Gleichbehandlung der Versorgungsstrukturen angemahnt

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Pressemeldung — 03.11.2022

Bund und Länder haben sich auf ein Paket zur Finan­zie­rung der geplan­ten milli­ar­den­schwe­ren Entlas­tun­gen ange­sichts der hohen Ener­gie­preise geei­nigt. Darin enthal­ten sind auch acht Milli­ar­den Euro, die Klini­ken und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen erhal­ten sollen. Arzt­pra­xen werden jedoch nicht erwähnt. Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer (BLÄK), weist darauf hin, dass wieder­holt der Bereich der nieder­ge­las­se­nen Ärztin­nen und Ärzte nicht gese­hen wurde, obwohl hier eine Haupt­ver­ant­wor­tung für die Pati­en­ten­ver­sor­gung liege. „Mit Gleich­be­hand­lung der Versor­gungs­struk­tu­ren hat dies nichts zu tun und ich möchte diese an dieser Stelle unbe­dingt einfor­dern“, so Quit­te­rer. Der Vorstand der Kassen­ärzt­li­chen Verei­ni­gung Bayerns (KVB) – Dr. Wolf­gang Kromb­holz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Clau­dia Ritter-Rupp ergänzt: „Trotz Strom- und Gaspreis­bremse stehen die nieder­ge­las­se­nen Ärztin­nen und Ärzte vor einer ähnli­chen Situa­tion wie die Kran­ken­häu­ser – insbe­son­dere in den Fächern mit hohem Ener­gie­ver­brauch. Explo­die­rende Kosten könn­ten dazu führen, dass manche Leis­tun­gen für die Praxen unwirt­schaft­lich werden und sie diese folg­lich nicht mehr erbrin­gen können.“

Hohe Ener­gie­preise seien für Kran­ken­häu­ser, Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und Arzt­pra­xen eine beson­dere Heraus­for­de­rung. Nun sollen ledig­lich stati­o­näre Einrich­tun­gen im Gesund­heits­we­sen über eine spezi­elle Härte­fall­re­ge­lung Milli­ar­den­hil­fen wegen der Gas- und Strom­preise erhal­ten. Darin sind insge­samt Mittel in Höhe von zwölf Milli­ar­den Euro aus dem Wirt­schafts­s­ta­bi­li­sie­rung­fonds vorge­se­hen. Bis zu acht Milli­ar­den davon sollen für Kran­ken­häu­ser, Univer­si­täts­kli­ni­ken und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen bereit­ste­hen. Quit­te­rer und der Vorstand der KVB fordern Hilfen von Bund und Ländern auch für Arzt­pra­xen, da Kosten­stei­ge­run­gen bei der Ener­gie nicht durch Prei­s­an­he­bun­gen oder durch Einstel­lung des Betriebs ausge­gli­chen werden könn­ten. Mit den hohen Kosten für Ener­gie und Infla­tion würden die Arzt­pra­xen alleine gelas­sen.

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