BLÄK begrüßt Medizincampus Niederbayern

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Pressemeldung — 23.03.2022

„Was lange währt, wird endlich gut“, das war die Erst­re­ak­tion von Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer (BLÄK), auf den gest­ri­gen (22.03.2022) Minis­ter­rats­be­schluss zum Medi­zin­cam­pus Nieder­bay­ern. Für Quit­te­rer scheint nun seine lang­jäh­rige Forde­rung nach mehr Studi­en­plät­zen im Fach Human­me­di­zin und insbe­son­dere nach einem Medi­zin­cam­pus im Regie­rungs­be­zirk Nieder­bay­ern in Erfül­lung zu gehen. „Mehr Arzt­a­r­beits­zeit durch mehr Studi­en­plätze für Human­me­di­zin in Deut­sch­land“, rekla­mierte Bayerns Ärzte­prä­si­dent so auch am vergan­ge­nen Baye­ri­schen Ärzte­tag, der im Vorjahr in Hof statt­ge­fun­den hatte und legt heute nach: „Eine regi­o­nale Zugangs­quote sollte mit der Imple­men­tie­rung des neuen Medi­zin­cam­pus verbun­den sein, damit die regi­o­nale Pati­en­ten­ver­sor­gung auch nach­hal­tig davon profi­tiert.“ Die Stand­orte in Nieder­bay­ern für die Ausbil­dung des medi­zi­ni­schen Nach­wuch­ses sollen Passau, Lands­hut, Deggen­dorf, Strau­bing und – das in der Ober­pfalz liegende – Regens­burg sein. Ziel sei es, gut 600 Studi­en­plätze zu schaf­fen.

Für das Medi­zin­stu­dium forderte Quit­te­rer wieder­holt eine akade­misch-univer­si­täre Ausbil­dung. „Wir stehen vor einem drama­ti­schen Problem der gesun­ke­nen Studi­en­platz­zah­len seit der deut­schen Wieder­ver­ei­ni­gung bei einem zeit­glei­chen Wandel des Arzt­be­rufs ange­sichts der demo­gra­fi­schen Entwick­lung sowie neuer Arbeits­bio­gra­fien“, so der Präsi­dent. Es sei eine staat­li­che Aufgabe, Univer­si­tä­ten mit Medi­zi­ni­schen Fakul­tä­ten in ausrei­chen­der Anzahl bereit­zu­stel­len und zu finan­zie­ren. Dies sei sein Bildungs­auf­trag und Teil seiner Daseins­vor­sorge. „Wir benö­ti­gen eine univer­si­täre Ausbil­dung in der Human­me­di­zin, weil wir in einem globa­len Wett­be­werb auf mehr und nicht weni­ger wissen­schaft­lich orien­tier­ten Inhalt und Fähig­keit zum Umgang mit sich über­la­gern­den Themen setzen müssen“, so Quit­te­rer.

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