Zukunft gestalten

Pressemeldung — 13.06.2024

„Nie wieder ist jetzt!“- so lautet der Name der Resolution, mit der die Abgeordneten des 128. Deutschen Ärztetages (DÄT) in Mainz in klaren Worten die zentrale Bedeutung von Demokratie, Pluralismus und Menschenrechten für den ärztlichen Beruf hervorgehoben haben. „Ein wegweisender Beschluss in der guten Tradition des Genfer Gelöbnisses. Denn das Zusammenwirken von Ärztinnen und Ärzten aus verschiedenen Nationen und Kulturen bereichert die ärztliche Arbeit, ist unerlässlich für die Gewährleistung der Patientenversorgung, für wissenschaftliche Exzellenz und medizinischen Fortschritt“, schreibt Dr. Marlene Lessel, 2. Vizepräsidentin der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), im Leitartikel der Juniausgabe des Bayerischen Ärzteblattes.

Ernst nehmen sollte die Politik laut Lessel auch den Appell des DÄT, endlich den Herausforderungen einer Gesellschaft des langen Lebens zu begegnen und die Zukunft der Gesundheitsversorgung zielgerichtet zu gestalten. Denn aufgrund des demographischen Wandels, neuer Behandlungsmöglichkeiten und der gesundheitlichen Folgen des Klimawandels werde der Bedarf an Ärzten in den kommenden Jahren weiter ansteigen. „Gleichzeitig beobachten wir einen zunehmenden Trend zur Anstellung und Teilzeitarbeit, gerade unter der jungen Ärzteschaft“, schreibt Lessel. Um diesen Trend umzukehren, brauche es mehr Niederlassungsförderungen, einen ernsthaften Bürokratieabbau im Gesundheitssystem und schnellere Fortschritte beim Ausbau von Kita-Angeboten, damit mehr Ärztinnen mit Kindern in Vollzeit arbeiten können.

In diesem Zusammenhang stelle sich auch die Frage, wie die Weiterbildung in Kliniken und Praxen für junge Ärzte attraktiver gestaltet werden könnte. Diese stünden häufig vor der schwierigen Aufgabe, ihre Weiterbildung selbst organisieren zu müssen. „Eine Lösung bieten“, laut Lessel, „Weiterbildungsverbünde, die als regionale Netzwerke die komplette Weiterbildung aus einer Hand garantieren und zudem eine hohe Qualität der Weiterbildung sicherstellen“.

Außerdem spricht sich Lessel im Leitartikel nachdrücklich für die Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden aus. Denn noch immer erklärten sich viel zu wenige Menschen in Deutschland zur rettenden Organspende bereit. So warteten zum Jahresende 2023 rund 8.500 Patienten auf ein Spenderorgan.

Mehr dazu lesen Sie im Leitartikel „Zukunft gestalten“ der Juni-Ausgabe 2024 des Bayerischen Ärzteblattes unter www.bayerisches-aerzteblatt.de.

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