Eine Uniklinik für Niederbayern ist eine hervorragende Idee

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Pressemeldung — 18.12.2018

„Eine Unikli­nik für Nieder­bay­ern ist eine hervor­ra­gende Idee“, sagt Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer (BLÄK). Vehe­ment wider­spricht der Präsi­dent jedoch jüngs­ten Medi­en­be­rich­ten, die die künf­ti­gen Studi­en­plätze am Campus Metten der öster­rei­chi­schen priva­ten wissen­schaft­li­chen Hoch­schule Krems, die Bache­lor­stu­dien­gänge für Ange­wandte Gesund­heits­wis­sen­schaf­ten an der Tech­ni­schen Hoch­schule Deggen­dorf (THD), die Bache­lor- und Master­stu­dien­gänge am Euro­pean Campus in Pfarr­kir­chen oder die Hebam­men­stu­di­en­plätze an baye­ri­schen Hoch­schu­len dazu­rech­nen. Der Campus Metten sei mit einem univer­si­tä­ren Medi­zin­stu­dium nicht vergleich­bar und die Gesund­heits­wis­sen­schaf­ten an der THD hätten mit der Ausbil­dung zum Arzt nichts zu tun. „Man kann die hier genann­ten Zahlen an Ausbil­dungs­stät­ten für medi­zi­ni­sche Berufe nicht einfach hoch­rech­nen, wenn man auch die Hebam­men­plätze hinzu­zählt“, so Quit­te­rer.
Die Aussage in der Koali­ti­ons­ver­ein­ba­rung zwischen CSU und FREIE WÄHLER laute: „Wir werden die Medi­zi­ne­r­aus­bil­dung durch die Umset­zung des Master­plans Medi­zin­stu­dium 2020 an die aktu­el­len Erfor­der­nisse anpas­sen. Wir erhö­hen die Zahl der Studi­en­plätze um über 2.000 Plätze.“
Quit­te­rer: „Ich begrüße die in einem gemein­sa­men Antrag von SPD und FDP formu­lierte Forde­rung nach einer Medi­zi­ni­schen Fakul­tät in Passau.“ Zu über­le­gen ist, in welcher Form das gesche­hen kann – ob per Koope­ra­tion mit einer ande­ren, bereits exis­ten­ten Univer­si­tät (z. B. Erlan­gen/Bayreuth) oder einer eige­nen Medi­zi­ni­schen Fakul­tät an einer Univer­si­tät (bspw. Augs­burg). Für die ärzt­li­che Ausbil­dung rekla­miert Quit­te­rer wieder­holt eine akade­misch-univer­si­täre Ausbil­dung. „Wir stehen vor einem drama­ti­schen Problem der gesun­ke­nen Studi­en­platz­zah­len (seit der deut­schen Wieder­ver­ei­ni­gung) bei einem zeit­glei­chen Wandel des Arzt­be­ru­fes ange­sichts der demo­gra­fi­schen Entwick­lung sowie neuer Arbeits­bio­gra­fien“, so der Präsi­dent. Es obliege dem Staat, Univer­si­tä­ten mit Medi­zi­ni­schen Fakul­tä­ten in ausrei­chen­der Anzahl bereit­zu­stel­len und zu finan­zie­ren. Dies sei sein Bildungs­auf­trag und Teil seiner Daseins­vor­sorge. „Wir benö­ti­gen eine univer­si­täre Medi­zi­ne­r­aus­bil­dung, weil wir in einem globa­len Wett­be­werb auf mehr und nicht weni­ger wissen­schaft­lich orien­tier­ten Inhalt und Fähig­keit zum Umgang mit sich über­la­gern­den Themen setzen müssen“, so Bayerns Ärzte­chef abschlie­ßend.

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