Verkehrsmedizinische Begutachtung

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Dieses Semi­nar basiert auf dem Curri­cu­lum „Ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Begut­ach­tung“ Verkehrs­me­di­zi­ni­sche Quali­fi­ka­tion gem. Fahr­er­laub­nis­ver­ord­nung (FeV) (24 bzw. 28 UE), 2. Auflage der Bunde­särz­te­kam­mer (BÄK) vom 04.11.2016.

    Verkehrsmedizinische Begutachtung

Zielgruppe:

Ärztin­nen und Ärzte, die als verkehrs­me­di­zi­ni­sche Gutach­te­rin­nen und Gutach­ter tätig werden wollen sowie alle Ärzte, die grund­le­gen­des Wissen in der Verkehrs­me­di­zin für Pati­en­ten­auf­klä­rung und –bera­tung erwer­ben möch­ten.

Themen und Inhalte:

Im Zentrum des Semi­nars stehen u. a. die Themen:

Modul I:
Basis­wis­sen Verkehrs­me­di­zin – Pati­en­ten­auf­klä­rung und Bera­tung z. B. Orien­tie­rende ärzt­li­che Unter­su­chung nach Anlage 5 FeV (Scree­ning)
Modul II:
Rele­vante Regel­werke für die verkehrs­me­di­zi­ni­sche Begut­ach­tung z. B. Begut­ach­tungs­lei­t­li­nien zur Kraft­fahr­eig­nung
Modul III:
Verkehrs­me­di­zi­ni­sche Begut­ach­tung z. B. Grund­la­gen der gutach­ter­li­chen Tätig­keit, Anfor­de­rungs­pro­fil an ein Gutach­ten: Form, Spra­che, Nach­voll­zieh­bar­keit und Plau­si­bi­li­tät, Allge­meine sowie spezi­elle recht­li­che Grund­la­gen
Modul IV:
Spezi­elle Erkran­kun­gen und Funk­ti­ons­stö­run­gen sowie Kompen­sa­ti­ons­mög­lich­kei­ten z. B. wesent­li­che Einzela­spekte: Herz-Kreis­lau­fer­kran­kun­gen, Psych­ia­tri­sche Erkran­kun­gen, Erkran­kun­gen des Nerven­sys­tems, Diabe­tes melli­tus, Alko­hol, Drogen, Arznei­mit­tel, Geria­tri­sche Aspekte, Multi­mor­bi­di­tät, Tages­schläf­rig­keit, Sehver­mö­gen, Störun­gen des Gleich­ge­wichts­sin­nes, Bewe­gungs­be­hin­de­run­gen inkl. Prak­ti­sche Übun­gen
Modul V (Fakul­ta­tiv):
CTU-Krite­rien, Chemisch-toxi­ko­lo­gi­sche Analy­tik, Proben­ent­nahme z. B. Allge­meine Anfor­de­run­gen an foren­sisch-toxi­ko­lo­gi­sche Labo­ra­to­rien/Analy­sen, Proben­nahme für verschie­dene Frage­stel­lun­gen

Qualifizierung:

Im Rahmen des Behand­lungs­ver­trags sind Ärzte verpflich­tet, ihre Pati­en­ten zu bera­ten und aufzu­klä­ren, wenn Fahr­si­cher­heit oder Fahr­eig­nung gefähr­det sind. Die Module I und II des vorlie­gen­den Curri­cu­lums sollen Ärzte auf der Basis grund­le­gen­der Kennt­nisse in die Lage verset­zen, Pati­en­ten in recht­li­cher und fach­li­cher Hinsicht verkehrs­me­di­zi­nisch aufzu­klä­ren und zu bera­ten.

Die gutach­ter­li­che Tätig­keit in diesem Bereich hat dage­gen die Aufgabe, der Fahr­er­laub­nis­be­hörde im Gutach­ten die Infor­ma­tio­nen zur Verfü­gung zu stel­len, die sie braucht, um über die Fahr­eig­nung eines Fahr­er­laub­nis­in­ha­bers oder – antrag­stel­lers zu entschei­den. Gemäß § 11 der Fahr­er­laub­nis­ver­ord­nung (FeV) ordnet die Behörde gege­be­nen­falls ein ärzt­li­ches Gutach­ten an.

Sie bestimmt in der Anord­nung (§ 11, Absatz 2, Satz 3) auch, ob das Gutach­ten von einem

  1. für die Frage­stel­lung (…) zustän­di­gen Fach­arzt mit verkehrs­me­di­zi­ni­scher Quali­fi­ka­tion,
  2. Arzt des Gesund­heits­am­tes oder einem ande­ren Arzt der öffent­li­chen Verwal­tung,
  3. Arzt mit der Gebiets­be­zeich­nung „Arbeits­me­di­zin“ oder der Zusatz­be­zeich­nung „Betriebs­me­di­zin“,
  4. Arzt mit der Gebiets­be­zeich­nung „Fach­arzt für Rechts­me­di­zin“ oder
  5. Arzt in einer Begut­ach­tungs­stelle für Fahr­eig­nung, der die Anfor­de­run­gen nach Anlage 14 erfüllt,
    erstellt werden soll.

