Aktuelle Informationen

aktuelles

Rück­kehr zur Norma­li­tät in der zwei­ten Jahres­hälfte

Die Stän­dige Impf­kom­mis­sion (STIKO) entwi­ckelt Impf­emp­feh­lun­gen für Deutsch­land und berück­sich­tigt dabei nicht nur deren Nutzen für das geimpfte Indi­vi­duum, sondern auch für die gesamte Bevöl­ke­rung. Mitte Dezem­ber 2020 hatte sie ihre Empfeh­lung zur COVID-19-Impfung veröf­fent­licht. Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impf­stoff­do­sen zur Verfü­gung stand, soll­ten diese nach der Empfeh­lung der STIKO dafür genutzt werden, um die Anzahl schwe­rer Krank­heits­ver­läufe und Ster­be­fälle möglichst schnell zu redu­zie­ren. Die Impfung sollte daher zunächst Perso­nen über 80 Jahren und Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern in Alten- und Pfle­ge­hei­men ange­bo­ten werden. Diese sind beson­ders gefähr­det. Gleich­zei­tig empfahl die STIKO die Impfung von medi­zi­ni­schem Perso­nal mit sehr hohem Anste­ckungs­ri­siko und Perso­nal in der Alten­pflege. Die Corona Pande­mie hat die Arbeit der STIKO sicher­lich stär­ker in den Blick der Öffent­lich­keit gerückt.

Ein Gespräch mit Profes­sor Dr. Chris­tian Bogdan, Mitglied der STIKO seit 2011.

Was sind die Aufga­ben der STIKO – kurz zusam­men­ge­fasst?
Bogdan: Die gesetz­lich defi­nierte Aufgabe der STIKO ist die Ausar­bei­tung von Empfeh­lun­gen zur Durch­füh­rung von Schutz­imp­fun­gen sowie zu ande­ren Maßnah­men der spezi­fi­schen Prophy­laxe von Infek­ti­ons­krank­hei­ten.

Wie ist der Ablauf des Prozes­ses der Impf­emp­feh­lung?
Bogdan: Der Prozess beginnt mit der Fest­le­gung der Impf­ziele, der zu impfen­den Popu­la­tion und der klini­schen Endpunkte bezüg­lich Impf­stoff­wirk­sam­keit und Impf­stoff­si­cher­heit. Daran schließt sich die syste­ma­ti­sche Sich­tung und Auswer­tung der zur Verfü­gung stehen­den wissen­schaft­li­chen Lite­ra­tur an. Ein zentra­ler Punkt ist die Bewer­tung der Evidenz­qua­li­tät der rele­van­ten klini­schen Studien. Der syste­ma­ti­sche Lite­ra­tur­re­view ist dann die Basis für die wissen­schaft­li­che Begrün­dung der Impf­emp­feh­lung. Nach mehr­fa­cher und einge­hen­der Diskus­sion im gesam­ten STIKO-Gremium wird der beschlos­sene Entwurf der Impf­emp­feh­lung danach dem Gemein­sa­men Bundes­aus­schuss, den Bundes­län­dern sowie den Fach­ge­sell­schaf­ten zur Stel­lung­nahme vorge­legt. Falls sich aus den Rück­mel­dun­gen notwen­dige Ände­run­gen und Ergän­zun­gen erge­ben, so werden diese von der STIKO in der Empfeh­lung berück­sich­tigt, bevor diese dann im Epide­mio­lo­gi­schen Bulle­tin des Robert Koch-Insti­tuts publi­ziert wird.

Wie lange dauert in der Regel so ein Verfah­ren?
Bogdan: Dies hängt sehr von der Frage ab, ob es sich um einen neuen Impf­stoff und eine bisher nicht vorhan­dene Impf­emp­feh­lung handelt oder um die Über­ar­bei­tung einer bereits beste­hen­den Empfeh­lung. Weitere Einfluss­fak­to­ren sind die Quan­ti­tät und Quali­tät der zur Verfü­gung stehen­den Daten sowie natür­lich die Dring­lich­keit, die sich unter ande­rem aus der Inzi­denz und Bedroh­lich­keit einer Infek­ti­ons­krank­heit für die Bevöl­ke­rung ergibt. Im Falle von COVID-19 war die STIKO-Impf­emp­feh­lung inner­halb weni­ger Monate fertig­ge­stellt, in ande­ren Fällen kann es durch­aus ein Jahr oder auch länger dauern.

