78. Bayerischer Ärztetag – Weiterbildung

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Pressemeldung — 14.10.2019

78. Baye­ri­scher Ärzte­tag (BÄT) – Weiter­bil­dung
Allge­mein­me­di­zin, Zusatz­be­zeich­nun­gen, Fach­arzt­prü­fung

Auch eine Verlän­ge­rung der Über­gangs­be­stim­mun­gen im Gebiet Allge­mein­me­di­zin („Quer­ein­stieg“) haben die Dele­gier­ten auf dem 78. BÄT beschlos­sen. Der Beschluss sieht vor, dass der soge­nannte „Quer­ein­stieg“ in die Allge­mein­me­di­zin noch­mals um drei Jahre verlän­gert wird – bis 31. Mai 2023. Durch einen Beschluss des 71. BÄT von 2012 wurde im Gebiet Allge­mein­me­di­zin eine Über­gangs­be­stim­mung einge­führt, die es Fachärz­ten aus einem Gebiet der unmit­tel­ba­ren Pati­en­ten­ver­sor­gung ermög­licht, bei Erfül­lung der fest­ge­leg­ten zeit­li­chen und inhalt­li­chen Voraus­set­zun­gen zur Prüfung zum Fach­arzt für Allge­mein­me­di­zin zuge­las­sen zu werden. Diese Möglich­keit wird jedes Jahr vermehrt genutzt, wie die Zahlen bele­gen. 2014: 1, 2015: 4, 2016: 28, 2017: 35, 2018: 48, 2019: 47 (Stand: Septem­ber 2019). Damit haben bis heute in Bayern 163 Ärztin­nen und Ärzte den Quer­ein­stieg in die Allge­mein­me­di­zin gewagt. „Auf­grund der großen Inan­spruch­nahme, der hohen gesund­heits­po­li­ti­schen Rele­vanz der haus­ärzt­li­chen Versor­gung und dem stei­gen­den Bedarf an Allge­mein­me­di­zi­nern empfehle ich, diese Fris­ten erneut für einen Zeit­raum von drei Jahren zu verlän­gern“, so der Text.

Die Dele­gier­ten­ver­samm­lung hat ebenso den Weg für die Einfüh­rung von zwei neuen Zusatz-Weiter­bil­dun­gen frei­ge­macht. Die Zusatz-Weiter­bil­dung „Ernäh­rungs­me­di­zin“ umfasst in Ergän­zung zu einer Fach­arzt­kom­pe­tenz die Erken­nung, Behand­lung und Präven­tion ernäh­rungs­ab­hän­gi­ger Erkran­kun­gen sowie von Erkran­kun­gen, die durch ange­bo­rene oder erwor­bene Stoff­wech­sel­stö­run­gen hervor­ge­ru­fen sind. „Kli­ni­sche Akut- und Notfall­me­di­zin“ heißt eine weitere neue Zusatz­be­zeich­nung. Diese umfasst in Ergän­zung zu einer Fach­arzt­kom­pe­tenz die Erst­dia­gno­s­tik und Initi­al­the­ra­pie von Notfall- und Akut­pa­ti­en­ten im Kran­ken­haus sowie die Indi­ka­ti­ons­stel­lung und Koor­di­na­tion der weiter­füh­ren­den fach­s­pe­zi­fi­schen Behand­lung in inter­dis­zi­pli­närer Zusam­men­ar­beit. Der vom BÄT einge­setzte „Tem­po­räre Ausschuss zur Umset­zung der (Muster-)Weiter­bil­dungs­ord­nung“ sah Hand­lungs­be­darf hinsicht­lich einer zeit­na­hen Einfüh­rung der beiden Zusatz-Weiter­bil­dun­gen. „Da diese Zusatz-Weiter­bil­dung bereits in den Kammer­be­rei­chen Berlin und Nieder­sach­sen (Ernäh­rungs­me­di­zin) bzw. Berlin und Rhein­land-Pfalz (Klini­sche Akut- und Notfall­me­di­zin) einge­führt wurden und sich bewährt haben, ist auch die Einfüh­rung in derzeit gelten­des baye­ri­sches Weiter­bil­dungs­recht problem­los möglich“, so der Antrags­text.

Darüber hinaus entschie­den sich die Dele­gier­ten für eine umfäng­li­chere Fach­arzt­prü­fung für Ärztin­nen und Ärzte aus Dritt­staa­ten.

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