedbackverfahren, Musik- und Kunsttherapie, rehabilitative Sozialpädagogik, Diätetik, Entspannungsverfahren einschließlich physikalischer Therapieverfahren, zum Beispiel Krankengymnastik, Ergotherapie, manuelle Therapie, medizinische Trainingstherapie, Elektrotherapie, Thermotherapie, Massagen, Lymphtherapie, Hydro- und Balneotherapie, Inhalationstherapie
400
funktionsbezogene apparative Messverfahren, zum Beispiel Muskelfunktionsanalyse, Stand- und Ganganalyse, Bewegungsanalyse, Algometrie, Thermometrie
500

23. Psychiatrie und Psychotherapie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

24. Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

25. Radiologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ultraschalluntersuchungen, einschließlich Doppler- und Duplex-Sonographien, an allen Organen und Organsystemen
1000
radiologische Diagnostik einschließlich Computertomographie, zum Beispiel
an Skelett und Gelenken
3000
am Schädel einschließlich Spezialaufnahmen
500
an der Wirbelsäule
500
an Thorax und Thoraxorganen
3500
an Abdomen und Abdominalorganen
1500
am Urogenitaltrakt
500
an der Mamma (alle Verfahren)
2000
an Gefäßen
300
Magnetresonanztomographien, zum Beispiel an Hirn, Rückenmark, Nerven, Skelett, Gelenken, Weichteilen einschließlich der Mamma, Thorax, Abdomen, Becken, Gefäßen
3000
interventionelle und minimal-invasive radiologische Verfahren, davon
250
Gefäßpunktionen, -zugänge und -katheterisierungen
BK
rekanalisierende Verfahren, zum Beispiel PTA, Lyse, Fragmentation, Stent
25
perkutane Einbringungen von Implantaten
10
gefäßverschließende Verfahren, zum Beispiel Embolisation, Sklerosierung
25
Punktionsverfahren zur Gewinnung von Gewebe und Flüssigkeiten sowie Drainagen von pathologischen Flüssigkeitsansammlungen
50
perkutane Therapien bei Schmerzzuständen und Tumoren sowie ablative und gewebestabilisierende Verfahren
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

25.1 Schwerpunkt Kinderradiologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ultraschalluntersuchungen einschließlich Doppler- und Duplex-Sonographien an den Organen und Organsystemen beim Kind
1000
radiologische Diagnostiken einschließlich Computertomographie beim Kind, davon
500
am wachsenden Skelett
am Schädel einschließlich Teilaufnahmen
an der Wirbelsäule, am Becken, an den Extremitäten
radiologische Diagnostik einschließlich Computertomographie beim Kind, davon
an Thorax und Thoraxorganen
1000
am Abdomen einschließlich Magen-Darm-Trakt
100
am Urogenitaltrakt
100
Magnetresonanztomographien und Spektroskopien beim Kind, zum Beispiel an Hirn, Rückenmark, Skelett, Gelenken, Weichteilen, Thorax, Abdomen, Becken, Gefäßen
400
Mitwirkung bei interventionellen und minimal-invasiven radiologischen Verfahren beim Kind
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

25.2 Schwerpunkt Neuroradiologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Ultraschalluntersuchungen einschließlich Doppler- und Duplex-Sonographien der extrakraniellen hirnversorgenden und intrakraniellen Gefäße
200
Röntgennativdiagnostiken
400
diagnostische und funktionelle Computertomographie
an Gehirn und Liquorräumen
500
an Schädelbasis und Hals
500
an Wirbelsäule und Rückenmark
500
am muskuloskelettalen System
200
diagnostische Angiographien der hirnversorgenden und spinalen Gefäße, davon
400
Katheterangiographien
100
Myelographien
50
diagnostische, dynamische, funktionelle und spektroskopische Magnetresonanztomograhie einschließlich
an Gehirn und Liquorräumen
500
an Schädel und Hals
500
an Wirbelsäule und Rückenmark
500
am muskuloskelettalen System
300
Interventionelle neuroradiologische Verfahren, davon
rekanalisierende Eingriffe (Lyse, PTA, Stent)
25
gefäßverschließende Eingriffe (Embolisation, Coiling)
10
perkutane Therapien oder Biopsien bei Gefäßmissbildugen, Tumoren oder Schmerzzuständen
10

26. Rechtsmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Beschreibungen und Bewertungen von Leichenschaubefunden
400
Befunddokumentationen und -beurteilungen von Tat- und Fundorten
25
gerichtliche Obduktionen mit Begutachtung des Zusammenhangs zwischen morphologischem Befund und Geschehensablauf
300
histologische Untersuchungen
2000
Beurteilungen von Spurenbildern und Spurenasservierung
10
mündliche und schriftliche Gutachten für das Gericht
200
forensisch-osteologische bzw. -odontologische Expertisen
25

27. Strahlentherapie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Anwendungen bildgebender Verfahren zur Therapieplanung, zum Beispiel Röntgensimulator, Computertomographie, Ultraschalluntersuchungen
500
Erstellungen strahlentherapeutischer Behandlungspläne auch unter Einbeziehung von Kombinationstherapien und interdisziplinärer Behandlungskonzepte
500
externe Strahlentherapien (Teilchenbeschleuniger, radioaktive Quellen, Röntgentherapie) einschließlich mit Linearbeschleunigern
500
Brachytherapien einschließlich bei Tumoren des weiblichen Genitale
100
Bestrahlungsplanungen mit einem Simulator einschließlich Einbezug von Rechnerplänen und Computertomographie
500
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung
50
abgeschlossene und dokumentierte zytostatische Therapien
zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen des Gebietes einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen
500
Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung
300

28. Transfusionsmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Bearbeitungen der Blutkomponenten, zum Beispiel Separationstechnik, Filtration, Waschen, Kryokonservierung, Bestrahlung mit ionisierenden Strahlen, Einengen, Zusammenfügen und andere Techniken resultierend aus Blutspenden
10 000
klinisch-chemische, hämostaseologische und infektiologische Laboranalytik im Rahmen der Hämotherapie, davon
bei der Herstellung von Blutkomponenten
10 000
bei der Anwendung von Blutkomponenten
10 000
immunhämatologische, zytometrische und molekularbiologische Bestimmungen von Antigenen des Blutes sowie von Allo- und Auto-Antikörpern gegen korpuskuläre Blutbestandteile, davon
Blutgruppenbestimmungen bei Patienten
5000
Blutgruppenbestimmungen bei Spendern
5000
Verträglichkeitsproben
10 000
Transfusionen korpuskulärer, nicht erythrozytärer Blutkomponenten
500
Hämapheresen, davon
50
therapeutische Hämapheresen
10
präparative Hämapheresen einschließlich Stammzellapheresen
10

29. Urologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

urologische Früherkennungsuntersuchungen
500
Ejakulatuntersuchungen
50
kulturelle bakteriologische und mykologische Untersuchung im Nativmaterial (Urin, Prostatasekret, Ejakulat) unter Verwendung eines Trägers mit einem oder mehreren vorgefertigten Nährböden (zum Beispiel Eintauchnährböden)
Keimzahlschätzung
BK
Nachweise antimikrobieller Wirkstoffe mittels Hemmstofftests
25
Ultraschalluntersuchungen der Urogenitalorgane, des Retroperitoneums und Abdomens einschließlich Doppler- und Duplex-Sonographien der Gefäße des Urogenitaltraktes
500
Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich suprapubischer Zystostomie, Harnleiterschienung und Legen von Drainagen sowie der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
200
Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien, enterale und parenterale Ernährung einschließlich Sondentechnik
50
Lokal- und Regionalanästhesien
50
urodynamische Untersuchungen einschließlich Provokationstests und Uroflowmetrie
50
extrakorporale Stoßwellenbehandlungen
100
urologische Eingriffe einschließlich endoskopischer, laparoskopischer, lasertherapeutischer, ultraschallgesteuerter und sonstiger physikalischer Verfahren, davon
250
an Niere, Harnleiter, Retroperitonealraum, zum Beispiel Nephrektomie, Ureteroskopie, Nierenbeckenplastik
50
an Harnblase und Prostata, zum Beispiel Harn-Inkontinenzoperation, Prostataadenomektomie einschließlich transurethraler Prostata- und/oder Blasentumoroperationen
100
am äußeren Genitale und Harnröhre, zum Beispiel Hodenbiopsie, Zirkumzision, Orchidopexie, Varikozelen/ Hydrozelen-Operation, Urethrotomie
100
Mitwirkungen bei operativen Eingriffen höherer Schwierigkeitsgrade, zum Beispiel Radikaloperation bei urologischen Krebserkrankungen
50

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

Abschnitt C Zusatz-Weiterbildungen

1. Ärztliches Qualitätsmanagement

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

2. Akupunktur

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

3. Allergologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Erhebungen und Dokumentationen der speziellen allergologischen Anamnese bei Patienten
300
Kutan- und Epikutantests bei Soforttyp- und Spättyp-Reaktionen bei Patienten
300
Bestimmungen hautsensibilisierender Antikörper vom Soforttyp (IgE) bei Patienten
200
gebietsbezogene Provokationstests, zum Beispiel nasal, bronchial, oral, parenteral bei Patienten
100
zelluläre In-vitro-Testverfahren, zum Beispiel Antigen-abhängige Lymphozytenstimulation, Durchflusszytometrie, Histamin- und Leukotrien-Freisetzung bei Patienten
25
Stichprovokationstestungen zur Therapiekontrolle
BK
Auswertungen von Pollen-, Schimmelpilz- oder Hausstaubproben bei Patienten
25
spezifische Immuntherapien (Hyposensibilisierungen) einschließlich der Erstellung des Behandlungsplans bei Patienten
25
Durchführungen der spezifischen Immuntherapie
BK
besondere Methoden der spezifischen Immuntherapie mit Hymenopterengiften
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

4. Andrologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Dokumentationen über angewandte Verfahren der assistierten Reproduktion im Rahmen interdisziplinärer Indikationsstellung
200
andrologische Beratungen auch onkologischer Patienten einschließlich Kryokonservierung von Spermatozoen und Hodengewebe
25
Dokumentationen von andrologischen Behandlungsfällen einschließlich der Symptomatik des alternden Mannes
100
Behandlungen entzündlicher Erkrankungen des männlichen Genitale
50
Behandlungen der Gynäkomastie
25
Behandlungen von Störungen der Erektion und Ejakulation
50
Ejakulatuntersuchungen einschließlich Spermaaufbereitungsmethoden
100
sonographische Untersuchungen des männlichen Genitale
100
Hodenbiopsien einschließlich Einordnung der Histologie in das Krankheitsbild
10

5. Dermatohistologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Dokumentationen über die Befundung von histologischen Präparaten aus dem Gebiet Haut- und Geschlechtskrankheiten einschließlich Schnellschnittuntersuchungen (Krankheitsfälle)
6000