Fühl­ten sie sich (poli­tisch) unter Druck gesetzt?
Bogdan: Spätes­tens seit Publi­ka­tion der ermu­ti­gen­den Immu­no­ge­ni­täts- und Verträg­lich­keits­da­ten der Phase 1 und 2 klini­schen Studien zu den mRNA-Impf­stof­fen und dem Beginn der Phase 3-Studien im vergan­ge­nen Juli war klar, dass sich die STIKO mit diesen Impf­stof­fen alsbald inten­siv beschäf­ti­gen muss. Entspre­chend haben wir bereits im Früh­som­mer mit der Arbeit begon­nen. Es ist voll­kom­men klar, dass ohne eine pande­mi­sche Infek­ti­ons­si­tua­tion die Frequenz der virtu­el­len Tref­fen der zustän­di­gen STIKO-Arbeits­gruppe bei weitem nicht so hoch gewe­sen wäre.

Ist zu befürch­ten, dass die Sorg­falt auf der Stre­cke blieb?
Bogdan: Diese Frage kann ich eindeu­tig vernei­nen. Gerade weil es sich um neuar­tige Impf­stoffe handelt, war der Austausch zu Aspek­ten der Sicher­heit und Wirk­sam­keit in der STIKO sehr inten­siv und durch zahl­rei­che virtu­elle Tref­fen geprägt.

Eine große Rolle spielt auch die Prio­ri­sie­rung, oder?
Bogdan: Ohne Zwei­fel muss­ten wir uns beson­ders mit der Frage beschäf­ti­gen, welche Perso­nen­grup­pen als erste geimpft werden soll­ten. Dies hatte zwei wesent­li­che Gründe: Zum einen war zu erwar­ten, dass zumin­dest initial nicht genü­gend Impf­do­sen für alle Inter­es­sier­ten zur Verfü­gung stehen würden. Zum ande­ren galt es natür­lich möglichst schnell dieje­ni­gen zu schüt­zen, die entwe­der ein hohes Risiko haben, schwer an COVID-19 zu erkran­ken und daran zu verster­ben, aufgrund ihrer beruf­li­chen Tätig­keit ein sehr hohes eige­nes Infek­ti­ons­ri­siko aufwei­sen, oder hoch­vul­ne­ra­ble Menschen ärzt­lich und pfle­ge­risch versor­gen.

Ist die Prio­ri­sie­rung auch bei ande­ren Impfun­gen von großer Bedeu­tung?
Bogdan: Nein. Prio­ri­sie­rungs­emp­feh­lun­gen waren in der Vergan­gen­heit allen­falls dann notwen­dig, wenn bei bestimm­ten Impf­stof­fen vorüber­ge­hend Liefer­schwie­rig­kei­ten bestan­den.

Gibt es spezi­elle Risi­ko­grup­pen bei der COVID-19-Impfung, beispiels­weise Schwan­gere?
Bogdan: Mit Ausnahme von Perso­nen, von denen bekannt ist, dass sie eine Aller­gie gegen eine Kompo­nente des Impf­stoffs haben (zum Beispiel Poly­ethy­len­gly­kol), gibt es derzeit keine defi­nier­ten Kontrain­di­ka­tio­nen. Was Schwan­gere anbe­trifft, so liegen bisher keine ausrei­chen­den Daten zur Wirk­sam­keit und Sicher­heit der mRNA-Impf­stoffe in der Schwan­ger­schaft vor. Entspre­chend empfiehlt die STIKO derzeit, Schwan­gere allen­falls dann gegen COVID-19 zu impfen, wenn aufgrund von Vorer­kran­kun­gen ein hohes COVID-19-Erkran­kungs­ri­siko besteht und eine entspre­chende Nutzen-Risiko-Abwä­gung erfolgt ist.

