Weichen richtig stellen

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Pressemeldung — 03.11.2022

„Wei­chen rich­tig stel­len“ titelt der Leit­ar­ti­kel der Novem­ber-Ausgabe 2022 des Baye­ri­schen Ärzte­blatts von Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer. Im Rahmen des Beitrags fordert Quit­te­rer grund­le­gende Refor­men in der ambu­lan­ten und stati­o­nären Versor­gung.

Allein zwischen 2015 und 2022 sei der Prozent­satz der im Frei­staat in der ambu­lan­ten Versor­gung ange­stell­ten Ärztin­nen und Ärzte von 20,5 Prozent auf 31 Prozent ange­stie­gen, wohin­ge­gen der Anteil der nieder­ge­las­se­nen Ärzte­schaft gesun­ken sei. „Letz­tere sind es aber, welche maßgeb­lich die medi­zi­ni­sche Versor­gung im ambu­lan­ten Sektor sicher­stel­len und auch die Möglich­keit zur Anstel­lung bieten. Aus diesen Grün­den ist es notwen­dig, die Attrak­ti­vi­tät der Nieder­las­sung zu erhö­hen – etwa durch wirk­sa­mere Förde­run­gen“, schreibt Quit­te­rer im Leit­ar­ti­kel. Auch eine umge­hende Novel­lie­rung der veral­te­ten Gebüh­ren­ord­nung für Ärzte gemäß dem vorlie­gen­den Vorschlag der Bunde­s­ärz­te­kam­mer sowie ein Bekennt­nis der Poli­tik zur Frei­be­ruf­lich­keit könn­ten laut Quit­te­rer zu einer Stabi­li­sie­rung des ambu­lan­ten Sektors beitra­gen.

Außer­dem fordert Bayerns Ärzte­kam­mer­chef eine Reform des zu stark rendi­te­o­ri­en­tier­ten Systems der Kran­ken­h­aus­fi­nan­zie­rung und die flächen­de­ckende Einfüh­rung eines stan­dar­di­sier­ten medi­zi­ni­schen Erstein­schät­zungs­ver­fah­rens in Notauf­nah­men. Verfah­ren wie etwa das System SmED seien in der Lage, Notauf­nah­men effek­tiv von Fällen zu entlas­ten, die in den Arzt­pra­xen der Regel­ver­sor­gung oder in Bereit­schaft­s­pra­xen behan­delt werden könn­ten. Darüber hinaus spricht sich Bayerns Ärzte­kam­mer­prä­si­dent im Leit­ar­ti­kel für die Schaf­fung zusätz­li­cher human­me­di­zi­ni­scher Studi­en­plätze in Deut­sch­land aus. Dies sei „die entschei­dende Dreh­schraube, um die Zukunft der medi­zi­ni­schen Versor­gung zu sichern und die Heraus­for­de­rung des zuneh­men­den Ärzte­be­da­rfs zu lösen“. Eine Substi­tu­tion ärzt­li­cher Leis­tun­gen durch nicht­ärzt­li­che Berufs­grup­pen sei dazu keine Alter­na­tive, denn sie schließe weder haus- noch fach­ärzt­li­che Versor­gungs­lü­cken, so Quit­te­rer.

Mehr zu „Wei­chen rich­tig stel­len“ lesen Sie im Leit­ar­ti­kel der Novem­ber-Ausgabe 2022 des Baye­ri­schen Ärzte­blatts unter www.baye­ri­sches-aerz­te­blatt.de.

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