Gesundheit ist ein hohes Gut – gerade für uns Ärzte

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Pressemeldung — 11.07.2019

„Ich werde auf meine eigene Gesund­heit, mein Wohl­er­ge­hen und meine Fähig­kei­ten achten, um eine Behand­lung auf höchs­tem Niveau leis­ten zu können“, heißt es in der Dekla­ra­tion von Genf. Mit diesen Sätzen beginnt der Vize­prä­si­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer, Dr. Wolf­gang Rechl, seinen Leit­ar­ti­kel in der Juli/August-Ausgabe des Baye­ri­schen Ärzte­blat­tes und mahnt: „Was wir Ärztin­nen und Ärzte in der Dekla­ra­tion von Genf fest­schrei­ben, droht uns nach und nach abhan­den zu gehen: denn, wir arbei­ten heute zuneh­mend am Limit.“ Gründe seien unter ande­rem die Perso­nal­not, Arbeits­ver­dich­tung und ein höhe­rer Wett­be­werbs­druck. Dies könne zu körper­li­cher aber auch zu einer emotio­na­len Über­be­las­tung von Ärzten führen.

Dies sei mit ein Grund, weshalb das Thema auf dem vergan­ge­nen Deut­schen Ärzte­tag in Müns­ter als Schwer­punkt disku­tiert worden sei. Dort sei deut­lich gewor­den, dass wesent­li­che Voraus­set­zun­gen für gesund­heits­för­der­li­che Arbeits­be­din­gun­gen in den Kran­ken­häu­sern und Arzt­pra­xen die gesetz­li­chen und ökono­mi­schen Rahmen­be­din­gun­gen sind. „Für gesunde Arbeits­be­din­gun­gen müssen die Leis­tun­gen des Gesund­heits­we­sens ausrei­chend finan­ziert sein“, betonte Rechl. So habe der Deut­sche Ärzte­tag an die Arbeit­ge­ber appel­liert, ihrer Verpflich­tung für die Schaf­fung gesund­heits­ge­rech­ter Arbeits­be­din­gun­gen deut­lich stär­ker als bisher nach­zu­kom­men. Das Ärzte­par­la­ment fasste eine ganze Reihe von Beschlüs­sen, um das Thema Arzt­ge­sund­heit in die Öffent­lich­keit zu tragen. Neben der Berück­sich­ti­gung von gesund­heits­ge­rech­ten Arbeits­be­din­gun­gen, der Einhal­tung von Arbeits­schutz­re­geln und der Stär­kung des betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­na­ge­ments, müss­ten sich die zustän­di­gen Behör­den verpflich­tet fühlen, die Einhal­tung des Arbeits­zeit­ge­set­zes im ärzt­li­chen Dienst der Klinik regel­mä­ßig zu über­prü­fen. „Wir müssen unsere Kolle­gin­nen und Kolle­gen auch in Sachen Büro­kra­tie entlas­ten. Das heißt, dass Perso­nal­schlüs­sel so gestal­tet werden müssen, dass jeder­zeit eine pati­en­ten- und aufga­ben­ge­rechte Versor­gung möglich ist“, appel­lierte der BLÄK-Vize.

Mehr zu „Gesund­heit ist ein hohes Gut“ lesen Sie in der Juli/August-Ausgabe 2019 des Baye­ri­schen Ärzte­blat­tes unter www.baye­ri­sches-aerz­te­blatt.de.

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