Wann werden wir eine Durchimp­fung der baye­ri­schen Bevöl­ke­rung erreicht haben, sodass wieder Veran­stal­tun­gen, Partys und Konzerte statt­fin­den können?
Bogdan: Da bereits jetzt erkenn­bar ist, dass in den nächs­ten Mona­ten vermut­lich weitere Impf­stoffe zuge­las­sen werden, sollte es möglich sein, spätes­tens bis Ende des Jahres zwei Drit­tel der bundes­re­pu­bli­ka­ni­schen Bevöl­ke­rung zu impfen. Dazu bedarf es im Vergleich zu den ersten beiden Janu­ar­wo­chen unge­fähr einer Vervier­fa­chung der Zahl der durch­ge­führ­ten Impfun­gen pro Zeit­ein­heit. Zudem ist saisonal im Sommer mit einer deut­li­chen Abnahme der SARS-CoV-2-Infek­tio­nen zu rech­nen. Beides wird dazu beitra­gen, dass eine lang­same Rück­kehr zu der genann­ten Norma­li­tät in der zwei­ten Jahres­hälfte durch­aus realis­tisch ist.

Wie schät­zen Sie die Impfak­zep­tanz in Bayern ein?
Bogdan: Insge­samt gehe ich von einer guten Impfak­zep­tanz in Bayern aus. Aufgrund der bekann­ten regio­na­len Unter­schiede bei ande­ren Impfun­gen im Frei­staat wird Bayern aber wahr­schein­lich nicht zu den bundes­re­pu­bli­ka­ni­schen Spit­zen­rei­tern beim Impfen gehö­ren.

Vielen Dank für das Gespräch.
Die Fragen stellte Dagmar Nedbal (BLÄK)

    Professor Dr. Christian Bogdan

    Professor Dr. Christian Bogdan

Fest­stel­lung des Kata­stro­phen­falls nach dem Baye­ri­schen Kata­stro­phen­schutz­ge­setz (BayKSG)

Aufgrund der aktu­el­len SARS-CoV-2-Infek­ti­ons­lage wurde am 9. Dezem­ber 2020 vom Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­rium des Innern, für Sport und Inte­gra­tion der bayern­weite Kata­stro­phen­fall fest­ge­stellt.

Nach Maßgabe des Baye­ri­schen Kata­stro­phen­schutz­ge­set­zes sind die Kreis­ver­wal­tungs­be­hör­den, die Bezirks­re­gie­run­gen sowie das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rium des Innern, für Sport und Inte­gra­tion zustän­dige Kata­stro­phen­schutz­be­hör­den. Die Kata­stro­phen­schutz­be­hör­den leiten den Einsatz und stel­len die Koor­di­na­tion aller Maßnah­men sicher.

Die Kata­stro­phen­schutz­be­hör­den können folgen­den Insti­tu­tio­nen und Kräf­ten Weisun­gen ertei­len:

  • Allen für den Einsatz­be­reich zustän­di­gen staat­li­chen Behör­den und Dienst­stel­len der glei­chen oder nied­ri­ge­ren Stufe, mit Ausnahme der obers­ten Landes­be­hör­den (Art. 5 Abs. 1 Satz 2 BayKSG);
  • Gegen­über den zur Kata­stro­phen­hilfe Verpflich­te­ten und den einge­setz­ten Kräf­ten (Art. 5 Abs. 1 Satz 2 BayKSG).

Die Kata­stro­phen­schutz­be­hör­den haben Befug­nisse gegen­über Drit­ten:

  • Sie können von jeder Person die Erbrin­gung von Dienst-, Sach- und Werk­leis­tun­gen verlan­gen (Art. 9 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BayKSG);
  • Sie können gegen­über jeder Person die Inan­spruch­nahme von Sachen anord­nen (Art. 9 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 BayKSG) und
  • Sie können Platz­ver­wei­sun­gen verhän­gen und Räumun­gen anord­nen (Art. 10 Satz 1 BayKSG).

Nähere Infos finden Sie unter dem beige­füg­ten Link: Link zum Baye­ri­schen Kata­stro­phen­schutz­ge­setz

Wich­tige Ände­rung bei ärzt­li­chen Beschei­ni­gun­gen zur Mund-Nasen-Bede­ckung

Seit dem 1. Dezem­ber 2020 müssen ärzt­li­che Beschei­ni­gun­gen zur Glaub­haft­ma­chung von gesund­heit­li­chen Grün­den, die das Tragen einer Mund-Nasen-Bede­ckung nicht möglich oder unzu­mut­bar machen,

  • die fach­lich-medi­zi­ni­sche Beur­tei­lung des Krank­heits­bil­des (Diagnose)
  • und den latei­ni­schen Namen oder die Klas­si­fi­zie­rung der Erkran­kung nach ICD 10
  • und den Grund, warum sich hieraus eine Befrei­ung der Trage­pflicht ergibt, enthal­ten.

