Psychotherapie

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Die Weiter­bil­dungs­in­halte der Zusatz-Weiter­bil­dung Psycho­the­ra­pie sind umfas­send Gegen­stand der Weiter­bil­dung zum Fach­arzt für Kinder- und Jugend­psych­ia­trie und -psycho­the­ra­pie, Psych­ia­trie und Psycho­the­ra­pie und Psycho­so­ma­ti­sche Medi­zin und Psycho­the­ra­pie.

Definition:

Die Zusatz-Weiter­­bil­­dung Psycho­the­ra­pie umfasst in Ergän­­zung zu einer Fach­­arz­t­­kom­­pe­tenz die Vorbeu­­gung, Erken­­nung und psycho­the­ra­­peu­ti­­sche indi­­ka­ti­­ons­­be­­zo­­gene Behan­d­­lung von Erkran­­kun­­gen des jewei­­li­­gen Gebie­tes, die durch psycho­­so­­ziale Fakto­ren und Belas­tungs­­re­ak­tio­­nen mit bedingt sind.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Zusatz-Weiter­­bil­­dung ist die Erlan­­gung der fach­­li­chen Kompe­tenz in fach­­ge­­bun­­de­­ner Psycho­the­ra­pie nach Ableis­tung der vorge­­schrie­­be­­nen Weiter­­bil­­dungs­­­zeit und Weiter­­bil­­dungs­­in­halte sowie der Weiter­­bil­­dungs­­­kurse.

Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung:

24 Monate Weiter­bil­dung in einem Gebiet der unmit­tel­ba­ren Pati­en­ten­ver­sor­gung bei einem Weiter­bil­der gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon mindes­tens 12 Monate Weiter­bil­dung in Psych­ia­trie und Psycho­the­ra­pie bei einem mindes­tens für zwei Jahre befug­ten Weiter­bil­der. Die vorge­schrie­bene Weiter­bil­dung in Psych­ia­trie und Psycho­the­ra­pie kann durch den Nach­weis des Erwerbs entspre­chen­der psych­ia­tri­scher Kennt­nisse ersetzt werden, soweit der Erwerb eines gleich­wer­ti­gen Weiter­bil­dungs­stan­des in einer Prüfung nach­ge­wie­sen ist.

Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalt:

Die Weiter­bil­dung findet unter Anlei­tung eines Weiter­bil­ders für Psycho­the­ra­pie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 statt. Erwerb von Kennt­nis­sen, Erfah­run­gen und Fertig­kei­ten in fach­ge­bun­de­ner Erken­nung und psycho­the­ra­peu­ti­scher Behand­lung gebiets­be­zo­ge­ner Erkran­kun­gen. Die Weiter­bil­dung erfolgt entwe­der in der Grun­d­ori­en­tie­rung psycho­dy­na­misch/tiefen­psy­cho­lo­gisch fundierte Psycho­the­ra­pie oder in Verhal­tens­the­ra­pie.

33.1. Grundorientierung psychodynamische/tiefenpsychologische Psychotherapie

Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalt:

Theo­re­ti­sche Weiter­bil­dung
120 Stun­den in Entwick­lungs­psy­cho­lo­gie und Persön­lich­keits­lehre, Psycho­phar­ma­ko­lo­gie, allge­meine und spezi­elle Neuro­sen­lehre, Tiefen­psy­cho­lo­gie, Lern­psy­cho­lo­gie, Psycho­dy­na­mik der Fami­lie und Gruppe, Psycho­pa­tho­lo­gie, Grund­la­gen der psych­ia­tri­schen und psycho­so­ma­ti­schen Krank­heits­bil­der, Einfüh­rung in die Tech­nik der Erst­un­ter­su­chung, psycho­dia­gno­s­ti­sche Test­ver­fah­ren
Indi­ka­tion und Metho­dik der psycho­the­ra­peu­ti­schen Verfah­ren
16 Doppel­stun­den auto­ge­nes Trai­ning oder progres­sive Muskel­ent­span­nung oder Hypnose
15 Doppel­stun­den Balint­grup­pen­ar­beit oder pati­en­ten­be­zo­gene Selbs­t­er­fah­rungs­gruppe
Diagno­s­tik
10 doku­men­tierte und super­vi­dierte Erst­un­ter­su­chun­gen
Behand­lung
15 Doppel­stun­den Fall­se­mi­nar
120 Stun­den psycho­dy­na­mi­sche/tiefen­psy­cho­lo­gi­sche super­vi­dierte Psycho­the­ra­pie, davon 3 abge­schlos­sene Fälle
Selbs­t­er­fah­rung
100 Stun­den Einzel- bzw. Grup­pen­selbs­t­er­fah­rung. Die Selbs­t­er­fah­rung muss im glei­chen Verfah­ren erfol­gen, in welchem die Grun­d­ori­en­tie­rung statt­fin­det.