Die Behörde kann auch mehrere solcher Anord­nun­gen tref­fen. Der Fach­arzt nach Satz 3 Nummer 1 soll nicht zugleich der den Betrof­fe­nen behan­delnde Arzt sein.
Fachärzte erhal­ten die verkehrs­me­di­zi­ni­sche Quali­fi­ka­tion im Sinne des § 11 der FeV von der zustän­di­gen Ärzte­kam­mer beschei­nigt, wenn sie die Module I-IV des vorlie­gen­den Curri­cu­lums absol­viert haben.

Unab­hän­gig von dieser gutach­ter­li­chen Tätig­keit über­neh­men entspre­chend quali­fi­zierte Ärzte die Aufgabe der Entnahme von Urin- oder Haar­pro­ben, die im Rahmen von Absti­nenz­kon­troll­pro­gram­men erfor­der­lich sind. Nur Proben, die unter Beach­tung aller Vorga­ben für Termi­nie­rung, Entnahme, Lage­rung und Versand entnom­men wurden, sind foren­sisch verwert­bar und können bei der Begut­ach­tung der Fahr­eig­nung als Absti­nenz­be­leg Verwen­dung finden. In Modul V werden die Inhalte vermit­telt, die über das in den Modu­len I-IV hierzu erwor­bene Wissen hinaus erfor­der­lich sind. Das Modul V wird fakul­ta­tiv ange­bo­ten.

Es sei an dieser Stelle der Hinweis erlaubt, dass offen­sicht­lich im Zustän­dig­keits­be­reich des Kreis­ver­wal­tungs­re­fe­rats München allen­falls selten nieder­ge­las­sene Kolle­gin­nen und Kolle­gen mit Begut­ach­tun­gen gemäß Fahr­er­laub­nis­ver­ord­nung beauf­tragt werden. Inso­fern erkun­di­gen Sie sich bitte im Vorfeld bei der Führer­schein­be­hörde, bzw. Landrat­samt oder Kreis­ver­wal­tungs­re­fe­rat für die Sie tätig werden wollen, ob für Ihr fach­ärzt­li­ches Gebiet Gutach­te­rin­nen und Gutach­ter gesucht werden.

Modularer Aufbau:

Die Module sollen in der vorge­ge­be­nen Reihen­folge absol­viert werden. Modul IV und V sollen bei demsel­ben Veran­stal­ter belegt werden.

Seminarstruktur und Teilnahmegebühr:

Bei dem Semi­nar „Ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Begut­ach­tung“ handelt es sich um eine modu­lare Quali­fi­zie­rung. Die Module I – IV werden als Kompakt­kurs (kombi­nier­tes E-Lear­ning und Präsenz-Semi­nar) ange­bo­ten. Zu beach­ten ist, dass die Module I und II Eingangs­vor­aus­set­zung für das Absol­vie­ren der weite­ren Module sind. Fakul­ta­tiv kann ergän­zend das Modul V absol­viert werden.

Module

E-Lear­ning in Unter­richts­ein­hei­ten (UE) ≙ 45 min

Präsenz in Unter­richts­ein­hei­ten (UE) ≙ 45 min

Fort­bil­dungs­punkte

Teil­nah­me­ge­bühr

Kompakt­kurs: Modul I – IV
Fortbildungspunkte: 26
2 UE 22 UE (3 Tage) 26 € 750,- 1)
Fakul­ta­tiv: Modul V – CTU
Fortbildungspunkte: 4
- 4 UE (0,5 Tage) 4 € 280,- 2)

1) Teil­nah­me­ge­bühr inkl. Zugang zu der mode­rier­ten Lern­platt­form, Semi­nar­un­ter­la­gen, Imbiss und Pausen­ge­tränke
2) Teil­nah­me­ge­bühr inkl. Semi­nar­un­ter­la­gen, Imbiss und Pausen­ge­tränke.

Hinweise:

Jeder poten­zi­elle Teil­neh­mer am Semi­nar „Ver­kehrs­me­di­zi­ni­sche Begut­ach­tung“ wird gebe­ten, sich bei sich bei der zustän­di­gen Führer­scheinbe-hörde selbst­stän­dig nach gutach­ter­li­chem Bedarf zu erkun­di­gen und sich ggf. auf einer dort geführ­ten, öffent­li­chen Liste eintra­gen zu lassen.

Sofern Sie als Gutach­ter tätig werden möch­ten, wenden Sie sich bitte an die regio­nal zustän­dige Führer­schein­be­hörde.

Ergänzender Hinweis:

Quali­fi­ka­tio­nen entspre­chend curri­cu­la­ren sowie weite­ren Fort­bil­dun­gen sind gemäß §27 Nr. 4 Berufs­ord­nung für die Ärzte Bayerns ankünd­bar.

Teilnahmevoraussetzungen:

keine

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