Quelle: § 1 Absatz 2 Elfte Baye­ri­sche Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung (11. Bayl­fSMV)

Empfeh­lun­gen des RKI zum Umgang mit SARS-CoV-2-infi­zier­ten Verstor­be­nen

Das Robert-Koch-Insti­tut (RKI) infor­miert über den Umgang mit SARS-CoV-2-infi­zier­ten Verstor­be­nen:

„Grund­sätz­lich sei darauf verwie­sen, dass der Umgang mit infek­ti­ösen Verstor­be­nen in den Seuchen- und Infek­ti­ons­a­larm­plä­nen, den Bestat­tungs­ge­set­zen der Bundes­län­der und der Infor­ma­tion 214–021 der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung 'Biolo­gi­sche Arbeitss­toffe beim Umgang mit Verstor­be­nen’ erläu­tert bzw. gere­gelt ist.
Anwen­dungs­be­reich: Diese Empfeh­lun­gen rich­ten sich an Ärztin­nen/Ärzte, die eine äußere Leichen­schau vorneh­men (z. B. Haus – und Notärzte, Bediens­tete von Gesund­heits­äm­tern) und sons­ti­ges medi­zi­ni­sches Perso­nal sowie Bestat­ter, die Kontakt mit SARS-CoV-2-infi­zier­ten Verstor­be­nen haben. Schutz­maß­nah­men bei der inne­ren Leichen­schau sind nicht Gegen­stand der Empfeh­lun­gen.“

Die voll­stän­di­gen Empfeh­lun­gen finden Sie hier.

Ausgangs­be­schrän­kun­gen: Melde­be­stä­ti­gun­gen für Ärzte/ Beschei­ni­gun­gen für Praxis­mit­ar­bei­ter

Aufgrund der aktu­el­len SARS-CoV-2-Infek­ti­ons­lage wurde in Bayern eine allge­meine Ausgangs­be­schrän­kung erlas­sen. Das Verlas­sen der eige­nen Wohnung ist daher nur noch bei der Vorlage trif­ti­ger Gründe erlaubt. Hierzu zählen u.a. die Ausübung beruf­li­cher und dienst­li­cher Tätig­kei­ten und die Inan­spruch­nahme medi­zi­ni­scher Versor­gungs­leis­tun­gen.

Melde­be­stä­ti­gun­gen für Ärzte

Deshalb bieten wir für Ärzte und Ärztin­nen im „Meine BLÄK-Portal“ perso­na­li­sierte Melde­be­stä­ti­gun­gen an, die Sie down­loa­den oder ausdru­cken können. Darin wird bekräf­tigt, dass Sie als Arzt bei der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer gemel­det sind und das Aufsu­chen Ihres Tätig­keit­sor­tes bezie­hungs­weise Ihrer Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten zur Aufrecht­er­hal­tung des Gesund­heits­sys­tems erfor­der­lich ist.

Beschei­ni­gun­gen für Praxis­mit­ar­bei­ter

Für nieder­ge­las­sene Ärzte haben wir ferner ein Muster einer Tätig­keits­be­schei­ni­gung erstellt, das (Nach Bear­bei­tung durch Sie) an die Mitar­bei­ter der eige­nen Praxis ausge­ge­ben werden kann. Dieses soll bei einer Kontrolle als Nach­weis dienen, dass die Praxis­mit­ar­bei­ter sich auf dem Weg zur Arbeit bezie­hungs­weise von der Arbeit nach Hause befin­den.

Tempo­räre Schlie­ßung des allge­mei­nen Partei­ver­kehrs

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Besu­che­rin­nen und Besu­cher,

das Ärztehaus Bayern ist derzeit aufgrund der SARS-CoV-2-Pande­mie für den allge­mei­nen Partei­ver­kehr geschlos­sen.
Weiter­hin sind wir tele­fo­nisch bzw. online für Sie da. Das gilt selbst­ver­ständ­lich auch für die Hilfe­stel­lung bei Ihrem Antrag zur Fach­arzt­prü­fung.

