Kaum zu glauben

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Pressemeldung — 31.08.2022

„Kaum zu glau­ben“ titelt der Leit­ar­ti­kel von Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer (BLÄK), in der Septem­be­r­aus­gabe des Baye­ri­schen Ärzte­blatts 2022, in dem er die GOÄ, das ärzt­li­che Hono­rar, die Büro­kra­tie, den Konnek­to­ren-Tausch und das Infek­ti­ons­schutz­ge­setz anspricht.

Zur GOÄ könne sich das Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­te­rium (BMG) nicht dazu entschei­den, die Umset­zung der längst über­fäl­li­gen Gebüh­ren­ord­nung zu beschlie­ßen, weil man erst prüfen müsse, welche Auswir­kun­gen sie auf das duale Versi­che­rungs­sys­tem habe. „Eine abso­lute Nicht­ach­tung einem Berufs­s­tand gegen­über, dessen Arbeits­leis­tung damit miss­ach­tet und gering­ge­schätzt wird – aus purem poli­ti­schem Kalkül“, so Präsi­dent Quit­te­rer, der ebenso die Strei­chung der im Termin­ser­vice- und Versor­gungs­ge­setz verein­bar­ten extra­bud­ge­tä­ren Vergü­tung von Neupa­ti­en­ten kriti­siert: „Ver­trauen in die Ärzte­schaft und deren Arbeit sieht anders aus“.
Bei der Betreu­ungs­rechts­re­form thema­ti­siert der BLÄK-Präsi­dent den Aufwand, „der in ange­mes­se­ner Zeit schwer­lich darzu­stel­len sein dürfte und auch nicht zu unse­ren Aufga­ben zählt“. Auch den der Konnek­to­ren-Tausch in Praxen und Kran­ken­häu­sern spricht Quit­te­rer an. Laut Gema­tik und BMG ließen sich die Zerti­fi­kate nicht erneu­ern, sodass die Konnek­to­ren jetzt komplett ausge­tauscht werden müss­ten. „Aus unse­ren Altge­rä­ten soll also ‚Elek­tro­müll‘ werden, obwohl Bunde­s­ärz­te­kam­mer und Kassen­ärzt­li­che Bundes­ver­ei­ni­gung sich für Alter­na­tiv­prü­fun­gen und eine Neube­wer­tung der Sach­lage zum jetzi­gen Zeit­punkt ausge­spro­chen haben“, so der Wort­laut. Und auch zum Infek­ti­ons­schutz­ge­setz äußert sich Bayerns Ärzte­prä­si­dent: „Hier werden poli­ti­sche Vorga­ben ohne medi­zi­nisch-plau­si­ble Grund­la­gen geschaf­fen“.
Quit­te­rer kommt zu folgen­dem Fazit: „Uns wird verwehrt, was ange­mes­sen ist. Dennoch können sich unsere Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten weiter­hin auf uns verlas­sen, weil das unse­rer Einstel­lung entspricht, die im Übri­gen im Genfer Gelöb­nis für Ärztin­nen und Ärzte fest­ge­legt ist. Jedoch sollte man unsere Geduld nicht über­stra­pa­zie­ren“.

Mehr zu „Kaum zu glau­ben“ lesen Sie im Leit­ar­ti­kel der Septem­ber-Ausgabe 2022 des Baye­ri­schen Ärzte­blatts unter www.baye­ri­sches-aerz­te­blatt.de.

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