Hämostaseologie

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Definition:

Die Zusatz-Weiter­­bil­­dung Hämo­­sta­­seo­lo­­gie umfasst in Ergän­­zung zu einer Fach­­arz­t­­kom­­pe­tenz die Erken­­nung und Behan­d­­lung von okkul­ten und mani­­fes­ten Throm­­boe­­m­­bo­­lien und Blutungs­­­stö­run­­gen bei verer­b­ten und erwor­­be­­nen Hämo­­sta­­se­­stö­run­­gen.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Zusatz-Weiter­­bil­­dung ist die Erlan­­gung der fach­­li­chen Kompe­tenz in Hämo­­sta­­seo­lo­­gie nach Ableis­tung der vorge­­schrie­­be­­nen Weiter­­bil­­dungs­­­zeit und Weiter­­bil­­dungs­­in­halte.

Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung:

Aner­ken­nung als „Fach­arzt für Allge­mein­me­di­zin“, „Fach­arzt für Anäs­the­sio­lo­gie“, „Fach­arzt für Frau­en­heil­kunde und Geburts­hilfe“, „Fach­arzt für Kinder- und Jugend­me­di­zin“, „Fach­arzt für Labo­ra­to­ri­ums­me­di­zin“, „Fach­arzt für Neuro­lo­gie“, „Fach­arzt für Trans­fu­si­ons­me­di­zin“ oder einer Fach­arzt­be­zeich­nung in den Gebie­ten Chir­ur­gie (auch Aner­ken­nung als „Fach­arzt für Chir­ur­gie“ oder als „Fach­arzt für Ortho­pä­die“ nach bishe­ri­gem Recht) oder Innere Medi­zin

Weiterbildungszeit:

12 Monate bei einem Weiter­bil­der für Hämo­sta­seo­lo­gie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3, davon können
6 Monate während der Weiter­bil­dung in Innere Medi­zin, Innere Medi­zin und Angio­lo­gie, Innere Medi­zin und Häma­to­lo­gie und Onko­lo­gie, Kinder-Häma­to­lo­gie und -Onko­lo­gie oder Trans­fu­si­ons­me­di­zin bei einem Weiter­bil­der für Hämo­sta­seo­lo­gie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 abge­leis­tet werden

Weiterbildungsinhalt:

Erwerb von Kennt­­nis­­sen, Erfah­run­­gen und Fertig­kei­ten in
der Sympto­ma­to­lo­gie und Diagno­s­tik von arte­ri­el­len und venö­sen Throm­bo­sen
der anti­throm­bo­ti­schen Thera­pie mit Anti­ko­agu­lan­zien, Throm­bo­zy­ten­funk­ti­ons­hem­mern und Fibri­no­ly­tika
der Sympto­ma­to­lo­gie und Diffe­ren­zi­al­dia­gno­s­tik von Störun­gen der zellu­lä­ren und plas­ma­ti­schen Hämo­stase
der Thera­pie mit Gerin­nungs­fak­to­ren, Throm­bo­zy­ten, ande­ren Blut­kom­po­nen­ten und Hämos­ty­p­tika
der Diagno­s­tik throm­bo­phi­ler und hämor­rha­gi­scher Diathe­sen
der Prophy­laxe von Hämo­sta­se­stö­run­gen bei here­di­tären und erwor­be­nen Diathe­sen
der Diagno­s­tik und Thera­pie­steue­rung bei disse­mi­nier­ter intra­va­sa­ler Koagu­lo­pa­thie und ande­ren komple­xen Hämo­sta­se­stö­run­gen
der Thera­pie­über­wa­chung und Char­gen­do­ku­men­ta­tion

Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in

den allgemeinen Inhalten der Weiterbildung für die Abschnitte B und C
der Symptomatologie und Diagnostik von arteriellen und venösen Thrombosen
der antithrombotischen Therapie mit Antikoagulanzien, Thrombozytenfunktionshemmern und Fibrinolytika
der Symptomatologie und Differenzialdiagnostik von Störungen der zellulären und plasmatischen Hämostase
der Therapie mit Gerinnungsfaktoren, Thrombozyten, anderen Blutkomponenten und Hämostyptika
der Diagnostik thrombophiler und hämorrhagischer Diathesen
der Prophylaxe von Hämostasestörungen bei hereditären und erworbenen Diathesen
der Diagnostik und Therapiesteuerung bei disseminierter intravasaler Koagulopathie und anderen komplexen Hämostasestörungen
der Therapieüberwachung und Chargendokumentation

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