Das Team-Infor­ma­ti­ons­zen­trum

Platt­form der vbw für Corona-Schutz­pro­dukte

Die Verei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. (vbw) stellt auf ihrer Website für Unter­neh­men und Gewerbe eine Platt­form zur Suche von Corona-Schutz­pro­duk­ten zur Verfü­gung. Dort können unter ande­rem Anbie­ter von Alltags­mas­ken und zerti­fi­zierte Masken, Gesichts-Schutz­schil­den, Schutz­wän­den, Einweg­klei­dung und Desin­fek­ti­ons­mit­teln gefun­den werden.

Link zur Platt­form der vbw für Corona-Schutz­pro­dukte

Corona-Leit­fa­den des LGL für Schu­len

Vor dem Hinter­grund der Corona-Pande­mie hat das Landes­amt für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (LGL) gemein­sam mit Fach­ex­per­ten insbe­son­dere aus der Kinder- und Jugend­me­di­zin einen Leit­fa­den zum Umgang mit Kindern und Jugend­li­chen mit Erkäl­tungs­sym­pto­men in Grund­schu­len und weiter­füh­ren­den Schu­len erstellt.

Der Leit­fa­den (siehe beige­füg­ter Down­load) strebt eine Risi­komi­ni­mie­rung einer SARS-CoV-2 Über­tra­gung in Schu­len an, unter­stützt alle Betei­lig­ten durch adäquate Hand­lungs­emp­feh­lun­gen und dient damit der Aufrecht­er­hal­tung eines möglichst konti­nu­ier­li­chen Regel­be­trie­bes, bei gleich­zei­ti­ger Abgren­zung zum sons­ti­gen Krank­heits­ge­sche­hen.

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­te­rin unter­zeich­net Vertrag mit der Kassen­ärzt­li­chen Verei­ni­gung Bayerns zur Abrech­nung von zusätz­li­chen Corona-Testun­gen

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml hat am 23. Juni mit der Kassen­ärzt­li­chen Verei­ni­gung Bayerns (KVB) einen Schritt zur Umset­zung des Baye­ri­schen Corona-Test­kon­zepts verein­bart. Huml unter­zeich­nete am Diens­tag in München mit der KVB einen Vertrag, mit dem bislang offene Kosten­fra­gen geklärt werden. Damit kann das gesamte Test­kon­zept nun in der 27. Kalen­der­wo­che vorge­stellt werden.

Die Minis­te­rin betonte: „Der Ausbau der Test­ka­pa­zi­tä­ten und deren Ausschöp­fung ist von entschei­den­der Bedeu­tung für eine weiter­hin erfolg­rei­che Eindäm­mung der Corona-Pande­mie. Wir haben daher in Bayern eine massive Auswei­tung der Testun­gen auf das neuar­tige Coro­na­vi­rus SARS-CoV-2 beschlos­sen. Mit der heute unter­zeich­ne­ten Verein­ba­rung stel­len wir unser Test­kon­zept auf eine solide Grund­lage.“

Die im Rahmen des Baye­ri­schen Test­kon­zepts erbrach­ten Leis­tun­gen sollen die Vertrag­särz­tin­nen und -ärzte mit der KVB als ihrem etablier­ten Ansprech­part­ner abrech­nen. Die KVB wird dann deren Vergü­tun­gen vier­tel­jähr­lich mit dem Frei­staat abrech­nen.

Nähere Infor­ma­tio­nen hierzu erhal­ten Sie auf der Website des STMGP.

Masken­pflicht in Arzt­pra­xen

In Arzt­pra­xen gilt für das Perso­nal Masken­pflicht und für die Kunden und ihre Begleit­per­so­nen FFP2-Masken­pflicht. Die Masken­pflicht entfällt, soweit die Art der Leis­tung sie nicht zulässt. Außer­dem ist durch geeig­nete Maßnah­men sicher­zu­stel­len, dass grund­sätz­lich ein Mindestab­stand von 1,5 m zwischen den Pati­en­ten einge­hal­ten werden kann. Diese Vorschrif­ten gelten auch für Zahn­arzt­pra­xen und alle sons­ti­gen Praxen, in denen medi­zi­ni­sche, thera­peu­ti­sche und pfle­ge­ri­sche Leis­tun­gen erbracht werden. Weiter­ge­hende Pflich­ten zum Tragen eines medi­zi­ni­schen Mund-Nasen-Schut­zes blei­ben unbe­rührt.
Quelle: § 12 Abs. 3 https://www.gesetze-bayern.de/Content/Docu­ment/BayIfSMV_11/true: der 11. Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung

