Facharzt für Strahlentherapie

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Gebiet Strahlentherapie

Definition:

Das Gebiet Strah­len­the­ra­pie umfasst die Strah­len­­be­han­d­­lung mali­g­ner und benig­­ner Erkran­­kun­­gen einschließ­­lich der medi­­ka­­men­tö­­sen und physi­­ka­­li­­schen Verfah­ren zur Radio­­sen­­si­­bi­­li­­sie­rung und Verstär­­kung
der Strah­len­wir­­kung am Tumor unter Berück­­sich­ti­­gung von Schutz­­maß­­nah­­men der gesun­­den Gewebe.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Weiter­­bil­­dung im Gebiet Strah­len­the­ra­pie ist die Erlan­­gung der Fach­­arz­t­­kom­­pe­tenz nach Ableis­tung der vorge­­schrie­­be­­nen Weiter­­bil­­dungs­­­zeit und Weiter­­bil­­dungs­­in­halte.

Weiterbildungszeit:

60 Monate bei einem Weiter­bil­der an einer Weiter­bil­dungs­stätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon
12 Monate in der statio­nären Pati­en­ten­ver­sor­gung, davon können
  • 6 Monate in einem ande­ren Gebiet der unmit­tel­ba­ren Pati­en­ten­ver­sor­gung ange­rech­net werden
können bis zu 12 Monate in Radio­lo­gie oder Nukle­ar­me­di­zin ange­rech­net werden

Weiterbildungsinhalt:

Zusätz­­lich zu den in § 4 Abs. 3 aufge­­führ­ten Anfor­­de­run­­gen Erwerb von Kennt­­nis­­sen, Erfah­run­­gen und Fertig­kei­ten in
den Grund­la­gen der Strah­len­phy­sik und Strah­len­bio­lo­gie von Tumo­ren und gesun­den Gewe­ben bei diagno­s­ti­scher und thera­peu­ti­scher Anwen­dung ioni­sie­ren­der Strah­len
den Grund­la­gen der für die Bestrah­lungs­pla­nung erfor­der­li­chen bild­ge­ben­den Verfah­ren zur Thera­pie­pla­nung
der Strah­len­the­ra­pie einschließ­lich der Indi­ka­ti­ons­stel­lung und Bestrah­lungs­pla­nung
der medi­ka­men­tö­sen und physi­ka­li­schen Begleit­be­hand­lung zur Verstär­kung der Strah­len­wir­kung im Tumor und zur Protek­tion gesun­der Gewebe
den Grund­la­gen der intra­ka­vi­tären und inters­ti­ti­el­len Brachy­the­ra­pie
der Behand­lung von Tumo­ren im Rahmen von Kombi­na­ti­ons­be­hand­lun­gen und inter­dis­zi­pli­närer Thera­pie­kon­zepte einschließ­lich der Fach­arzt­kom­pe­tenz bezo­ge­nen Zusatz-Weiter­bil­dung Medi­ka­men­töse Tumor­the­ra­pie als inte­gra­ler Bestand­teil der Weiter­bil­dung
der Betreu­ung pallia­tiv­me­di­zi­nisch zu versor­gen­der Pati­en­ten
der Nach­sorge und Reha­bi­li­ta­tion von Tumor­pa­ti­en­ten
den Grund­la­gen der Ernäh­rungs­me­di­zin einschließ­lich diäte­ti­scher Bera­tung
psycho­ge­nen Sympto­men, somat­o­psy­chi­schen Reak­tio­nen und psycho­so­zia­len Zusam­men­hän­gen
der gebiets­be­zo­ge­nen Arznei­mit­tel­the­ra­pie
den Grund­la­gen des Strah­len­schut­zes beim Pati­en­ten und Perso­nal einschließ­lich der Perso­nal­über­wa­chung
den Grund­la­gen des Strah­len­schut­zes beim Umgang mit offe­nen und geschlos­se­nen radio­ak­ti­ven Strah­lern einschließ­lich des bauli­chen und appa­ra­ti­ven Strah­len­schut­zes
der Gerä­te­kunde
Defi­­nierte Unter­­su­chungs- und Behan­d­­lungs­­­ver­­fah­ren:
Anwen­dung bild­ge­ben­der Verfah­ren zur Thera­pie­pla­nung, z. B. Rönt­gen­si­mu­la­tor, Compu­ter­to­mo­gra­phie, Ultra­schall­un­ter­su­chun­gen
Erstel­lung strah­len­the­ra­peu­ti­scher Behand­lungs­pläne auch unter Einbe­zie­hung von Kombi­na­ti­ons­the­ra­pien und inter­dis­zi­pli­närer Behand­lungs­kon­zepte
externe Strah­len­the­ra­pie (Teil­chen­be­schleu­ni­ger, radio­ak­tive Quel­len, Rönt­gen­the­ra­pie) einschließ­lich mit Linear­be­schleu­ni­gern
Brachy­the­ra­pie einschließ­lich bei Tumo­ren des weib­li­chen Geni­tale
Bestrah­lungs­pla­nun­gen mit einem Simu­la­tor einschließ­lich Einbe­zug von Rech­ner­plä­nen und Compu­ter­to­mo­gra­phie
zyto­sta­ti­sche, immun­mo­du­la­to­ri­sche, antihor­mo­nelle sowie suppor­tive Thera­pie­zy­klen bei soli­den Tumo­rer­kran­kun­gen der Fach­arzt­kom­pe­tenz einschließ­lich der Beherr­schung auftre­ten­der Kompli­ka­tio­nen
Chemo­the­ra­pie­zy­klen einschließ­lich nach­fol­gen­der Über­wa­chung
Infu­si­ons-, Trans­fu­si­ons- und Bluter­satz­the­ra­pie, ente­r­ale und paren­te­r­ale Ernäh­rung

Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in

Allgemeine Inhalte der Weiterbildung für die Abschnitte B und C

ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns
der ärztlichen Begutachtung
den Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements einschließlich des Fehler- und Risikomanagements
der ärztlichen Gesprächsführung einschließlich der Beratung von Angehörigen
psychosomatischen Grundlagen
der interdisziplinären Zusammenarbeit
der Ätiologie, Pathophysiologie und Pathogenese von Krankheiten
der Aufklärung und der Befunddokumentation
labortechnisch gestützten Nachweisverfahren mit visueller oder apparativer Auswertung (Basislabor)
medizinischen Notfallsituationen
den Grundlagen der Pharmakotherapie einschließlich der Wechselwirkungen der Arzneimittel und des Arzneimittelmissbrauchs
der Durchführung von Impfungen
der allgemeinen Schmerztherapie
der interdisziplinären Indikationsstellung zur weiterführenden Diagnostik einschließlich der Differentialindikation und Interpretation radiologischer Befunde im Zusammenhang mit gebietsbezogenen Fragestellungen
der Beurteilung von Besonderheiten der Erkrankungen und Einschränkungen im Alter
der Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden
den psychosozialen, umweltbedingten und interkulturellen Einflüssen auf die Gesundheit
gesundheitsökonomischen Auswirkungen ärztlichen Handelns
den Strukturen des Gesundheitswesens

Inhalte der Facharztkompetenz

den allgemeinen Inhalten der Weiterbildung für die Abschnitte B und C
den Grundlagen der Strahlenphysik und Strahlenbiologie von Tumoren und gesunden Geweben bei diagnostischer und therapeutischer Anwendung ionisierender Strahlen
den Grundlagen der für die Bestrahlungsplanung erforderlichen bildgebenden Verfahren zur Therapieplanung
der Strahlentherapie einschließlich der Indikationsstellung und Bestrahlungsplanung
der medikamentösen und physikalischen Begleitbehandlung zur Verstärkung der Strahlenwirkung im Tumor und zur Protektion gesunder Gewebe
den Grundlagen der intrakavitären und interstitiellen Brachytherapie
der Behandlung von Tumoren im Rahmen von Kombinationsbehandlungen und interdisziplinärer Therapiekonzepte einschließlich der Facharztkompetenz bezogenen Zusatz-Weiterbildung Medikamentöse Tumortherapie als integraler Bestandteil der Weiterbildung
der Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
der Nachsorge und Rehabilitation von Tumorpatienten
den Grundlagen der Ernährungsmedizin einschließlich diätetischer Beratung
psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen
der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie
den Grundlagen des Strahlenschutzes beim Patienten und Personal einschließlich der Personalüberwachung
den Grundlagen des Strahlenschutzes beim Umgang mit offenen und geschlossenen radioaktiven Strahlern einschließlich des baulichen und apparativen Strahlenschutzes
der Gerätekunde

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Anwendung bildgebender Verfahren zur Therapieplanung, z. B. Röntgensimulator, Computertomographie, Ultraschalluntersuchungen
500
Erstellung strahlentherapeutischer Behandlungspläne auch unter Einbeziehung von Kombinationstherapien und interdisziplinärer Behandlungskonzepte
500
externe Strahlentherapie (Teilchenbeschleuniger, radioaktive Quellen, Röntgentherapie) einschließlich mit Linearbeschleunigern
500
Brachytherapie einschließlich bei Tumoren des weiblichen Genitale
100
Bestrahlungsplanungen mit einem Simulator einschließlich Einbezug von Rechnerplänen und Computertomographie
500
zytostatische, immunmodulatorische, antihormonelle sowie supportive Therapiezyklen bei soliden Tumorerkrankungen des Gebietes einschließlich der Beherrschung auftretender Komplikationen
500
Chemotherapiezyklen einschließlich nachfolgender Überwachung
300
Infusions-, Tranfusions- und Blutersatztherapie, enterale und parenterale Ernährung
50

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