Facharzt für Neuropathologie

arztin_behandlung

Gebiet Pathologie

Definition:

Das Gebiet Patho­lo­­gie umfasst die Erken­­nung von Krank­hei­ten, ihrer Ents­te­hung und ihrer Ursa­chen durch die morpho­lo­­gie­­be­­zo­­gene Beur­tei­­lung von Unter­­su­chungs­­­gut oder durch Obduk­tion und dient damit zugleich der Bera­tung und Unter­­stüt­­zung der in der Behan­d­­lung täti­­gen Ärzte.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Weiter­­bil­­dung im Gebiet Patho­lo­­gie ist die Erlan­­gung von Fach­­arz­t­­kom­­pe­ten­­zen 23.1 und 23.2 nach Ableis­tung der vorge­­schrie­­be­­nen Weiter­­bil­­dungs­­­zei­ten und Weiter­­bil­­dungs­­in­halte.

Weiterbildungszeit:

24 Monate Basis­wei­ter­bil­dung bei einem Weiter­bil­der an einer Weiter­bil­dungs­stätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2

Weiterbildungsziel:

Ziel der Weiter­­bil­­dung ist aufbau­end auf der Basis­wei­ter­­bil­­dung die Erlan­­gung der Fach­­arz­t­­kom­­pe­tenz Neuro­pa­tho­lo­­gie nach Ableis­tung der vorge­­schrie­­be­­nen Weiter­­bil­­dungs­­­zei­ten und Weiter­­bil­­dungs­­in­halte.

Weiterbildungszeit:

24 Monate Basis­wei­ter­bil­dung im Gebiet Patho­lo­gie und 48 Monate Weiter­bil­dung zum Fach­arzt für Neuro­pa­tho­lo­gie bei einem Weiter­bil­der an einer Weiter­bil­dungs­stätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu
12 Monate in Neuro­chir­ur­gie, Neuro­lo­gie, Neuro­päd­ia­trie, Neuro­ra­dio­lo­gie und/oder Psych­ia­trie und Psycho­the­ra­pie ange­rech­net werden

Weiterbildungsinhalt:

Basisweiterbildung für die Facharztkompetenzen des Gebiets

Zusätz­­lich zu den in § 4 Abs. 3 aufge­­führ­ten Anfor­­de­run­­gen Erwerb von Kennt­­nis­­sen, Erfah­run­­gen und Fertig­kei­ten in
der spezi­el­len patho­lo­gi­schen Anato­mie der verschie­de­nen Körper­re­gio­nen
der Obduk­ti­ons­tä­tig­keit einschließ­lich histo­lo­gi­scher Unter­su­chun­gen und epikri­ti­scher Auswer­tun­gen
der makro­sko­pi­schen Beur­tei­lung und der Entnahme morpho­lo­gi­schen Mate­ri­als für die histo­lo­gi­sche und zyto­lo­gi­sche Unter­su­chung einschließ­lich der Metho­den der tech­ni­schen Bear­bei­tung und Färbung
der Aufbe­rei­tung und Befun­dung histo­lo­gi­scher und zyto­lo­gi­scher Präpa­rate einschließ­lich biop­ti­scher Schnell­schnitt­un­ter­su­chun­gen
den spezi­el­len Metho­den der morpho­lo­gi­schen Diagno­s­tik einschließ­lich der Immun­hi­sto­che­mie, der Morpho­me­trie, der Mole­ku­lar­pa­tho­lo­gie, z. B. Nukle­in­säure- und Protein­un­ter­su­chun­gen und der Zyto­ge­ne­tik
der Asser­vie­rung von Unter­su­chungs­gut für ergän­zende Unter­su­chun­gen
der foto­gra­fi­schen Doku­men­ta­tion
der inter­dis­zi­pli­nären Zusam­men­ar­beit bei der Erken­nung von Krank­hei­ten und ihren Ursa­chen, der Über­wa­chung des Krank­heits­ver­lau­fes und Bewer­tung thera­peu­ti­scher Maßnah­men einschließ­lich der Durch­füh­rung von klinisch-patho­lo­gi­schen Konfe­ren­zen

