Proktologie

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Definition:

Die Zusatz-Weiter­­bil­­dung Prok­to­lo­­gie umfasst in Ergän­­zung zu einer Fach­­arz­t­­kom­­pe­tenz die Vorbeu­­gung, Erken­­nung, Behan­d­­lung und Reha­­bi­­li­ta­tion von Erkran­­kun­­gen, Verlet­­zun­­gen, Form­­ver­­än­­de­run­­gen und funk­tio­­nel­len Störun­­gen des Mast­darms, des Afters, des Konti­­nen­z­or­­gans, der Becken­­bo­­den­mus­­ku­la­tur, von Analek­­ze­­men, anorek­­ta­len Geschlechts­­­krank­hei­ten und analen Derma­to­­sen.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Zusatz-Weiter­­bil­­dung ist die Erlan­­gung der fach­­li­chen Kompe­tenz in Prok­to­lo­­gie nach Ableis­tung der vorge­­schrie­­be­­nen Weiter­­bil­­dungs­­­zeit und Weiter­­bil­­dungs­­in­halte.

Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung:

Aner­ken­nung als „Fach­arzt für Allge­mein­me­di­zin“, „Fach­arzt für Allge­mein­chir­ur­gie“ (auch Aner­ken­nung als „Fach­arzt für Allge­meine Chir­ur­gie" oder „Fach­arzt für Chir­ur­gie“ nach bishe­ri­gem Recht), „Fach­arzt für Kinder­chir­ur­gie“, „Fach­arzt für Visceral­chir­ur­gie“, „Fach­arzt für Frau­en­heil­kunde und Geburts­hilfe“, „Fach­arzt für Haut- und Geschlechts­krank­hei­ten“, „Fach­arzt für Innere Medi­zin“, „Fach­arzt für Innere Medi­zin und Gastro­en­te­ro­lo­gie“, „Fach­arzt für Kinder- und Jugend­me­di­zin“ oder „Fach­arzt für Urolo­gie“

Weiterbildungszeit:

12 Monate bei einem Weiter­bil­der für Prok­to­lo­gie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3, davon können
6 Monate während der Fach­arzt­wei­ter­bil­dung in Allge­mein­me­di­zin, Allge­mein­chir­ur­gie, Kinder­chir­ur­gie, Viszeral­chir­ur­gie, Frau­en­heil­kunde und Geburts­hilfe, Haut- und Geschlechts­krank­hei­ten, Innere Medi­zin, Innere Medi­zin und Gastro­en­te­ro­lo­gie, Kinder- und Jugend­me­di­zin oder Urolo­gie bei einem Weiter­bil­der für Prok­to­lo­gie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 abge­leis­tet werden

Weiterbildungsinhalt:

Erwerb von Kennt­­nis­­sen, Erfah­run­­gen und Fertig­kei­ten in
den konser­va­ti­ven und opera­ti­ven Behand­lungs­me­tho­den der Prok­to­lo­gie, einschließ­lich
  • der konser­va­ti­ven Fissur­be­hand­lung und der Mitwir­kung bei opera­ti­ver Fissur­be­hand­lung
  • Exzi­sion von klei­ne­ren peri- und intraana­len Geschwüls­ten wie Throm­bo­sen, Maris­ken und hyper­tro­phen Anal­pa­pil­len
  • Behand­lung von Hämor­rhoi­dal­lei­den, z. B. Verödung, Gummi­band­li­ga­tu­ren
  • Aufsu­chen und Sondie­rung von Anal­fis­teln und Kryp­ten einschließ­lich Faden­drai­na­gen
  • Mitwir­kung bei der opera­ti­ven Thera­pie eines Sinus pilo­ni­da­lis, der Acne inversa und eines Anal­ab­szes­ses
der digi­ta­len Austas­tung und Befun­dung
der Diffe­ren­zi­al­dia­gno­s­tik des Analek­zems einschließ­lich Diagno­s­tik und Thera­pie der anorek­talen Geschlechts­krank­hei­ten und analer Derma­to­sen
der Versor­gung und Bera­tung von Stoma­trä­gern
der Nach­sorge bei mali­gnen Tumo­ren
der Speku­lu­mun­ter­su­chung des Anal­ka­nals
Prok­to­sko­pien
Rekto­sko­pien
funk­ti­ons- und morpho­lo­gi­sche Diagno­s­tik der analen Schließ­mus­ku­la­tur, z. B. Mano­me­trie, Endo­so­no­gra­phie
der Lokal- oder Regio­nal­an­äs­the­sie

Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in

den allgemeinen Inhalten der Weiterbildung für die Abschnitte B und C
den konservativen und operativen Behandlungsmethoden der Proktologie, einschließlich
– der konservativen Fissurbehandlung und der Mitwirkung bei operativer Fissurbehandlung
– Exzision von kleineren peri- und intraanalen Geschwülsten wie Thrombosen, Marisken und hypertrophen Analpapillen
– Behandlung von Hämorrhoidalleiden, z. B. Verödung, Gummibandligaturen
– Aufsuchen und Sondierung von Analfisteln und Krypten einschließlich Fadendrainagen
– Mitwirkung bei der operativen Therapie eines Sinus pilonidalis, der Acne inversa und eines Analabszesses
der digitalen Austastung und Befundung
der Differenzialdiagnostik des Analekzems einschließlich Diagnostik und Therapie der anorektalen Geschlechtskrankheiten und analer Dermatosen
der Versorgung und Beratung von Stomaträgern
der Nachsorge bei malignen Tumoren
der Spekulumuntersuchung des Analkanals
Proktoskopien
Rektoskopien
funktions- und morphologische Diagnostik der analen Schließmuskulatur, z. B. Manometrie, Endosonographie
der Lokal- oder Regionalanästhesie

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

konservative und operative Fissurbehandlungen
25
Exzision von kleineren peri- und intraanalen Geschwülsten, z. B. Thrombosen, Marisken, hypertrophen Analpapillen
25
Behandlung von Hämorrhoidalleiden, z. B. Verödung, Gummibandligaturen
100
Aufsuchen und Sondierung von Analfisteln und Krypten einschließlich Fadendrainagen
25
Mitwirkung bei der operativen Therapie eines Sinus pilonidalis, der Acne inversa und des Analabszesses
25
Diagnostik und Therapie der anorektalen Geschlechtskrankheiten und analer Dermatosen
50
Versorgung und Beratung von Stomaträgern
10
Nachsorge bei malignen Tumoren
25
Spekulumuntersuchung des Analkanals
25
Proktoskopien
100
Rektoskopien
50
funktions- und morphologische Diagnostik der analen Schließmuskulatur, z. B. Manometrie, Endosonographie
25
Lokal- oder Regionalanästhesie
25

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