Betriebs­me­di­zin Siehe Nr. 43

6. Diabetologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

a) für das Gebiet Innere Medi­zin und Allge­mein­me­di­zin

dokumentierte Fälle der Früherkennung, Vorbeugung und Behandlung von diabetischen Komplikationen
200
dokumentierte differenzierte Therapien bei Patienten mit Diabetes, davon
50
dokumentierte Fälle der Beratung und Therapieanpassung bei Diabetikern in Sondersituationen, zum Beispiel beim Sport, bei perioperativen Problemen
25
dokumentierte Fälle der Diabetesbehandlung bei Patientinnen mit Diabetes Typ 1 und Schwangerschaft
10
dokumentierte Fälle der Diabetesbehandlung in der Gravidität
10
dokumentierte differenzierte Therapien mit oralen Antidiabetika
100
Dokumentationen von Patienten-adaptierten Ernährungsplänen bei Diabetikern, davon
50
bei Typ 1-Diabetikern
10
dokumentierte differenzierte Therapien mit Insulin bei Patienten, davon
100
bei Typ 1-Diabetikern
50
dokumentierte differenzierte Therapien mit Insulinpumpen bei Patienten
10
dokumentierte differenzierte Therapien mit oralen Antidiabetika
BK
dokumentierte Fälle der Durchführung der Patientenschulung bei Schulungskursen unter Einbezug aller Aspekte der Vorbeugung, Diagnostik und Therapie einschließlich der Schulung zur Hypoglykämie-Wahrnehmung
25

b) für das Gebiet Kinder- und Jugend­me­di­zin

dokumentierte Fälle der Früherkennung, Vorbeugung und Behandlung von diabetischen Komplikationen
25
dokumentierte differenzierte Therapien bei Patienten mit Diabetes, davon
50
dokumentierte Fälle der Beratung und Therapieanpassung bei Diabetikern in Sondersituationen, zum Beispiel beim Sport, bei perioperativen Problemen
25
Dokumentationen von Patienten-adaptierten Ernährungsplänen bei Diabetikern
25
dokumentierte differenzierte Therapie mit Insulin bei Patienten, davon
bei Typ 1-Diabetikern
25
dokumentierte differenzierte Therapien mit Insulinpumpen bei Patienten
BK
dokumentierte differenzierte Therapien mit oralen Antidiabetika
BK
dokumentierte Fälle der Durchführung der Patientenschulung bei Schulungskursen unter Einbezug aller Aspekte der Vorbeugung, Diagnostik und Therapie einschließlich der Schulung zur Hypoglykämie-Wahrnehmung
25

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

7. Flugmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

8. Geriatrie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Therapiemaßnahmen geriatrischer Syndrome, einschließlich Indikationsstellung sowie ggf. Durchführung interventioneller Therapieformen, davon
bei Gebrechlichkeit
50
bei lokomotorischen Problemen und Stürzen
50
bei verzögerter Remobilität/Immobilität
50
bei metabolischer Instabilität einschließlich Delir
50
bei Inkontinenz
50
bei Dekubitus
50
bei kognitiv-neuropsychologischen Störungen einschließlich Depression und Demenz
50
strukturierte (Akut-)Diagnostik einschließlich geriatrische Assessments davon
bei Sturzkrankheit
50
bei Hemiplegiesyndrom
50
bei Hirnleistungsstörung einschließlich Differenzialdiagnostik, Delir, Depression und Demenz
50
bei Inkontinenz
50
bei protrahierter Remobilisation
50
bei Tumorerkrankungen und nicht malignen Begleiterkrankungen
50
bei geriatrietypischen Syndromen und/oder chronischen Schmerzen
50
bei Risikostratefizierung
50
Maßnahmen bei Schmerzsymptomatik, insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittener kognitiver Störung
50
Durchführungen geriatrischer Assessments einschließlich Testung der Hirnleistungsfähigkeit, Untersuchung des Verhaltens und der emotionalen Befindlichkeit mit Hilfe von Schätzskalen
50
Beurteilungen zu Fragen der Pflegeversicherung bzw. des Betreuungsgesetzes
10
Beratungen bezüglich sozialmedizinischer, pflege- und betreuungsrechtlicher Fragestellungen sowie besonderer Aspekte der Heil- und Hilfsmittelverordnung
100
Durchführungen geriatrischer Konsile einschließlich Festlegung eines vorläufigen Therapiezieles
100

9. Gynäkologische Exfoliativ-Zytologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Begutachtungen und Klassifizierungen von Zellausstrichen, davon
5000
bei Zervixkarzinomen und Vorstufen
200

10. Hämostaseologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

11. Handchirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

operative Eingriffe an
Haut und Subkutis, davon
freie Hauttransplantationen
10
gestielte Nah- und Fernlappenplastiken
10
Insellappen und freie Transplantationen mit mikrovaskulärem Anschluss
10
Sehnen, davon
Beuge- und Strecksehnennähte
10
Transplantationen
10
Tenolysen
10
Synovialektomien
10
Sehnenumlagerungen als motorische Ersatzoperation
10
Operationen der Dupuytren’schen Kontraktur
10
Knochen, davon
geschlossene Frakturbehandlungen
10
Osteosynthesen
10
Korrekturosteotomien
10
Behandlungen von Pseudarthrosen
10
Knochentransplantationen
10
Gelenken, davon
Luxationsbehandlungen
10
Nähte der Seitenbänder oder der palmaren Platte
10
sekundäre Bandrekonstruktionen
10
Denervierungen
10
Arthrolysen und Arthroplastiken
10
Synovialektomien
10
Arthrodesen
10
Arthroskopien
10
Nerven, davon
mikrochirurgische Wiederherstellungen
10
Nerventransplantationen
10
Neurolysen
10
an Blutgefäßen, zum Beispiel mikrochirurgische Arterien- und Venennähte und Veneninterponate
25
Lokalbehandlungen einschließlich besonderer Verletzungen, zum Beispiel Brandverletzungen, chemische Verletzungen, Elektrotraumen, Spritzpistolenverletzungen, Kompartmentsyndrome und Volkmann’sche Kontrakturen
10
Nervenkompressionssyndromen einschließlich des Karpaltunnelsyndroms
10
Tumorresektionen, davon
an den Weichteilen
10
am Knochen
10
Eingriffe bei Infektionen
10
Amputationen an der Hand
10
Operationen angeborener Fehlbildungen an Hand und distalem Unterarm
10

