Nicht für eine Impfpflicht

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Pressemeldung — 26.04.2019

„Imp­fun­gen sind ein wirk­sa­mer Schutz vor Erkran­kun­gen und retten jeden Tag vielen hundert­tau­send Menschen welt­weit das Leben“, meldet sich Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer (BLÄK), in der Diskus­sion um die Impf­pflicht zu Wort.

Die aktu­ell disku­tier­ten etwa 200 Fälle von Masern in den ersten zehn Wochen 2019 in Deut­sch­land lägen inner­halb der norma­len lang­jäh­ri­gen Schwan­kungs­breite. „Ich bin nicht für eine Impf­pflicht, denn Pflicht führt zu Ableh­nung“, so der Präsi­dent. „Wie soll die Nicht­ein­hal­tung sank­tio­niert werden?“ fragt Quit­te­rer.

Bei einer Erstimp­fungs­rate von über 97 Prozent in Deut­sch­land sehe er das Problem nicht in einer Über­zeu­gung der bewusst Nicht-Geimpf­ten, sondern eher bei einer Moti­va­tion zur Zwei­t­imp­fung. Dazu solle vermehrt die aktu­ell erwei­terte Gesund­heits­un­ter­su­chung genutzt werden. Zudem könne dies durch ein entspre­chend gestal­te­tes Bonus­pro­gramm der Kran­ken­kas­sen und nicht zuletzt durch ein Aufnah­me­ver­bot von Unge­impf­ten in Kinder­ta­gess­tät­ten erreicht werden.

„Imp­fun­gen sind die gesell­schaft­li­che Verant­wor­tung aller, für eine Verpflich­tung fehlt indes die Notwen­dig­keit“, so Quit­te­rer abschlie­ßend.

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