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Zahlen, Daten, Fakten

Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) zieht zum 85. Bayerischen Ärztinnen- und Ärztetag in Berchtesgaden Bilanz zur Entwicklung der Ärztestatistik im Freistaat. Die Zahl der bei der BLÄK gemeldeten Ärztinnen und Ärzte hat im vergangenen Jahr erneut zugenommen und liegt mittlerweile bei mehr als 100.000. Gleichzeitig verändert sich die Zusammensetzung der Ärzteschaft: Der Anteil der Frauen wächst weiter. Damit wird die Medizin in Bayern zunehmend weiblicher und steht unmittelbar vor der Geschlechterparität. Im ambulanten Bereich setzt sich der Strukturwandel der vergangenen Jahre fort. Während die Zahl der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte rückläufig ist, entscheiden sich immer mehr Ärzte für eine Anstellung in einer Praxis. Mittlerweile sind 12.896 Ärztinnen und Ärzte in Praxen angestellt – 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Durchschnittsalter aller berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in Bayern beträgt 49,12 Jahre. Der Altersdurchschnitt liegt im ambulanten Bereich bei 53,94 Jahren – Ärztinnen 51,31 Jahre und Ärzte 56,62 Jahre. Im stationären Bereich bei 43,46 Jahren– Ärztinnen 41,49 Jahre und Ärzte 45,44 Jahre.

Ärztinnen und Ärzte in Bayern

Die Zahl aller gemeldeten Ärztinnen und Ärzte stieg zwischen dem 30. September 2025 und dem 30. September 2026 von 98.617 auf 100.671 (plus 2,1 Prozent). Davon sind 50.354 Männer (Vorjahr: 49.965) und 50.317 Frauen (Vorjahr: 48.652). Die Zahl der Ärzte erhöhte sich um 0,8 Prozent und die der Ärztinnen um 3,4 Prozent. Aktuell sind bei der BLÄK 15.162 Ärztinnen und Ärzte mit einer anderen Staatsangehörigkeit gemeldet. Das sind 928 mehr als im Vorjahr (14.234) – ein Anstieg von rund 6,5 Prozent.

Arbeitsmarkt

Die Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte stieg von 73.631 (Stichtag 30.9.2025) auf 75.718 (Stichtag 30.9.2026). Das ist ein Zuwachs von 2,8 Prozent. In Bayern ist aufgrund der demografischen Entwicklung sowie neuer Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten auch in den kommenden Jahren mit einem weiter steigenden Ärztebedarf zu rechnen. So tritt aktuell eine größere Zahl an Ärztinnen und Ärzten, die sogenannte „Babyboomer“-Generation, Schritt für Schritt in den Ruhestand. Gleichzeitig steigt in einer „Gesellschaft des langen Lebens“ die Behandlungsintensität der Patientinnen und Patienten. Hinzu kommt der Wandel der Arbeitswelt: Die neue Ärztegeneration arbeitet häufiger in Angestelltenverhältnissen oder Teilzeitmodellen.

Strukturdaten

Von allen Ärztinnen und Ärzten waren 31.562 (Vorjahr: 30.625) oder 31,4 Prozent in einer Praxis und 37.871 (Vorjahr: 36.849) oder 37,6 Prozent im stationären Bereich tätig. 6,2 Prozent oder 6.285 (Vorjahr: 6.157) entfielen auf weitere Tätigkeitsfelder wie Öffentlicher Gesundheitsdienst (ÖGD) oder Bundeswehr. 24.508 (Vorjahr: 24.576) Ärztinnen und Ärzte waren ohne ärztliche Tätigkeit, davon 15.796 (Vorjahr: 15.940) im Ruhestand.

Von den 18.666 (Vorjahr: 18.724) in einer Praxis niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte waren 4.329 (Vorjahr: 4.356) Allgemeinärzte, 533 (Vorjahr: 568) praktische Ärzte und 13.006 (Vorjahr: 12.985) Ärzte mit einer anderen Facharztbezeichnung. 798 (Vorjahr: 815) Ärztinnen und Ärzte führten keine Facharztbezeichnung.
In Krankenhäusern waren 18.419 (Vorjahr: 17.763) Ärzte mit einer Facharztbezeichnung und 17.070 (Vorjahr: 16.718) Ärzte ohne Facharztbezeichnung tätig.

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