12. Homöopathie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

13. Infektiologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

14. Intensivmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Gemein­same Inhalte für die Gebiete Anäs­the­sio­lo­gie, Chir­ur­gie, Innere Medi­zin und Allge­mein­me­di­zin, Kinder- und Jugend­me­di­zin, Neuro­chir­ur­gie und Neuro­lo­gie

Behandlungen und Dokumentationen komplexer intensivmedizinischer Krankheitsfälle
50
Katheterisierungs- und Drainagetechniken einschließlich Lage-Kontrolle
BK
kardio-pulmonale Wiederbelebungen
10
Mess- und Überwachungstechniken
50
atmungsunterstützende Maßnahmen bei nicht intubierten Patienten
25
differenzierte Beatmungstechniken einschließlich Beatmungsentwöhnung bei langzeitbeatmeten Patienten
50
Analgesierungs- und Sedierungsverfahren
50
enterale und parenterale Ernährungen einschließlich Sondentechnik
50
Transfusions- und Blutersatztherapien
50
endotracheale Intubationen im Rahmen der Intensivtherapie
25
differenzierte Therapien mit vasoaktiven Substanzen
50
Evaluationen und Verlaufsbeobachtungen des Krankheitsschweregrades (Scores)
50

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

a) Anäs­the­sio­lo­gie – zusätz­lich zu den oben darge­stell­ten gemein­sa­men Inhal­ten:

perioperative intensivmedizinische Behandlungen
50
Behandlungen intensivmedizinischer Krankheitsbilder in Zusammenarbeit mit den das Grundleiden behandelnden Ärzten
100
intensivmedizinische Überwachungen und Behandlungen nach Traumen
10
differenzierte Diagnostiken und Therapien kardialer und pulmonaler Erkrankungen bei vital bedrohten Patienten
50
Bronchoskopien
25
Anwendungen extrakorporaler Ersatzverfahren bei akutem Organversagen
10
Kardioversionen, Defibrillationen und Elektrostimulationen des Herzens
10
Anlagen passagerer transvenöser Schrittmacher einschließlich radiologischer Kontrolle
10

b) Chir­ur­gie – zusätz­lich zu den oben darge­stell­ten gemein­sa­men Inhal­ten:

intensivmedizinische Behandlungen gebietsbezogener Krankheitsbilder, insbesondere bei oder nach Operationen und Verletzungen
50
differenzierte Diagnostiken und Therapien bei vital bedrohlichen chirurgischen Erkrankungen
100
Bronchoskopien
25
Anwendungen extrakorporaler Ersatzverfahren bei akutem Organversagen
10
Kardioversionen, Defibrillationen und Elektrostimulationen des Herzens
10
Anlagen passagerer transvenöser Schrittmacher einschließlich radiologischer Kontrolle
10

c) Innere Medi­zin und Allge­mein­me­di­zin – zusätz­lich zu den oben darge­stell­ten gemein­sa­men Inhal­ten:

intensivmedizinische Behandlungen gebietsbezogener Krankheitsbilder
50
differenzierte Diagnostiken und Therapien bei vital bedrohlichen internistischen Erkrankungen
100
differenzierte Elektrotherapien des Herzens und spezielle Pharmakotherapien der akut vital bedrohlichen Herz-Rhythmusstörungen
50
differenzierte Einsätze von extrakorporalen Nierenersatzverfahren
25
Bronchoskopien
25
Anwendungen extrakorporaler Ersatzverfahren bei akutem Organversagen
10
Kardioversionen, Defibrillationen und Elektrostimulationen des Herzens
10
Anlagen passagerer transvenöser Schrittmacher einschließlich radiologischer Kontrollen
10

d) Kinder- und Jugend­me­di­zin – zusätz­lich zu den oben darge­stell­ten gemein­sa­men Inhal­ten:

intensivmedizinische Behandlungen gebietsbezogener Krankheitsbilder
50
prä- und postoperative Intensivbehandlungen von Kindern und Jugendlichen
100
Erstversorgungen von vital gefährdeten Früh- und Neugeborenen
50
Transportbegleitungen kritisch kranker Kinder
10
Bronchoskopien
BK
Anwendungen extrakorporaler Ersatzverfahren bei akutem Organversagen
BK
Kardioversionen, Defibrillationen und Elektrostimulationen des Herzens
BK
Anlagen passagerer transvenöser Schrittmacher einschließlich radiologischer Kontrolle
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

e) Neuro­chir­ur­gie – zusätz­lich zu den oben darge­stell­ten gemein­sa­men Inhal­ten:

intensivmedizinische Behandlungen bei oder nach neurochirurgischen Operationen und Verletzungen
50
intensivmedizinische Behandlungen bei intrakraniellen und intraspinalen Prozessen
50
intrakranielle Hirndruckmessungen, Überwachungen von intrakraniellem Druck und zerebralem Perfusionsdruck
50
Überwachungen und Bewertungen insbesondere neurophysiologischer Monitoringverfahren
25
Bronchoskopien
25
Anwendungen extrakorporaler Ersatzverfahren bei akutem Organversagen
10
Kardioversionen, Defibrillationen und Elektrostimulationen des Herzens
10
Anlagen passagerer transvenöser Schrittmacher einschließlich radiologischer Kontrolle
10

