Novelle der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte darf nicht an Kostenfragen scheitern

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Pressemeldung — 14.02.2024

Die Novel­lie­rung der Appro­ba­ti­ons­ord­nung für Ärztin­nen und Ärzte (ÄÄpprO) steht wieder auf dem Spiel. Vor dem Hinter­grund von Unstim­mig­kei­ten über deren Finan­zie­rung appel­liert Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer an Bund und Länder, diese wich­tige Reform nicht an Strei­tig­kei­ten über die Über­nahme von Kosten schei­tern zu lassen.

„Es wäre kein gutes Zeichen für den Wirt­schafts­s­tand­ort Deut­sch­land, wenn die bereits 2017 im Master­plan Medi­zin­stu­dium 2020 ange­kün­digte Reform weiter verzö­gert würde, weil sich Bund und Länder über die Finan­zie­rung nicht einig werden. Sehen­den Auges werden das Gemein­wohl, die Lebens- und Wirt­schafts­be­din­gun­gen des Landes geschwächt, gerade im länd­li­chen Raum. Denn gute medi­zi­ni­sche Versor­gung ist ein unschätz­ba­rer Stand­ort­fak­tor für die Menschen und die Unter­neh­men und braucht Ärztin­nen und Ärzte, die auf dem aktu­el­len Stand der medi­zi­ni­schen Forschung ausge­bil­det wurden“, so Bayerns Ärzte­kam­mer­prä­si­dent.

In der Reform sieht Quit­te­rer die Grund­lage für eine der Zeit ange­mes­sene Ausbil­dungs­ord­nung für den ärzt­li­chen Beruf, mit der drin­gend benö­tigte Verän­de­run­gen im Medi­zin­stu­dium verwirk­licht werden könn­ten: „Das Medi­zin­stu­dium braucht Erneu­e­rung. Mit der neuen Bildungs­ord­nung sollen die Inhalte der ärzt­li­chen Ausbil­dung und der Lehre dem medi­zi­ni­schen, didak­ti­schen und digi­ta­len Fort­s­chritt ange­passt werden. Zudem soll das wissen­schaft­li­che Arbei­ten sowie die prak­ti­sche und kompe­ten­z­o­ri­en­tierte Ausbil­dung gestärkt und sozi­a­len Fähig­kei­ten eine größere Bedeu­tung beige­mes­sen werden.“ Neben Wissen­schaft und Forschung seien gerade prak­ti­sche Erfah­run­gen und die Arbeit am Pati­en­ten für die erfolg­rei­che Ausübung des Arzt­be­rufs und somit die Quali­tät der Pati­en­ten­ver­sor­gung entschei­dend. „Des­halb sollte die Poli­tik endlich die Reform umset­zen und die Studie­ren­den sowie die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten nicht länger im Stich lassen“, bekräf­tigt Quit­te­rer.

Anfang Februar war ein Schrei­ben der Kultus­mi­nis­ter­kon­fe­renz an Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Profes­sor Dr. Karl Lauter­bach bekannt gewor­den. Darin erklär­ten die Kultus­mi­nis­te­rin­nen und -minis­ter der Länder, dass sie eine Verab­schie­dung der Novelle der ÄApprO im Bundes­rat nur empfeh­len könn­ten, wenn die Bundes­seite eine substan­ti­elle finan­zi­elle Betei­li­gung an den Umset­zungs­kos­ten zusi­chere.

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