Handchirurgie

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Definition:

Die Zusatz-Weiter­­bil­­dung Hand­chir­ur­­gie umfasst in Ergän­­zung zu einer Fach­­arz­t­­kom­­pe­tenz die Vorbeu­­gung, Erken­­nung, opera­tive und nicht opera­tive Behan­d­­lung, Nach­­sorge und Reha­­bi­­li­ta­tion von Erkran­­kun­­gen, Verlet­­zun­­gen, Fehl­­bil­­dun­­gen und Tumo­ren der Hand und des dista­len Unter­arms sowie die Rekon­struk­tion nach Erkran­­kun­­gen oder Verlet­­zun­­gen.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Zusatz-Weiter­­bil­­dung ist die Erlan­­gung der fach­­li­chen Kompe­tenz in Hand­chir­ur­­gie nach Ableis­tung der vorge­­schrie­­be­­nen Weiter­­bil­­dungs­­­zeit und Weiter­­bil­­dungs­­in­halte.

Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung:

Aner­ken­nung einer Fach­arzt­be­zeich­nung im Gebiet Chir­ur­gie (auch Aner­ken­nung als „Fach­arzt für Chir­ur­gie“ oder als „Fach­arzt für Ortho­pä­die“ nach bishe­ri­gem Recht)

Weiterbildungszeit:

36 Monate bei einem Weiter­bil­der für Hand­chir­ur­gie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3, davon können bis zu
12 Monate während der Weiter­bil­dung in Allge­mein­chir­ur­gie, Kinder­chir­ur­gie, Ortho­pä­die und Unfall­chir­ur­gie oder Plas­ti­sche Chir­ur­gie bei einem Weiter­bil­der für Hand­chir­ur­gie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 abge­leis­tet werden

Weiterbildungsinhalt:

Erwerb von Kennt­­nis­­sen, Erfah­run­­gen und Fertig­kei­ten in
der Vorbeu­gung, (Früh-)Erken­nung, opera­ti­ven und nicht opera­ti­ven Behand­lung der Erkran­kun­gen, Verlet­zun­gen und Fehl­bil­dun­gen der Hand einschließ­lich der mikro­chir­ur­gi­schen Tech­nik zur Replan­ta­tion und der Bildung freier Lappen zur Deckung postrau­ma­ti­scher und tumor­be­ding­ter Haut- und Weich­teil­de­fekte
der Reha­bi­li­ta­tion und Nach­sorge der Verlet­zun­gen und Erkran­kun­gen der Hand
der Indi­ka­ti­ons­stel­lung und Über­wa­chung physi­ka­li­scher Thera­pie­maß­nah­men
der Lokal- und Regio­nal­an­äs­the­sie an der oberen Extre­mi­tät
Defi­­nierte Unter­­su­chungs- und Behan­d­­lungs­­­ver­­fah­ren:
Opera­tive Eingriffe an
  • Haut und Subku­tis, einschließ­lich freier Haut­trans­plan­ta­tion und gestiel­ter Nah- und Fern­lap­pen­plas­ti­ken sowie freien Trans­plan­ta­tio­nen mit mikro­vas­ku­lä­rem Anschluss
  • Sehnen, einschließ­lich Beuge- und Streck­seh­nen­näh­ten, -trans­plan­ta­tio­nen und -lösun­gen sowie Syno­via­lek­to­mien, Wieder­her­stel­lungs­ein­grif­fen und Ring­band­spal­tun­gen sowie Sehnenum­la­ge­run­gen als moto­ri­sche Ersat­z­ope­ra­tion und Opera­tio­nen der Dupuy­tren-Kontrak­tur
  • Knochen, einschließ­lich geschlos­se­ner Frak­tur­be­hand­lun­gen, Osteo­syn­the­sen und Korrek­tu­ros­teo­to­mien sowie Behand­lun­gen von Pseudar­thro­sen und Knochen­trans­plan­ta­tio­nen
  • Gelen­ken, einschließ­lich Luxa­ti­ons­be­hand­lung, Nähten der Seiten­bän­der, der palma­ren Platte, sekun­dären Bandre­kon­struk­tio­nen, Dener­vie­run­gen sowie Arthro­plas­ti­ken, Arthro­de­sen und Syno­via­lek­to­mien
  • Nerven, einschließ­lich mikro­chir­ur­gi­sche Wieder­her­stel­lun­gen, Nerven­trans­plan­ta­tio­nen und Neuro­ly­sen
  • Blut­ge­fäßen, einschließ­lich mikro­chir­ur­gi­scher Arte­rien- und Venen­nähte und Venen­in­ter­po­nate
  • Lokal­be­hand­lun­gen, einschließ­lich beson­de­rer Verlet­zun­gen, z. B. Brand­ver­let­zun­gen, chemi­sche Verlet­zun­gen, Elek­tro­trau­men, Spritz­pis­to­len­ver­let­zun­gen, Kompart­ment­syn­drome und Volk­mann-Kontrak­tu­ren
  • Eingriffe bei Nerven­kom­pres­si­ons­syn­dro­men einschließ­lich des Karpal­tun­nel­syn­droms
  • Tumor­re­sek­tio­nen der Weich­teile und der Knochen
  • Eingriffe bei Infek­tio­nen
  • Ampu­ta­tio­nen an der Hand
  • Opera­tio­nen ange­bo­re­ner Fehl­bil­dun­gen an Hand und dista­lem Unter­arm

Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in

den allgemeinen Inhalten der Weiterbildung für die Abschnitte B und C
der Vorbeugung, (Früh-)Erkennung, operativen und nichtoperativen Behandlung der Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen der Hand einschließlich der mikrochirurgischen Technik zur Replantation und der Bildung freier Lappen zur Deckung posttraumatischer und tumorbedingter Haut-, Weichteildefekte
der Rehabilitation und Nachsorge der Verletzungen und Erkrankungen der Hand
der Indikationsstellung und Überwachung physikalischer Therapiemaßnahmen
der Lokal- und Regionalanästhesie an der oberen Extremität

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Operative Eingriffe an
Haut und Subkutis, davon
freie Hauttransplantation
10
gestielte Nah- und Fernlappenplastiken
10
Insellappen und freie Transplantationen mit mikrovaskulärem Anschluss
10
Sehnen, davon
Beuge- und Strecksehnennähte
10
Transplantationen
10
Tenolysen
10
Synovialektomien
10
Sehnenumlagerungen als motorische Ersatzoperation
10
Operationen der Dupuytren‘schen Kontraktur
10
Knochen, davon
geschlossene Frakturbehandlungen
10
Osteosynthesen
10
Korrekturosteotomien
10
Behandlungen von Pseudarthrosen
10
Knochentransplantationen
10
Gelenken, davon
Luxationsbehandlungen
10
Nähte der Seitenbänder oder der palmaren Platte
10
sekundäre Bandrekonstruktionen
10
Denervierungen
10
Arthrolysen und Arthroplastiken
10
Synovialektomien
10
Arthrodesen
10
Arthroskopien
10
Nerven, davon
mikrochirurgische Wiederherstellungen
10
Nerventransplantationen
10
Neurolysen
10
Blutgefäßen, z. B. mikrochirurgische Arterien- und Venennähte und Veneninterponate
25
Lokalbehandlungen einschließlich besonderer Verletzungen, z. B. Brandverletzungen, chemische Verletzungen, Elektrotraumen, Spritzpistolenverletzungen, Kompartmentsyndrome und Volkmann‘sche Kontrakturen
10
Nervenkompressionssyndromen einschließlich des Karpaltunnelsyndroms
10
Tumorresektionen, davon
an den Weichteilen
10
am Knochen
10
Eingriffe bei Infektionen
10
Amputationen an der Hand
10
Operationen angeborener Fehlbildungen an Hand und distalem Unterarm
10

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