f) Neuro­lo­gie – zusätz­lich zu den oben darge­stell­ten gemein­sa­men Inhal­ten:

intensivmedizinische Behandlungen gebietsbezogener Krankheitsbilder einschließlich lebensbedrohlicher entzündlicher, neuromuskulärer, myogener, extrapyramidaler und neuropsychiatrischer Erkrankungen
50
Intensivbehandlungen von raumfordernden intrakraniellen Prozessen und Liquorzirkulationsstörungen
25
Langzeit-Neuromonitorings
25
Bronchoskopien
25
Anwendungen extrakorporaler Ersatzverfahren bei akutem Organversagen
10
Kardioversionen, Defibrillationen und Elektrostimulationen des Herzens
10
Anlagen passagerer transvenöser Schrittmacher einschließlich radiologischer Kontrolle
10

15. Kinder-Gastroenterologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Endoskopien des oberen Verdauungstraktes einschließlich interventioneller Verfahren wie Fremdkörperextraktion, Ösophagusdilatation, blutstillende Maßnahmen in Ösophagus und Magen, davon
100
im Vorschulalter
25
Endoskopien des unteren Verdauungstraktes einschließlich interventioneller Verfahren
50
Leberbiopsien
BK
Sonographien des Verdauungstraktes einschließlich Doppler- und Duplex-Sonographien der Gefäße des Verdauungstraktes
100
Funktionsprüfungen, davon
pH-Metrien
25
Atemtests
25

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

16. Kinder-Orthopädie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Sonographien im Wachstumsalter, davon
250
an der Säuglingshüfte
100
konservative Behandlungen, davon
am Hüftgelenk, davon
100
Dysplasie-Behandlungen
25
an den Füßen, davon
100
Klumpfußbehandlungen
25
an den Kniegelenken
25
an der Wirbelsäule
25
operative Eingriffe, davon
an der Wirbelsäule, davon
bei instrumentellen Deformitäten
10
bei Tumoren oder Infektionen
10
an der oberen Extremität
25
an der unteren Extremität, davon
offene Hüftrepositionen
10
Beckenosteotomien
10
Femurosteotomien
10
Osteosyntheseverfahren bei Gelenkersatzoperationen, Frakturen, Knochenverlängerungen, Tumoren
10
Korrektureingriffe bei Fußdeformitäten
10
orthopädische Rehabilitations- und Behandlungsverfahren bei neuroorthopädischen Erkrankungen im Kindesalter
10
Planungen, Durchführungen und Überwachungen bei der Anpassung von orthopädischen Hilfsmitteln, Orthesen und Prothesen
10

17. Kinder-Rheumatologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Dokumentationen über die Erkennung, konservative Behandlung und Rehabilitation rheumatischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen
100
Langzeitbetreuungen von Kindern und Jugendlichen mit rheumatischen Erkrankungen
50
Sonographien des Bewegungsapparates einschließlich Arthrosonographie, davon
100
bei entzündlichen Gelenkerkrankungen
50
Gelenkpunktionen und intraartikuläre Injektionen
25

18. Labordiagnostik

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

19. Magnetresonanztomographie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

gebietsbezogene Magnetresonanztomographien
Durchführung und Befundung
unter Anwendung von Arznei- und Kontrastmittel

MRT für die Fach­arzt­kom­pe­tenz Innere Medi­zin und Schwer­punkt Kardio­lo­gie:

gebietsbezogene Magnetresonanztomographien
1000
Durchführung und Befundung
unter Anwendung von Arznei- und Kontrastmittel

MRT für die Fach­arzt­kom­pe­tenz Ortho­pä­die und Unfall­chir­ur­gie:

gebietsbezogene Magnetresonanztomographien
1000
Durchführung und Befundung
unter Anwednung von Arznei- und Kontrastmittel

20. Manuelle Medizin/Chirotherapie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

21. Medikamentöse Tumortherapie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen des Gebietes einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen
500
Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung
300

22. Medizinische Informatik

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

23. Naturheilverfahren

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

naturheilkundliche Behandlungen, davon
balneo-, klimatherapeutische und verwandte Maßnahmen
100
bewegungs-, atem- und entspannungstherapeutische Maßnahmen
100
Massagebehandlungen und reflexzonentherapeutische Maßnahmen einschließlich manueller Diagnostik
100
Phytotherapien und Anwendung weiterer Medikamente aus Naturstoffen
100
physikalische Maßnahmen einschließlich Elektro- und Ultraschalltherapie
100
ausleitende und umstimmende Verfahren
100
den Grundlagen der Ernährungsmedizin und Fastentherapie
BK
der Ordnungstherapien und Grundlagen der Chronobiologie
BK
Heilungshindernissen und Grundlagen der Neuraltherapie
BK

Basis­kennt­nisse (BK) bedeu­tet, dass der Erwerb von Kennt­nis­sen und Erfah­run­gen gefor­dert ist, ohne dass hier­für eine fest­ge­legte Mindest­zahl nach­ge­wie­sen werden muss.

24. Notfallmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Einsätze im Notarztwagen oder Rettungshubschrauber
50

25. Orthopädische Rheumatologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

rheumaorthopädische Operationen an den Weichteilen, der Wirbelsäule und den Gelenken, davon
Synovektomien an den großen Gelenken
25
Synovektomien an den kleinen Gelenken
50
Tendosynovektomien
25
Arthrodesen
10
Gelenkersatzoperationen
25
Resektionsarthroplastiken
25
Sehnenverlagerungen, -rekonstruktionen und -transplantationen
10
Neurolysen und Verlagerungen von peripheren Nerven
10
Weichteileingriffe, zum Beispiel Bursektomien, Entfernungen von Rheumaknoten, Probeexzisionen (auch arthroskopisch)
25
rekonstruktive Eingriffe an der Hand
25
rekonstruktive Eingriffe am Fuß
25
konservative Maßnahmen, davon
Überwachungen und Anleitungen von Ergotherapien
50
Hilfsmittelversorgungen
50

26. Palliativmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

dokumentierte Nachweise der Versorgung von Palliativpatienten
25

27. Phlebologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Behandlungen von thrombotischen Erkrankungen der Venen, der Extremitäten einschließlich der Antikoagulation
100
Untersuchung und Befundung von Patienten mit
Lymphödemen der Extremitäten
100
Erkrankungen im Endstrombereich
50
Doppler- und Duplex-Sonographien des Venensystems
200
Durchführungen und Befundungen von Untersuchungen mit der Photoplethysmographie, der Phlebodynamometrie und der Venenverschlussplethysmograhie
100
Sklerosierungstherapien
100
Behandlungen der chronischen Veneninsuffizienz und ihrer Komplikationen einschließlich des Ulcus cruris
300
Kompressionstherapien, davon
Kompressionswechselverbände
100
Kompressionsdauerverbände
25
apparative intermittierende Kompressionsbehandlungen
100
spezielle lymphologische Kompressionsverbände
100
Verordnung medizinischer Kompressionsstrümpfe mit nachfolgender Wirkungskontrolle bei
venösen Erkrankungen
100
Lymphödemen unter Berücksichtigung der speziellen lymphologischen Kompressionsbestrumpfung
100
Eingriffe am epifaszialen Venensystem der unteren Extremitäten, zum Beispiel Krossektomie, Phlebektomie, Varikotomie
50

28. Physikalische Therapie und Balneologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

29. Plastische Operationen

Gemein­same Inhalte für die Gebiete Hals-Nasen-Ohren­heil­kunde und Mund-Kiefer- und Gesichtschir­ur­gie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

a) Hals-Nasen-Ohren­heil­kunde

operative Eingriffe in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, davon
200
Korrekturen von Fehlbildungen und Fehlleistungen an der äußeren Nase (Rhinoplastik), an der Ohrmuschel (Otoplastik), den übrigen Formen der Fehlbildungen der Nase, der Ohrmuschel, des Gesichts und der Haut (Zysten, Fisteln, Naevi) einschließlich osseointegrierter Systeme
50
Versorgungen von Verletzungen und Entzündungen sowie deren Folgen des Gesichts, des Ohres, der Mundhöhle, der Nase einschließlich der Rekonstruktion der Nasennebenhöhlen, der Rhino- und der Otobasis einschließlich Duraplastik, des Halses, Pharynx und der Trachea
50
Wiederherstellungen und Korrekturen nach Traumen und Tumoroperationen, einfache Lappenplastiken (zum Beispiel Transpositions-, Verschiebe- oder Insellappen), schwierige Lappenplastiken (zum Beispiel myokutane Lappen, große gestielte Lappen, Rundstiellappen) auch unter Verwendung artefizieller Hautdehnungsverfahren (Gewebeexpander), freie Haut- und Gewebetransplantationen (davon fünf composite grafts), Entnahme von Knorpel und von knöchernen Transplantaten
50
Operationen an peripheren Gefäßen und Nerven mikrovaskulärer Gewebetransfer (zum Beispiel gestielter Unterarmlappen), mikrochirurgische Nervenkonstruktionen
10
ästhetische Gesichtschirurgien einschließlich Narbenkorrekturen, Z- und W-Plastiken und Konturverbesserungen
10

b) Mund-Kiefer- und Gesichtschir­ur­gie

operative Eingriffe in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, davon
200
plastische dentoalveoläre Operationen
10
wiederherstellende Operationen nach Infektionen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich
10
wiederherstellende Operationen nach umfangreichen Verletzungen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich
25
Operationen der Fehlbildungschirurgie, zum Beispiel bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, kraniofazialen Anomalien
25
funktionelle und rekonstruktive Kiefergelenk-Operationen, zum Beispiel bei Dysgnathien, Dysostosen
25
präprothetische Chirurgien mit und ohne enossale Implantate
10
Wiederherstellungen von Form und Funktionen bei ausgedehnten Tumorresektionen
25
Operationen an peripheren Nerven und Gefäßen sowie mikrochirurgische Wiederherstellung von Gefäßen und Nerven
10
ästhetische Gesichtschirurgien einschließlich Narbenkorrekturen und Konturverbesserung
25

30. Proktologie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Hierzu sind mindes­tens folgende Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den nach­zu­wei­sen.

konservative und operative Fissurbehandlungen
25
Exzisionen von kleineren peri- und intraanalen Geschwülsten, zum Beispiel Thrombosen, Marisken, hypertrophen Analpapillen
25
Behandlungen von Hämorrhoidalleiden, zum Beispiel Verödung, Gummibandligaturen
100
Aufsuchungen und Sondierungen von Analfisteln und Krypten einschließlich Fadendrainagen
25
Mitwirkungen bei der operativen Therapie eines Sinus pilonidalis, der Acne inversa und des Analabszesses
25
Diagnostiken und Therapien der anorektalen Geschlechtskrankheiten und analer Dermatosen
50
Versorgungen und Beratungen von Stomaträgern
10
Nachsorgen bei malignen Tumoren
25
Spekulumuntersuchungen des Analkanals
25
Proktoskopien
100
funktions- und morphologische Diagnostiken der analen Schließmuskulatur, zum Beispiel Manometrie, Endosonographie
25
Lokal- oder Regionalanästhesien
25

