One Health

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Pressemeldung — 07.07.2021

Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer (BLÄK), beginnt seinen Leit­ar­ti­kel der Juli/August-Ausgabe des Baye­ri­schen Ärzte­blatts mit dem Kneipp-Gedan­ken, traf sich doch der Vorstand der Bunde­särz­te­kam­mer in Bad Wöris­ho­fen, der Wirkungs­stätte von Pfar­rer Sebas­tian Kneipp, zu seiner jähr­li­chen Klau­sur­sit­zung. „An diesem Ort wurde nicht nur für mich der genius loci spür­bar.“ Inte­gra­tive Medi­zin könne dazu beitra­gen, auch das soge­nannte Long-COVID-Syndrom güns­tig zu beein­flus­sen. Ein Zusam­men­spiel der fünf Kneipp­schen Prin­zi­pien könne sowohl als präven­tive, wie auch als heilende Behand­lung genutzt werden.
Viel hänge bei der Pande­mie­be­kämp­fung von ökono­mi­schen Folgen, sozia­ler Akzep­tanz, juris­ti­schen, ethi­schen und prak­ti­schen Mach­bar­kei­ten ab. „Wir müssen deut­lich besser in der Präven­tion werden“, schreibt Quit­te­rer. Die Pande­mie sei auch eine Public-Health-Krise. Das deut­sche Gesund­heits­we­sen sei leis­tungs­stark, doch der Fokus liege in erster Linie auf Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten; auf Menschen, die bereits erkrankt seien. „Gerade, wenn wir in der aktu­el­len Situa­tion fürch­ten müssen, dass uns die soge­nannte Delta-Vari­ante eine neue Welle der Pande­mie besche­ren könnte.“ Ärzt­li­che Exper­tise und nicht poli­ti­sche Agita­tion seien dann gefragt. Um künf­tig eine Über­las­tung des Gesund­heits­we­sens zu vermei­den, brau­che es auch eine vernünf­tige Steue­rung der Pati­en­ten in der Notfall­ver­sor­gung. Nicht jede Gesund­heits­stö­rung benö­tige zu jeder Zeit über­all sofort eine Behand­lung und schon gar nicht in einer Notauf­nahme.

Alles, was derzeit bewegt, von Corona bis Klima­wan­del und Gesund­heit könne zusam­men­ge­fasst werden unter dem Begriff „One Health“. Mensch, Tier und Ökosys­teme stün­den untrenn­bar mitein­an­der in Verbin­dung, beein­fluss­ten sich gegen­sei­tig und seien aufein­an­der ange­wie­sen. Gesund­heit und Krank­heit beträ­fen nicht nur das einzelne Indi­vi­duum, sondern seien global zu betrach­ten. „Hier­bei stehen wir Ärztin­nen und Ärzte in der Verant­wor­tung für die Gesund­heit unse­rer Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in der sich verän­dern­den Umwelt“, formu­liert Bayerns Ärzte­chef. Die Anpas­sung der Verhält­nisse, zum Beispiel die Ausar­bei­tung von Hitze­ak­ti­ons­plä­nen, das Vermei­den von Sport­fes­ten in der Sommer­hitze, die Verbes­se­rung der Sani­täraus­stat­tung in den Schu­len oder die Kenn­zeich­nung von zuge­setz­tem Zucker in Geträn­ken: Das sei Aufgabe der Poli­tik. Eine gemein­same Aufgabe von allen.

Mehr zu „One Health“ lesen Sie im Leit­ar­ti­kel der Juli/August-Ausgabe 2021 des Baye­ri­schen Ärzte­blatts unter www.baye­ri­sches-aerz­te­blatt.de.

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