Gemäß § 1 Abs. 2 gilt für die Verpflich­tung, eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tragen:

  1. Kinder sind bis zum sechs­ten Geburts­tag von der Trage­pflicht befreit.

  2. Perso­nen, die glaub­haft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bede­ckung aufgrund einer Behin­de­rung oder aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht möglich oder unzu­mut­bar ist, sind von der Trage­ver­pflich­tung befreit; die Glaub­haft­ma­chung erfolgt bei gesund­heit­li­chen Grün­den insbe­son­dere durch eine ärzt­li­che Beschei­ni­gung, die die fach­lich-medi­zi­ni­sche Beur­tei­lung des Krank­heits­bil­des (Diagnose), den latei­ni­schen Namen oder die Klas­si­fi­zie­rung der Erkran­kung nach ICD 10 sowie den Grund, warum sich hieraus eine Befrei­ung der Trage­pflicht ergibt, enthält.

  3. Das Abneh­men der Mund-Nasen-Bede­ckung ist zuläs­sig, solange es zu Iden­ti­fi­ka­ti­ons­zwe­cken oder zur Kommu­ni­ka­tion mit Menschen mit Hörbe­hin­de­rung oder aus sons­ti­gen zwin­gen­den Grün­den erfor­der­lich ist.

Corona-Warn-App der Bundes­re­gie­rung steht zum Down­load bereit

Die Bundes­re­gie­rung hat ihre neue Corona-Warn-App für Smart­pho­nes am Diens­tag, den 16. Juni 2020 offi­zi­ell vorge­stellt. Die App soll Menschen nach­träg­lich darüber infor­mie­ren, wenn sie sich in der Nähe infi­zier­ter Perso­nen aufge­hal­ten haben.

Dazu misst die Corona-App über den Kurz­stre­cken­funk Blue­tooth, ob sich Anwen­der über einen Zeit­raum von 15 Minu­ten oder länger näher als unge­fähr zwei Meter gekom­men sind. Dabei werden stoß­weise alle zwei­ein­halb bis fünf Minu­ten anony­mi­sierte Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mern über­tra­gen. Der Ort der Begeg­nung wird nicht erfasst.

Wer posi­tiv auf Covid-19 getes­tet wurde, trägt das selbst in die App ein. Darauf­hin werden die betrof­fe­nen Kontakte darüber infor­miert, dass sie sich in der Vergan­gen­heit in der Nähe einer infi­zier­ten Person aufge­hal­ten haben.

Je früher eine Person über ein Infek­ti­ons­ri­siko Bescheid weiß, desto schnel­ler kann sie selbst Schutz­maß­nah­men ergrei­fen: Sich selbst testen lassen und sich in Quaran­täne bege­ben, um andere vor einer Anste­ckung zu bewah­ren.

Down­load der App

Die App steht im Apple-App-Store oder im Google-Play-Store zum Down­load bereit. Man benö­tigt dazu ein Smart­phone mit dem aktu­el­len Apple-Betriebs­sys­tem iOS 13.5 – das gibt es für Geräte ab dem iPhone 6s, ältere Geräte reichen nicht aus.

Bei Android-Handys benö­tigt man die Version Android 6 oder eine neuere Version, zudem muss Blue­tooth Low Energy unter­stützt werden.

Infor­ma­tio­nen des RKI für Hausärzte und Hausärz­tin­nen

Das Robert-Koch-Insti­tut (RKI) hat für Hausärzte Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zum Umgang mit Pati­en­ten erstellt, die die App-Meldung „Erhöh­tes Risiko einer Corona-Infek­tion“ erhal­ten haben. Das Doku­ment finden Sie (unten) als Down­load.

Hand­lungs­emp­feh­lun­gen des BHÄV zur Abrech­nung von Corona-Tests

Über­dies hat der Baye­ri­sche Hausärzte-Verband (BHÄV) Infor­ma­tio­nen zur Abrech­nung von Corona-Tests/Abstrich­nah­men/Labor­un­ter­su­chun­gen bei Pati­en­ten veröf­fent­licht, die einen Warn­hin­weis durch die Corona-App erhal­ten haben. Das Doku­ment finden Sie (unten) als Down­load.