31. Psychoanalyse

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

32. Psychotherapie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

33. Rehabilitationswesen

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

34. Röntgendiagnostik

Die Weiter­bil­dung in der Rönt­gen­dia­gno­s­tik erfolgt jeweils an einem der fünf nach­fol­gen­den Organ­sys­teme:

34.1. Röntgendiagnostik Skelett

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

gebietsbezogene Projektionsradiographie des Skeletts

34.2. Röntgendiagnostik Thorax

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Projektionsradiographie des Thorax

34.3. Röntgendiagnostik Verdauungstrakt und Gallenwege

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Projektionsradiographie des Verdauungstraktes und der Gallenwege

34.4. Röntgendiagnostik Harntrakt

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Projektionsradiographie des Harntraktes

34.5. Röntgendiagnostik der Mamma

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Projektionsradiographie der Mamma

35. Schlafmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Dokumentationen abgeschlossener Behandlungsfälle, davon
100
schlafbezogene Atmungsstörungen einschließlich nasaler ventilationstherapeutischer Maßnahmen mit Titrationen des Beatmungsdruckes und kardiorespiratorischer Polysomnographie
25
Dyssomnien
10
Parasomnien
10
Behandlungen von Schlafstörungen bei körperlichen und psychiatrischen Erkrankungen
10
Erfassungen tageszeitlicher Schwankungen physiologischer und psychologischer Funktionen einschließlich Dokumentation, Auswertung und Beurteilung von Schlafprotokollen und standardisierten Schlaffragebögen
50
ambulante Screeninguntersuchungen bei schlafbezogenen Atmungsstörungen einschließlich ausgewerteter Untersuchungen mit Behandlungsvorschlag
50
kardiorespiratorische Polysomnographien einschließlich Auswertung
200
videometrische Polysomnographien einschließlich Auswertung
25
Messungen und Auswertungen von Vigilanzstörungen, Tagesmüdigkeit und Tagesschläfrigkeit mittels psychologischer, computergestützter und polysomnographischer Test- und Untersuchungsverfahren einschließlich MSLT (Multiple sleep latency test) oder MWT
25

36. Sozialmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

37. Spezielle Orthopädische Chirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Operative Eingriffe bei schweren Erkrankungen und Deformitäten der Stütz- und Bewegungsorgane, davon
an der Wirbelsäule, davon
Bandscheibenvorfälle, enger Spinalkanal
10
dorsale Eingriffe mit und ohne Fusion
10
venterale Eingriffe mit und ohne Fusion
10
an Schulter/Oberarm/Ellbogen, davon
arthroskopische Operationen
25
offene Eingriffe einschließlich Gelenkersatz
25
an Unterarm/Hand, davon
Weichteileingriffe
25
knöcherne Eingriffe
25
am Becken (knöcherne Eingriffe)
10
am Hüftgelenk, davon
Weichteileingriffe
10
primäre Endoprothesenimplantationen bei Koxarthrose
50
Endoprothesenwechsel
10
am Oberschenkel (knöcherne Eingriffe), zum Beispiel Korrekturosteotomien
10
am Kniegelenk, davon
Weichteileingriffe einschließlich arthroskopische Operationen
25
Bandplastiken, Knorpelersatzoperationen
10
primäre Endoprothesenimplantationen
25
Endoprothesenwechsel
10
am Unterschenkel, davon
Weichteileingriffe
10
Osteotomien
10
am Sprunggelenk, davon
Weichteileingriffe einschließlich arthroskopische Operationen
10
Endoprothesen und Arthrodesen
10
am Fuß, davon
Sehnenverlängerungen und -verlagerungen
10
Korrekturosteomien
25
Arthrodesen
10
Korrekturen bei komplexen Deformitäten
10
plastisch-rekonstruktive Eingriffe einschließlich Amputationen
10
Eingriffe bei Knochen- und Weichteiltumoren
10
Eingriffe an Gefäßen und Nerven einschließlich mikrochirurgischer Techniken
10
Eingriffe bei Infektionen an Weichteilen, Knochen und Gelenken
25

38. Spezielle Schmerztherapie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

spezifische Pharmakotherapien
100
multimodale Therapien in interdisziplinärer Zusammenarbeit
50
diagnostische und therapeutische Lokal- und Leitungsanästhesien
25
Stimulationstechniken, zum Beispiel transkutane elektrische Nervenstimulation
25
spezifische Verfahren der manuellen Diagnostik und physikalischen Therapie
25

für Gebiete mit konser­va­ti­ven Weiter­bil­dungs­in­hal­ten zusätz­lich:

Entzugsbehandlungen bei Medikamentenabhängigkeit
25

für Gebiete mit opera­ti­ven Weiter­bil­dungs­in­hal­ten zusätz­lich:

Denervationsverfahren und/oder augmentative Verfahren, zum Beispiel Neurolyse, zentrale Stimulation
25

für Gebiete mit konser­va­tiv-inter­ven­tio­nel­len Weiter­bil­dungs­in­hal­ten zusätz­lich:

interventionelle Verfahren, zum Beispiel plexus- und rückenmarksnahe Verfahren, Spinal Cord Stimulationen, davon
50
Sympathikusblockaden
10

