Qualität der Weiterbildung im Fokus

Pressemeldung — 10.05.2017

„Nicht erst seit dem Projekt ‚EVA‘ im Jahr 2009 beschäftigen sich die Landesärztekammern (LÄK) in Deutschland mit der Qualität der ärztlichen Weiterbildung, denn eine ‚gute‘ Weiterbildung wird als das Element der Strukturqualität ärztlichen Handelns verstanden, neben der Prozess- und Ergebnisqualität“, beginnt Dr. Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) seinen Leitartikel in der Mai-Ausgabe des Bayerischen Ärzteblattes.

Gemäß ihrem Aufgabenzuschnitt ist die BLÄK eine Körperschaft, die gleichzeitig Ordnungs-, Interessenvertretungs- und Serviceaufgaben zu bewältigen hat, insbesondere in Weiterbildungsangelegenheiten. Service bedeute, konkrete Erleichterungen bei der Erfüllung ihrer Kernaufgaben für die Mitglieder zu schaffen. Hier habe sich in den vergangenen Jahren in der BLÄK einiges getan, auch was die Sicherstellung der Weiterbildung betrifft: „Wir haben die telefonische Erreichbarkeit optimiert, die Weiterbildungsanträge können online gestellt werden – schon fünf Monate vor Beendigung der Mindestweiterbildungszeit – und der Umfang der Befugnis der Weiterbilder sowie weitere Formulare und Listen, stehen internetgestützt zur Verfügung. Im Informationszentrum (IZ) der BLÄK werden die eingehenden Anträge formal auf ihre Vollständigkeit gesichtet, was zur Beschleunigung der Antragsbearbeitung wesentlich beiträgt, liegt doch die maximale Bearbeitungszeit eines Antrags auf Erwerb einer Qualifikation heute durchschnittlich bei drei bis sechs Wochen, vorausgesetzt die Unterlagen liegen vollständig vor“, schreibt Kaplan. Doch hier liege häufig das Problem, denn die Nachreichung der angeforderten Unterlagen gestalte sich oft langwierig.

„Wieviel Regulierung in der Weiterbildung im Sinne der Qualität müssen wir unserem Berufsstand abverlangen, um Eingriffen von Dritten zuvorzukommen? Wieviel Struktur und Inhalte in der Weiterbildung müssen wir sicherstellen ohne dabei als allzu bürokratisch wahrgenommen zu werden?“, fragt Präsident Kaplan. Dabei sei unsere (die der BLÄK) Vorgehensweise, die Gewährleistung einer qualifizierten Weiterbildung im Rahmen der Berufsausübung mit einem abschließenden kollegialen Fachgespräch, Kaplans Erachtens, einer kostspieligen und mehrstufigen Prüfung zum Erwerb der Facharztqualifikation eindeutig vorzuziehen. „Wir alle – Weiterbildungsassistenten, Weiterbilder und wir als Landesärztekammer – sind gefordert, wir alle müssen liefern, letztendlich für den Erhalt einer hochwertigen Patientenversorgung“, so Bayerns Ärzte-Chef wörtlich.

Mehr zu „Qualität der Weiterbildung im Fokus“ lesen Sie in der Mai-Ausgabe 2017 des Bayerischen Ärzteblattes.

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