Rege­lung zur Fort­bil­dungs­pflicht im Kran­ken­haus nach § 136b SGB V

Der Gemein­same Bundes­aus­schuss (G-BA) passt seine Rege­lun­gen zur Fortil­dung im Kran­ken­haus nach § 136b SGB V an.
Nähere Infor­ma­tio­nen hierzu erhal­ten Sie durch die Pres­se­mit­tei­lung des Gemein­sa­men Bundes­aus­schus­ses Nr. 32 / 2020 vom 16. Juli 2020)

Rege­lung zur Fort­bil­dungs­ver­pflich­tung der Vertrag­särzte und Vertrags­psy­cho­the­ra­peu­ten nach § 95 d SGB V

Vor dem Hinter­grund der COVID-19-Pande­mie hat die Kassen­ärzt­li­che Bundes­ver­ei­ni­gung aktu­ell für Vertrag­särzte und Vertrags­psy­cho­the­ra­peu­ten die Nach­weis­pflicht der fach­li­chen Fort­bil­dung nach § 95d SGB V modi­fi­ziert.

Nähere Infor­ma­tio­nen hierzu erhal­ten Sie hier:

• Veröf­fent­li­chung Deut­sches Ärzte­blatt Jg. 117 Heft 24 12. Juni 2020
• Schrei­ben der Kassen­ärzt­li­chen Verei­ni­gung Bayerns (KVB)

Unter­stüt­zung der Regel­ver­sor­gung durch Abstrich­nahme in Abstrich­sta­tio­nen

Momen­tan sind entspre­chend des Drive-Through-Prin­zips Abstrich­sta­tio­nen auch in Bayern in Planung. Für diese Statio­nen sucht die KVB Ärztin­nen und Ärzte, die in der Regel tags­über bereit sind, Testab­stri­che vor Ort in den Abstrich­sta­tio­nen zu nehmen. Soll­ten Sie die Möglich­keit sehen, einen solchen Einsatz leis­ten zu können, melden Sie sich bei Inter­esse bei der KVB. Infor­ma­tio­nen hierzu erhal­ten Sie im Infor­ma­ti­ons­blatt „Unter­stüt­zung der Regel­ver­sor­gung durch Abstrich­nahme in Abstrich­sta­tio­nen “. Für die Anmel­dung nutzen Sie bitte das Formu­lar „Abfrage zur Abstrich­nahme“ der KVB.

Insti­tute, welche einen SARS-CoV-2 PCR Test anbie­ten

Sie finden hier eine tabel­la­ri­sche Über­sicht über die Univer­si­täts­in­sti­tute, die den SARS-CoV-2 PCR Test anbie­ten, außer­dem eine Tabelle mit nicht-univer­si­tären Einrich­tun­gen aus dem Öffent­li­chen Gesund­heits­dients (ÖGD) und einige Privat­la­bore.

Help­line zur psycho­so­zia­len Unter­stüt­zung

Für Mitar­bei­ter im Gesund­heits- und Rettungs­we­sen erge­ben sich aufgrund der aktu­el­len Pande­mie­si­tua­tion beson­dere Belas­tun­gen. Deshalb bietet der gemein­nüt­zige Verein PSU-Akut eine Help­line zur psycho­so­zia­len Unter­stüt­zung an.

Dabei brin­gen spezi­ell ausge­bil­dete soge­nannte Peers selbst Erfah­run­gen aus ihrer Arbeit als Ärzte, Pfle­ge­kräfte, Medi­zi­ni­sche Fachan­ge­stellte oder Rettungs­dienst­mit­ar­bei­ter ein.
Ein Gesprächs­an­ge­bot bietet beispiels­weise die Möglich­keit, Entlas­tung zu schaf­fen, Infor­ma­tio­nen zu Stress und Stress­re­duk­tion zu bekom­men sowie Stra­te­gien zur Stabi­li­sie­rung und Bewäl­ti­gung zu entwi­ckeln.