39. Spezielle Unfallchirurgie

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

operative Eingriffe bei schweren Verletzungen und Verletzungsfolgen, davon
Notfalleingriffe in Körperhöhlen einschließlich Trepanationen, Thorakotomien, Laparotomien
25
an der Wirbelsäule, davon
bei Frakturen, Luxationen mit und ohne neurologischem Defizit
10
dorsale und ventrale Dekompressionen, Korrektur, Stabilisierung
10
an Schulter/Oberarm/Ellbogen, davon
Weichteileingriffe und arthroskopische Operationen
25
Knochen und Gelenkeingriffe bei Frakturen, Luxationen und Verletzungsfolgen
25
an Unterarm/Handgelenken/Hand, davon
Eingriffe zur Wiederherstellung der Sehnenkontinuität
10
Versorgungen multistruktureller Verletzungen und Folgezuständen, auch unter Anwendung mikrochirurgischer Verfahren
10
Knochen- und Gelenkeingriffe bei Frakturen, Luxationen und Verletzungsfolgen
25
am Becken, davon
innere/äußere Beckenringfrakturen
10
Azetabulumfrakturen
10
am Hüftgelenk, davon
Osteosynthesen oder Endoprothesen bei Frakturen und Verletzungsfolgen
25
am Oberschenkel, davon
Osteosynthesen bei Frakturen und Verletzungsfolgen
25
am Kniegelenk, davon
Weichteileingriffe und arthroskopische Operationen
25
Bandplastiken
10
Knochen- und Gelenkeingriffe bei Frakturen einschließlich Endoprothesen und Osteotomien bei posttraumatischen Fehlstellungen
25
am Unterschenkel, davon
Weichteileingriffe einschließlich gestielten Muskellappen
10
Eingriffe am Knochen bei Frakturen und Verletzungsfolgen
25
am Sprunggelenk, davon
Weichteileingriffe einschließlich arthroskopische Operationen
10
Knochen- und Gelenkeingriffe bei Frakturen, Luxationen, Verletzungsfolgen
25
am Fuß, davon
Weichteileingriffe nach Verletzungen
10
Knochen- und Gelenkeingriffe bei Frakturen, Luxationen, Verletzungsfolgen
25
plastisch rekonstruktive Eingriffe zur primären oder sekundären Versorgung ausgedehnter Weichteilverletzungen und deren Folgen einschließlich Amputationen
25
Versorgungen pathologischer Frakturen
10
Eingriffe an Gefäßen und Nerven einschließlich mikrochirurgischer Techniken
10
Eingriffe bei Infektionen an Weichteilen, Knochen und Gelenken
25
Behandlungen von thermischen und chemischen Schädigungen
10
Schwerverletztenbehandlung (Organisation, Durchführung und Überwachung), davon
bei Polytrauma (ISS > 16), auch auf der Intensivstation
50
Behandlungen im Verletzungsartenverfahren einschließlich Dokumentation
25

40. Sportmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

41. Suchtmedizinische Grundversorgung

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

42. Tropenmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten
Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

medizinische Beratungen vor Reisen und Auslandseinsätzen einschließlich Prophylaxemaßnahmen und Impfungen
300
mikroskopische Nachweise von Protozoen, Würmern und anderen Parasiten
100

43. Betriebsmedizin

Erwerb der in der Weiter­bil­dungs­ord­nung für diese Kompe­tenz aufge­führ­ten Weiter­bil­dungs­in­halte.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Richtzahl

Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den sind mindes­tens in folgen­dem Umfang nach­zu­wei­sen:

Selbständige Durchführung, Befundung und Bewertung von insgesamt 50 speziellen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen nach relevanten Rechtsvorschriften
Selbständige Durchführung, Befundung und Bewertung von 25 allgemeinen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen bezogen auf besondere Belastungen oder Risikogruppen
spezielle Untersuchungsverfahren aus der Betriebsmedizin, dazu gehören:
40
Ergometrie
Lungenfunktionsstörung
Gehöruntersuchungen
Sehtestuntersuchungen
Selbständige Indikationsstellung, Probenahme und Beurteilung von 5 Biomonitoring-Untersuchungen aus mindestens 2 verschiedenen Schadstoffgruppen (z.B. Metalle, Lösemittel)
Bewertungen von Messungen unterschiedlicher Arbeitsumgebungsfaktoren/Gefahrstoffen (Lärm, Klimagrößen, Beleuchtung, Gase/Dämpfe, Stäube) inklusive Dokumentation des erarbeiteten Vorwissens, der Meßplanung und der eigenen Bewertung der Messungen
2
protokollierte Betriebsbegehungen aus unterschiedlichen Anlässen in verschiedenen Bereichen
5
Arbeitsplatzbeurteilungen/Tätigkeitsanalysen
10
ausführlich begründete betriebsärztliche Gutachten, davon
5
zur Frage des Vorliegens einer Berufskrankheit
zur Beurteilung von Berufs- oder Erwerbsfähigkeit
zu Maßnahmen nach § 3 BeKV
zu Fragen eines Arbeitsplatzwechsels
zur Eingliederung Behinderter in den Betrieb
Empfehlungen und Beratungen zu technischen, organisatorischen und personenbezogenen Arbeitsschutzmaßnahmen
2
Teilnahmen an Arbeitsschutzausschußsitzungen
2
arbeitsmedizinische Beratungen zum adäquaten Einsatz schutzbedürftiger Personengruppen
10
arbeitshygienische Beratungen
10
Beratungen zur Auswahl geeigneter Körperschutzmittel
5
Beratungen in sozialversicherungsrechtlichen Fragen
5
Schulungen/Unterweisungen zu arbeitsmedizinischen Themen
2
Beratungen betrieblicher Entscheidungsträger zur Organisation des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes
5

München, 30.06.2006

Dr. med. H. Hell­mut Koch
Präsi­dent

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