Ist Wissen Macht?

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Pressemeldung — 03.04.2019

fragt Dr. Gerald Quit­te­rer in seinem Leit­ar­ti­kel der Apri­l­aus­gabe des Baye­ri­schen Ärzte­blat­tes 2019. Wissen sei Voraus­set­zung ärzt­li­chen Handelns. Grund­lage dafür seien sowohl ein univer­si­tä­res Studium, als auch die anschlie­ßende kompe­tenz­ba­sierte Weiter­bil­dung. „Die Digi­ta­li­sie­rung ermög­licht uns, dieses Wissen schnel­ler und umfas­sen­der einset­zen und nutzen zu können. Riesige Daten­men­gen können gespei­chert und aus diesen besten­falls Algo­rith­men entwi­ckelt werden, die für uns Ärzte und unsere Pati­en­ten von Nutzen sein sollen: Bei der Beur­tei­lung bild­ge­ben­der Verfah­ren, bei der Erken­nung selte­ner Erkran­kun­gen, bei der mögli­chen Inter­ak­tion von Medi­ka­men­ten oder perso­na­li­sierte Medi­zin, um nur einige zu nennen. Die Entschei­dung und Verant­wor­tung über die Behand­lung des Pati­en­ten liegt in jedem Fall bei uns Ärzten“, ist Quit­te­rer über­zeugt. Doch wenn diese Algo­rith­men jetzt aber selbst­ler­nende Systeme würden, bestehe die Gefahr, dass Ärzte außen vor seien. Spezi­a­lis­ten der Infor­ma­ti­ons­tech­nik (IT) seien dann die Exper­ten, die dem Algo­rith­mus die Struk­tur, oder, wenn man so will, die „Denk­weise“ vorgä­ben. Der Präsi­dent spricht auch die künst­li­che Intel­li­genz (KI) an: „Natür­lich vermag KI mithilfe komple­xer Analy­se­pro­zesse schnel­ler präzise Entschei­dun­gen zu tref­fen. Doch was fehlt, ist der Raum zwischen Frage­stel­lung und Entschei­dung. Die reflek­tierte Betrach­tung des Problems und eine gemein­same Entschei­dungs­fin­dung mit dem Pati­en­ten.“

Schließ­lich stellt Bayerns Ärzte-Chef die Frage: „Und was wollen Sie, liebe Lese­r­in­nen und Leser? Handelt es sich bei dem Ruf nach KI um den Griff nach der Unsterb­lich­keit des Menschen? „Das habe jeden­falls nichts mit der realen Pati­en­ten­ver­sor­gung zu tun! Ärzte stell­ten im geschütz­ten Raum die vertrau­ens­volle Arzt-Pati­en­ten-Bezie­hung sicher. Ärzte koor­di­nier­ten das Wissen der KI und die Abfolge von Algo­rith­men mit ihrer Erfah­rung und dem indi­vi­du­el­len Bedarf des Pati­en­ten. „Die Arzt-Pati­en­ten-Bezie­hung ist und bleibt deshalb Basis des Gesund­heits­we­sens“, so Quit­te­rer.

Mehr zu „Ist Wissen Macht?“ lesen Sie in der Apri­l­aus­gabe des Baye­ri­schen Ärzte­blat­tes unter www.baye­ri­sches-ärzte­blatt.de.

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