Für echten Nichtraucherschutz mit "JA" stimmen

Pressemeldung — 28.06.2010

„Wir haben am 4. Juli in Bayern die Möglichkeit, dem Gesundheitsschutz Vorrang zu geben“, sagt Dr. H. Hellmut Koch, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) und fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf, beim Volksentscheid für echten Nichtraucherschutz mit JA zu stimmen“. Die BLÄK, die Vertretung aller bayerischen Ärztinnen und Ärzte, erwartet einen knappen Ausgang des Volksentscheides, denn eine Mehrheit für den Gesetzentwurf werde es nur geben, wenn, die Befürworter des Nichtraucherschutzes am 4. Juli tatsächlich mobilisiert werden können. Aber bei 76 Prozent Nichtrauchern in Bayern und angesichts der über 1,3 Millionen Unterstützer des vorgeschalteten Volksbegehrens sieht Dr. Max Kaplan, Vizepräsident der BLÄK, durchaus gute Erfolgsaussichten.
Der 68. Bayerische Ärztetag in Regensburg forderte im April 2010 alle Stimmberechtigten in Bayern auf, sich am Volksentscheid zu beteiligen und mit Ja zu stimmen. Die BLÄK ist Partner des Aktionsbündnisses „Volksentscheid Nichtraucherschutz“. Mit dem Volksbegehren soll ein umfassender Nichtraucherschutz in Bayern erreicht werden. In vielen Kneipen, Gaststätten, Diskotheken und Lokalen in Bayern werde nach wie vor geraucht. In Diskotheken werde den Jugendlichen und jungen Erwachsenen allabendlich vorgeführt, wie „cool“ es sei, zur Zigarette zu greifen. Der drohende Verlust ihrer zukünftigen Kunden ist einer der Hauptgründe, warum die Tabakbranche mit allen Mitteln das Volksbegehren für einen konsequenten Nichtraucherschutz bekämpfe. Klar müsste allen sein, dass es nicht lediglich um Freiheit oder Liberalität gehe, wie die Slogans suggerieren, sondern um handfeste ökonomische Interessen von Gaststättengewerbe, Brauereiwirtschaft und Tabakindustrie.
„Aber es gibt keine Alternative zu einem konsequenten Nichtraucherschutz“, betonte Dr. Max Kaplan, „da 80 bis 90 Prozent der Todesfälle nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg durch Lungenkrebs auf das Rauchen zurückzuführen sind, könnte dieser Krebs durch Tabakabstinenz weitgehend vermieden werden“. Besonders müsse betont werden, dass jedes Jahr in Deutschland über 3000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens sterben.
Wie erwartet, hat der Bayerische Landtag mit der Mehrheit von CSU und FDP den Gesetzentwurf für einen „echten Nichtraucherschutz“ abgelehnt. Damit müssen am 4. Juli die Bürger selbst entscheiden, ob Kneipen, Gaststätten und Festzelte in Bayern konsequent rauchfrei werden.

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