Allergologie

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Definition:

Die Zusatz-Weiter­­bil­­dung Aller­­go­lo­­gie umfasst in Ergän­­zung zu einer Fach­­arz­t­­kom­­pe­tenz die Vorbeu­­gung, Erken­­nung und Behan­d­­lung der durch Aller­­gene und Pseu­­doall­er­­gene ausge­­lös­ten Erkran­­kun­­gen verschie­­de­­ner Organ­­sys­teme einschließ­­lich der immu­no­lo­­gi­­schen Aspekte.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Zusatz-Weiter­­bil­­dung ist die Erlan­­gung der fach­­li­chen Kompe­tenz in Aller­­go­lo­­gie nach Ableis­tung der vorge­­schrie­­be­­nen Weiter­­bil­­dungs­­­zeit und Weiter­­bil­­dungs­­in­halte.

Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung:

Aner­ken­nung als Fach­arzt

Weiterbildungszeit:

18 Monate bei einem Weiter­bil­der für Aller­go­lo­gie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3, davon können bis zu
12 Monate während der Weiter­bil­dung in Hals-Nasen-Ohren­heil­kunde, Haut- und Geschlechts­krank­hei­ten, Innere Medi­zin und Pneu­mo­lo­gie und/oder Kinder- und Jugend­me­di­zin bei einem Weiter­bil­der für Aller­go­lo­gie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 abge­leis­tet werden

Weiterbildungsinhalt:

Erwerb von Kennt­­nis­­sen, Erfah­run­­gen und Fertig­kei­ten in
der Biolo­gie, chemi­schen und physi­ka­li­schen Eigen­schaf­ten und der Ökolo­gie der Aller­gene und der Aller­gen­ex­trakte sowie deren umwelt­me­di­zi­ni­scher Bedeu­tung
der Aller­gie­prä­ven­tion einschließ­lich Aller­gen­ka­renz und Aller­gen-Elimi­na­tion
der Indi­ka­ti­ons­stel­lung und Bewer­tung von sero­lo­gi­schen, zellu­lä­ren und phar­ma­ko­lo­gi­schen in-vitro-Test­ver­fah­ren
der Ernäh­rungs­be­ra­tung einschließ­lich Elimi­na­ti­ons­diä­ten
der spezi­fi­schen Immun­the­ra­pie (Hypo­sen­si­bi­li­sie­rung) einschließ­lich der Erstel­lung des Behand­lungs­plans
der Notfall­be­hand­lung des anaphy­lak­ti­schen Schocks
psycho­so­zia­ler Proble­ma­tik einschließ­lich berufs­be­ding­ter Aspekte
der Diagno­s­tik psycho­ge­ner Symptome und somat­o­psy­chi­scher Reak­tio­nen
der Indi­ka­ti­ons­stel­lung und Beur­tei­lung von zellu­lä­ren in-vitro-Test­ver­fah­ren, z. B. Anti­gen-abhän­gige Lympho­zy­ten­sti­mu­la­tion, Durch­fluss­zy­to­me­trie, Hista­min- und Leuko­trien-Frei­set­zung
Defi­­nierte Unter­­su­chungs- und Behan­d­­lungs­­­ver­­fah­ren:
Erhe­bung und Doku­men­ta­tion der spezi­el­len aller­go­lo­gi­schen Anamnese
Kutan- und Epiku­tan­tests bei Sofort­typ- und Spät­typ-Reak­tio­nen
Bestim­mung haut­sen­si­bi­li­sie­ren­der Anti­kör­per vom Sofort­typ (IgE)
gebiets­be­zo­gene Provo­ka­ti­ons­tests, z. B. nasal, bron­chial, oral, paren­te­ral
Stich­pro­vo­ka­ti­ons­tes­tung zur Thera­pie­kon­trolle
Auswer­tung von Pollen-, Schim­mel­pilz- oder Haus­staub­pro­ben
Durch­füh­rung der spezi­fi­schen Immun­the­ra­pie bis zur Erhal­tungs­do­sis
beson­dere Metho­den der spezi­fi­schen Immun­the­ra­pie einschließ­lich der Thera­pie mit Insek­ten­gif­ten

Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in

den allgemeinen Inhalten der Weiterbildung für die Abschnitte B und C
der Biologie, chemischen und physikalischen Eigenschaften und der Ökologie der Allergene und der Allergenextrakte sowie deren umweltmedizinischer Bedeutung
der Allergieprävention einschließlich Allergenkarenz und Allergen-Elimination
der Indikationsstellung und Bewertung von serologischen, zellulären und pharmakologischen In-vitro-Testverfahren
der Ernährungsberatung einschließlich Eliminationsdiäten
der spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) einschließlich der Erstellung des Behandlungsplans
der Notfallbehandlung des anaphylaktischen Schocks
psychosozialer Problematik einschließlich berufsbedingter Aspekte
der Diagnostik psychogener Symptome und somatopsychischer Reaktionen
der Indikationsstellung und Beurteilung von zellulären In-vitro-Testverfahren, z. B. Antigen-abhängige Lymphozytenstimulation, Durchflusszytometrie, Histamin- und Leukotrien-Freisetzung

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Erhebung und Dokumentation der speziellen allergologischen Anamnese bei Patienten
300
Kutan- und Epikutanteste bei Soforttyp- und Spättyp-Reaktionen bei Patienten
300
Bestimmung sensibilisierender Antikörper vom Soforttyp (Ig E) bei Patienten
200
gebietsbezogene Provokationsteste, z. B. nasal, bronchial, oral, parenteral bei Patienten
100
Stichprovokationstestung zur Therapiekontrolle
BK
Auswertung von Pollen-, Schimmelpilz- oder Hausstaubproben bei Patienten
10
spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) einschließlich der Erstellung des Behandlungsplans bei Patienten
50
Durchführung der spezifischen Immuntherapie bis zur Erhaltungsdosis
50
besondere Methoden der spezifischen Immuntherapie einschließlich der Therapie mit Insektengiften
10

BK (Basis­kennt­nisse) bedeu­tet, dass Grund­kennt­nisse und Erfah­run­gen hierzu erfor­der­lich sind. Der Nach­weis einer Mindest­zahl von entspre­chen­den Unter­su­chun­gen/Behand­lun­gen ist hier nicht erfor­der­lich.

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