Sie errei­chen die PSU-Help­line unter der Tele­fon­num­mer 089/ 54 55 84 40 (Jeweils Montag bis Frei­tag von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr)

Nähere Infor­ma­tio­nen hierzu erhal­ten Sie im beige­füg­ten PDF.

Psycho­the­ra­peu­ti­sches Unter­stüt­zungs­an­ge­bot per Video­sprech­stunde

Für Menschen, die sich aufgrund der beste­hen­den Pande­mie­si­tua­tion oder einer ange­ord­ne­ten Quaran­täne psychisch belas­tet fühlen, bieten enga­gierte Psycho­the­ra­peu­ten (Psycho­the­ra­peu­tisch tätige Ärzte, psycho­lo­gi­sche Psycho­the­ra­peu­ten, Kinder- und Jugend­psy­cho­the­ra­peu­ten) in Bayern indi­vi­du­elle psycho­the­ra­peu­ti­sche Unter­stüt­zung per Video­sprech­stunde an. Diese wird von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen über­nom­men.

So gehen Pati­en­ten vor, wenn sie das Ange­bot nutzen möch­ten:

  1. Auf der Website https://www.kvb.de/service/pati­en­ten/coro­na­vi­rus-infek­tion/ findet sich eine nach Regie­rungs­be­zirk geord­nete pdf-Liste mit Psycho­the­ra­peu­ten.
  2. Suchen Sie nach einem Psycho­the­ra­peu­ten, an Ihrem Wohn­ort oder in Ihrer Region oder bayern­weit.
  3. Kontak­tie­ren Sie die Praxis des Psycho­the­ra­peu­ten – bitte tele­fo­nisch.
  4. Verein­ba­ren Sie mit der Praxis einen indi­vi­du­el­len Video­ter­min und die Kontakt­mög­lich­keit.
  5. „Wenn Sie den Termin nicht einhal­ten können, sagen Sie bitte auf jeden Fall früh­zei­tig ab.“

Weitere aktu­elle Infor­ma­tio­nen

Bundes­ge­sund­heits- und Bundes­ar­beits­mi­nis­te­rium empfeh­len, Schutz­mas­ken für medi­zi­ni­sches Perso­nal mehr­fach zu verwen­den. (PDF unten)

Rund­schrei­ben von Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn an die nieder­ge­las­se­nen Ärzte und Ärztin­nen in Deutsch­land. Darin werden insbe­son­dere Maßnah­men des Bundes zur Behe­bung des Mangels an geeig­ne­ter Schutzaus­rüs­tung thema­ti­siert. (PDF unten)

Rund­schrei­ben des StMGP an die baye­ri­schen Kran­ken­häu­ser und die nieder­ge­las­se­nen Ärzte über Maßnah­men bei einem gehäuf­ten Auftre­ten von SARS-CoV-2 und Rund­schrei­ben über den Umgang mit Verdachts­fäl­len einer Infek­tion mit dem SARS-CoV-2 (PDFs unten).

Infor­ma­tio­nen zur Prüfung von China-Rück­keh­rern auf Infek­tio­nen mit SARS-CoV-2 am Beispiel einer Evaku­ie­rung von mehr­heit­lich deut­schen Flug­gäs­ten aus der chine­si­schen Provinz Hubei nach Frank­furt stellt das New England Jour­nal of Medi­cine unter folgen­dem Link bereit:
Beweise für SARS-CoV-2-Infek­tion bei Rück­keh­rern aus Wuhan, China

Klinisch-ethi­sche Empfeh­lun­gen der Akade­mie für Ethik in der Medi­zin sowie zahl­rei­cher medi­zi­ni­scher Fach­ge­sell­schaf­ten zu Entschei­dun­gen über die Zutei­lung von Ressour­cen in der Notfall- und in der Inten­siv­me­di­zin im Kontext der COVID-19-Pande­mie. (PDF unten)

Vielleicht ebenfalls interessant:

Angebote für Ärzte und Pflegepersonal während der Corona-Krise

neuanmeldung

Informationen der Fachgesellschaften und Fachverlage

roentgendiagnostik

Informationen für Patienten

mfa-im-gespraech-1
icon-arrow-download icon-arrow-right-round icon-arrow-right icon-bars icon-checkmark--checked icon-checkmark icon-chevron-left icon-chevron-right icon-contact-external icon-contact icon-down icon-login icon-parapgrah icon-search icon-up