Weiterbildung in der Facharztkompetenz

Erwerb von Kennt­­nis­­sen, Erfah­run­­gen und Fertig­kei­ten in
der Obduk­ti­ons­tä­tig­keit insbe­son­dere von Gehir­nen, Rücken­mark­sprä­pa­ra­ten, Spinal­gan­glien, peri­phe­ren Nerven­an­tei­len und Skelett­mus­ku­la­tur
der Aufbe­rei­tung und diagno­s­ti­schen Auswer­tung neuro­his­to­lo­gi­scher, histo­che­mi­scher, elek­tro­nen­mi­kro­sko­pi­scher, neuro­zy­to­lo­gi­scher und mole­ku­lar­bio­lo­gi­scher Präpa­rate
der mole­ku­la­ren Neuro­pa­tho­lo­gie
der klinisch-expe­ri­men­tel­len oder verglei­chen­den Anato­mie und Patho­lo­gie des Nerven­sys­tems
Defi­­nierte Unter­­su­chungs- und Behan­d­­lungs­­­ver­­fah­ren:
Obduk­tio­nen des Zentral­ner­ven­sys­tems einschließ­lich histo­lo­gi­scher Unter­su­chun­gen, epikri­ti­scher Auswer­tun­gen und Doku­men­ta­tion
histo­pa­tho­lo­gi­sche, insbe­son­dere neuro­his­to­lo­gi­sche Unter­su­chung einschließ­lich Schnell­schnitt­un­ter­su­chun­gen
Liquor­zy­to­lo­gie
neuro­mor­pho­lo­gi­sche Diagno­s­tik mittels z. B. Histo­che­mie, Elek­tro­nen­mi­kro­sko­pie, Gewe­be­kul­tur
mole­ku­lar­pa­tho­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen, z. B. DNA- und RNA-Analy­sen

Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in

Allgemeine Inhalte der Weiterbildung für die Abschnitte B und C

ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns
der ärztlichen Begutachtung
den Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements einschließlich des Fehler- und Risikomanagements
der ärztlichen Gesprächsführung einschließlich der Beratung von Angehörigen
psychosomatischen Grundlagen
der interdisziplinären Zusammenarbeit
der Ätiologie, Pathophysiologie und Pathogenese von Krankheiten
der Aufklärung und der Befunddokumentation
labortechnisch gestützten Nachweisverfahren mit visueller oder apparativer Auswertung (Basislabor)
medizinischen Notfallsituationen
den Grundlagen der Pharmakotherapie einschließlich der Wechselwirkungen der Arzneimittel und des Arzneimittelmissbrauchs
der Durchführung von Impfungen
der allgemeinen Schmerztherapie
der interdisziplinären Indikationsstellung zur weiterführenden Diagnostik einschließlich der Differentialindikation und Interpretation radiologischer Befunde im Zusammenhang mit gebietsbezogenen Fragestellungen
der Beurteilung von Besonderheiten der Erkrankungen und Einschränkungen im Alter
der Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden
den psychosozialen, umweltbedingten und interkulturellen Einflüssen auf die Gesundheit
gesundheitsökonomischen Auswirkungen ärztlichen Handelns
den Strukturen des Gesundheitswesens

Basis­wei­ter­bil­dung für die Fach­arzt­kom­pe­ten­zen 23.1 und 23.2

den allgemeinen Inhalten der Weiterbildung für die Abschnitte B und C
der speziellen pathologischen Anatomie der verschiedenen Körperregionen
der Obduktionstätigkeit einschließlich histologischer Untersuchungen und epikritischer Auswertungen
der makroskopischen Beurteilung und der Entnahme morphologischen Materials für die histologische und zytologische Untersuchung einschließlich der Methoden der technischen Bearbeitung und Färbung
der Aufbereitung und Befundung histologischer und zytologischer Präparate einschließlich bioptischer Schnellschnittuntersuchungen
den speziellen Methoden der morphologischen Diagnostik einschließlich der Immunhistochemie, der Morphometrie, der Molekularpathologie, z. B. Nukleinsäure- und Proteinuntersuchungen und der Zytogenetik
der Asservierung von Untersuchungsgut für ergänzende Untersuchungen
der fotografischen Dokumentation
der interdisziplinären Zusammenarbeit bei der Erkennung von Krankheiten und ihren Ursachen, der Überwachung des Krankheitsverlaufes und Bewertung therapeutischer Maßnahmen einschließlich der Durchführung von klinisch-pathologischen Konferenzen

Weiterbildung in der Facharztkompetenz

den Inhalten der Basisweiterbildung aus dem Gebiet Pathologie
der Obduktionstätigkeit insbesondere von Gehirnen, Rückenmarkspräparaten, Spinalganglien, peripheren Nervenanteilen und Skelettmuskulatur
der Aufbereitung und diagnostischen Auswertung neurohistologischer, histochemischer, elektronenmikroskopischer, neurozytologischer und molekularbiologischer Präparate
der molekularen Neuropathologie
der klinisch-experimentellen oder vergleichenden Anatomie und Pathologie des Nervensystems

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Obduktionen des Zentralnervensystems einschließlich histologischer Untersuchungen, epikritischer Auswertungen und Dokumentation
200
histopathologische, insbesondere neurohistologische Untersuchung einschließlich Schnellschnittuntersuchungen und Liquorzytologie
1.000
neuromorphologische Diagnostik mittels z. B. Histochemie, Elektronenmikroskopie, Gewebekultur einschließlich molekularpathologische Untersuchungen, z. B. DNA- und RNA-Analysen
1.000

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