Psychoanalyse

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Definition:

Die Zusatz-Weiter­­bil­­dung Psycho­ana­­lyse umfasst in Ergän­­zung zu einer Fach­­arz­t­­kom­­pe­tenz die Erken­­nung und psycho­ana­­ly­ti­­sche Behan­d­­lung von Krank­hei­ten und Störun­­gen, denen unbe­wusste seeli­­sche Konflikte zugrunde liegen einschließ­­lich der Anwen­­dung in der Präven­tion und Reha­­bi­­li­ta­tion sowie zum Verstän­d­­nis unbe­wus­s­ter Prozesse in der Arzt-Pati­en­ten-Bezie­hung.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Zusatz-Weiter­­bil­­dung ist die Erlan­­gung der fach­­li­chen Kompe­tenz in Psycho­ana­­lyse nach Ableis­tung der vorge­­schrie­­be­­nen Weiter­­bil­­dungs­­­zeit und Weiter­­bil­­dungs­­in­halte sowie der Weiter­­bil­­dungs­­­kurse.

Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung:

24 Monate Weiter­bil­dung in einem Gebiet der unmit­tel­ba­ren Pati­en­ten­ver­sor­gung bei einem Weiter­bil­der gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon mindes­tens 12 Monate Weiter­bil­dung in Psych­ia­trie und Psycho­the­ra­pie bei einem mindes­tens für zwei Jahre befug­ten Weiter­bil­der. Die vorge­schrie­bene Weiter­bil­dung in Psych­ia­trie und Psycho­the­ra­pie kann durch den Nach­weis des Erwerbs entspre­chen­der psych­ia­tri­scher Kennt­nisse ersetzt werden, soweit der Erwerb eines gleich­wer­ti­gen Weiter­bil­dungs­stan­des in einer Prüfung nach­ge­wie­sen ist.

Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalt:

Die Weiter­bil­dung findet unter Anlei­tung eines Weiter­bil­ders für Psycho­ana­lyse gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 statt. Die Weiter­bil­dung erfolgt konti­nu­ier­lich und besteht aus den drei aufein­an­der bezo­ge­nen Teilen Lehr­ana­lyse, Vermitt­lung theo­re­ti­scher Kennt­nisse sowie Unter­su­chung und Behand­lung. Erwerb von Kennt­nis­sen, Erfah­run­gen und Fertig­kei­ten in Lehr­ana­lyse, während der gesam­ten Weiter­bil­dung
250 Einzel­stun­den in mindes­tens 3 Einzel­stun­den pro Woche
Theo­re­ti­sche Weiter­bil­dung
240 Stun­den in Semi­nar­form einschließ­lich Fall­se­mi­nare
Epide­mio­lo­gie, Psycho­dia­gno­s­tik (Test­psy­cho­lo­gie)
Entwick­lungs­psy­cho­lo­gie, Persön­lich­keits­lehre, Traum­lehre, allge­meine und spezi­elle Krank­heits­lehre einschließ­lich psych­ia­tri­scher und psycho­so­ma­ti­scher Krank­heits­bil­der, Unter­su­chungs- und Behand­lungs­tech­nik, Diagno­s­tik einschließ­lich diffe­ren­zi­al­dia­gno­s­ti­scher Erwä­gun­gen zur Abgren­zung von Psycho­sen, Neuro­sen und körper­lich begrün­de­ten psychi­schen Störun­gen
Indi­ka­ti­ons­stel­lung und progno­s­ti­sche Gesichts­punkte verschie­de­ner Behand­lungs­ver­fah­ren einschließ­lich präven­tive und reha­bi­li­ta­tive Aspekte
Kultur­theo­rie und analy­ti­sche Sozi­al­psy­cho­lo­gie
Unter­su­chung und Behand­lung
20 super­vi­dierte und doku­men­tierte psycho­ana­ly­ti­sche Unter­su­chun­gen mit nach­fol­gen­den Sitzun­gen zur Bera­tung oder zur Einlei­tung der Behand­lung
konti­nu­ier­li­che Teil­nahme an einem kasuis­ti­schen Semi­nar zur Behand­lungs­tech­nik
600 doku­men­tierte psycho­ana­ly­ti­sche Behand­lungs­stun­den, darun­ter 2 Behand­lun­gen von mindes­tens 250 Stun­den super­vi­diert nach jeder vier­ten Sitzung. Für Fachärzte für Kinder- und Jugend­me­di­zin und Fachärzte für Kinder- und Jugend­psych­ia­trie und -psycho­the­ra­pie gilt abwei­chend folgende Rege­lung: 600 doku­men­tierte psycho­ana­ly­ti­sche Behand­lungs­stun­den, darun­ter 2 Behand­lun­gen von mindes­tens 180 Stun­den super­vi­diert nach jeder vier­ten Sitzung.
regel­mä­ßige Teil­nahme an einem beglei­ten­den Fall­se­mi­nar

Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in

den allgemeinen Inhalten der Weiterbildung für die Abschnitte B und C

Lehr­ana­lyse, während der gesam­ten Weiter­bil­dung

250 Einzelstunden in mindestens 3 Einzelstunden pro Woche

Theo­re­ti­sche Weiter­bil­dung

240 Stunden in Seminarform einschließlich Fallseminare
– Epidemiologie, Psychodiagnostik (Testpsychologie)
– Entwicklungspsychologie, Persönlichkeitslehre, Traumlehre, allgemeine und spezielle Krankheitslehre einschließlich psychiatrischer und psychosomatischer Krankheitsbilder, Untersuchungs- und Behandlungstechnik, Diagnostik einschließlich differenzialdiagnostischer Erwägungen zur Abgrenzung von Psychosen, Neurosen und körperlich begründeten psychischen Störungen
– Indikationsstellung und prognostische Gesichtspunkte verschiedener Behandlungsverfahren einschließlich präventive und rehabilitative Aspekte
– Kulturtheorie und analytische Sozialpsychologie

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

20 super­vi­dierte und doku­men­tierte psycho­ana­ly­ti­sche Unter­su­chun­gen mit nach­fol­gen­den Sitzun­gen zur Bera­tung oder zur Einlei­tung der Behand­lung

konti­nu­ier­li­che Teil­nahme an einem kasuis­ti­schen Semi­nar zur Behand­lungs­tech­nik

600 doku­men­tierte psycho­ana­ly­ti­sche Behand­lungs­stun­den, darun­ter 2 Behand­lun­gen von mindes­tens 250 Stun­den super­vi­diert nach jeder vier­ten Sitzung
Für Fachärzte für Kinder- und Jugend­me­di­zin und Fachärzte für Kinde­rund
Jugend­psych­ia­trie und –psy­cho­the­ra­pie gilt abwei­chend folgende
Rege­lung:

600 doku­men­tierte psycho­ana­ly­ti­sche Behand­lungs­stun­den, darun­ter 2 Behand­lun­gen von mindes­tens 180 Stun­den super­vi­diert nach jeder vier­ten Sitzung

regel­mä­ßige Teil­nahme an einem beglei­ten­den Fall­se­mi­nar

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