33.2. Grundorientierung Verhaltenstherapie

Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalt:

Theo­re­ti­sche Weiter­bil­dung
120 Stun­den in psycho­lo­gi­schen Grund­la­gen des Verhal­tens und des abwei­chen­den Verhal­tens, allge­meine und spezi­elle Neuro­sen­lehre, Lern- und sozi­al­psy­cho­lo­gi­sche Entwick­lungs­mo­delle, tiefen­psy­cho­lo­gi­sche Entwick­lungs- und Persön­lich­keits­mo­delle, syste­mi­sche Fami­lien- und Grup­pen­kon­zepte, allge­meine und spezi­elle Psycho­pa­tho­lo­gie und Grund­la­gen der psych­ia­tri­schen Krank­heits­bil­der, Moti­va­ti­ons-, Verhal­tens-, Funk­ti­ons- und Bedin­gungs­ana­ly­sen als Grund­la­gen für Erst­in­ter­view, Thera­pie­pla­nung und -durch­füh­rung, Verhal­tens­dia­gno­s­tik einschließ­lich psycho­dia­gno­s­ti­scher Test­ver­fah­ren
Indi­ka­tion und Metho­dik der psycho­the­ra­peu­ti­schen Verfah­ren
16 Doppel­stun­den auto­ge­nes Trai­ning oder progres­sive Muskel­ent­span­nung oder Hypnose
15 Doppel­stun­den Balint­grup­pen­ar­beit oder pati­en­ten­be­zo­gene Selbs­t­er­fah­rungs­gruppe
Diagno­s­tik
10 doku­men­tierte und super­vi­dierte Erst­un­ter­su­chun­gen
Behand­lung
15 Doppel­stun­den Fall­se­mi­nar
120 Stun­den super­vi­dierte Verhal­tens­the­ra­pie, davon 3 abge­schlos­sene Fälle
Selbs­t­er­fah­rung
100 Stun­den Einzel- bzw. Grup­pen­selbs­t­er­fah­run­gen. Die Selbs­t­er­fah­rung muss im glei­chen Verfah­ren erfol­gen, in welchem die Grun­d­ori­en­tie­rung statt­fin­det.

Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in

den allgemeinen Inhalten der Weiterbildung für die Abschnitte B und C
fachgebundener Erkennung und psychotherapeutischer Behandlung gebietsbezogener Erkrankungen

Grun­d­ori­en­tie­rung psycho­dy­na­mi­sche/tiefen­psy­cho­lo­gi­sche Psycho­the­ra­pie:

Theo­re­ti­sche Weiter­bil­dung

120 Stunden in Entwicklungspsychologie und Persönlichkeitslehre, Psychopharmakologie, allgemeine und spezielle Neurosenlehre, Tiefenpsychologie, Lernpsychologie, Psychodynamik der Familie und Gruppe, Psychopathologie, Grundlagen der psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbilder, Einführung in die Technik der Erstuntersuchung, psychodiagnostische Testverfahren
Indikation und Methodik der psychotherapeutischen Verfahren
16 Doppelstunden autogenes Training oder progressive Muskelentspannung oder Hypnose
15 Doppelstunden Balintgruppenarbeit oder patientenbezogene Selbsterfahrungsgruppe

Diagno­s­tik

10 dokumentierte und supervidierte Erstuntersuchungen

Behand­lung

15 Doppelstunden Fallseminar
120 Stunden psychodynamische/tiefenpsychologische supervidierte Psychotherapie, davon 3 abgeschlossene Fälle

Selbs­t­er­fah­rung

100 Stunden Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung. Die Selbsterfahrung muss im gleichen Verfahren erfolgen, in welchem die Grundorientierung stattfindet.

Grun­d­ori­en­tie­rung Verhal­tens­the­ra­pie:

Theo­re­ti­sche Weiter­bil­dung

120 Stunden in psychologischen Grundlagen des Verhaltens und des abweichenden Verhaltens, allgemeine und spezielle Neurosenlehre, Lern- und sozialpsychologische Entwicklungsmodelle, tiefenpsychologische Entwicklungs- und Persönlichkeitsmodelle, systemische Familien- und Gruppenkonzepte, allgemeine und spezielle Psychopathologie und Grundlagen der psychiatrischen Krankheitsbilder, Motivations-, Verhaltens-, Funktions- und Bedingungsanalysen als Grundlagen für Erstinterview, Therapieplanung und -durchführung, Verhaltensdiagnostik einschließlich psychodiagnostischer Testverfahren
Indikation und Methodik der psychotherapeutischen Verfahren
16 Doppelstunden autogenes Training oder progressive Muskelentspannung oder Hypnose
15 Doppelstunden Balintgruppenarbeit oder patientenbezogene Selbsterfahrungsgruppe

Diagno­s­tik

10 dokumentierte und supervidierte Erstuntersuchungen

Behand­lung

15 Doppelstunden Fallseminar
120 Stunden supervidierte Verhaltenstherapie, davon 3 abgeschlossene Fälle

Selbs­t­er­fah­rung

100 Stunden Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung. Die Selbsterfahrung muss im gleichen Verfahren erfolgen, in welchem die Grundorientierung stattfindet.

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