Flächendeckende gute Versorgung

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Pressemeldung — 02.03.2022

„Gerne fordern Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker in den Medien eine ‚flä­chen­de­ckende gute Versor­gung‘. Gemeint ist damit insbe­son­dere eine wohn­ort­nahe und quali­ta­tiv hoch­wer­tige ambu­lante medi­zi­ni­sche Versor­gung“, beginnt Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer (BLÄK), seinen Leit­ar­ti­kel der März-Ausgabe 2022 des Baye­ri­schen Ärzte­blatts.
Seitens der Staats­re­gie­rung werde auf die Förde­rung der Nieder­las­sung durch die Land­a­rzt­prä­mie hinge­wie­sen wie auch auf die Land­a­rzt­quote beim Zugang zum Medi­zin­stu­dium in Bayern. Respek­ta­ble Maßnah­men, „doch woher sollen die Ärztin­nen und Ärzte kommen, von denen wir in Zukunft aufgrund der demo­gra­fi­schen Entwick­lung, neuer Behand­lungs­mög­lich­kei­ten für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sowie einer Gene­ra­tion, die vermehrt in Ange­stell­ten- und Teil­zeit­mo­del­len arbei­ten möchte, mehr benö­ti­gen werden als uns dann zur Verfü­gung stehen?“, fragt Quit­te­rer.
Die exzel­lente Gesund­heits­ver­sor­gung des Landes brau­che Ärztin­nen und Ärzte, die in einem wissen­schaft­li­chen Studium ausge­bil­det und in einem brei­ten Spek­trum von Gebie­ten und Zusatz­be­zeich­nun­gen weiter­ge­bil­det werden. Es wäre deshalb ein Fehler, die Ausübung der Heil­kunde auf immer mehr Schul­tern zu vertei­len, um Kosten für die Ausbil­dung von quali­fi­zier­ten Human­me­di­zi­nern zu sparen. Viel­mehr sollte endlich auch bundes­weit die Zahl der human­me­di­zi­ni­schen Studi­en­plätze erhöht werden, wie es beispiels­weise in Bayern umge­setzt wird. Denn wo es ausrei­chend Ärzte gäbe, brau­che man weder einen Arzter­satz, noch tele­me­di­zi­ni­sche Versor­gungs­zen­tren.
Dane­ben soll­ten Poli­tik und Ärzte­schaft den Trend junger Menschen, den Beruf der/des Medi­zi­ni­schen Fach­an­ge­stell­ten (MFA) wieder als belieb­tes­ten Beruf zu benen­nen, weiter unter­stüt­zen. MFA könn­ten in Praxen im Rahmen der Dele­ga­tion viele Tätig­kei­ten über­neh­men, die den Ärzten Zeit­fens­ter für ihre origi­nären Aufga­ben verschaf­fen. Zur Aufwer­tung des Berufs MFA könnte sowohl die Über­a­r­bei­tung des Ausbil­dungs­rah­men­pla­nes mit Anpas­sung an die aktu­el­len Aufga­ben­stel­lun­gen beitra­gen wie auch der immer wieder als Zeichen der Wert­schät­zung für ihre wich­tige Arbeit während der Pande­mie gefor­derte Corona-Bonus.

Mehr zu „Flä­chen­de­ckende gute Versor­gung“ lesen Sie im Leit­ar­ti­kel der März-Ausgabe 2022 des Baye­ri­schen Ärzte­blatts unter www.baye­ri­sches-aerz­te­blatt.de.

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