München – Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) bezieht klar Stellung gegen Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt im Gesundheitswesen. Der 130. Deutsche Ärztetag hat deutlich gemacht, dass Grenzüberschreitungen und Machtmissbrauch konsequent thematisiert und aufgearbeitet werden müssen.
Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt verletzen die Würde von Menschen, sind in jeder Form inakzeptabel und aus Sicht der BLÄK unvereinbar mit dem ärztlichen Berufsethos.
Zugleich sieht die BLÄK die Notwendigkeit, bestehende Hemmschwellen beim Offenlegen von Fehlverhalten abzubauen und eine Kultur des Respekts sowie des Hinschauens zu stärken. Prävention, Aufarbeitung und konsequentes Handeln sollen weiter ausgebaut werden.
Die BLÄK wird die Impulse und Beschlüsse des Deutschen Ärztetags aktiv in Bayern aufgreifen und umsetzen. Für die Ärzteschaft gilt klar: Grenzüberschreitungen und Gewalt haben weder im kollegialen Miteinander noch im Umgang mit Patientinnen und Patienten Platz.
Unter dem folgenden Link finden Sie die „Gemeinsame Erklärung der Bundesärztekammer und aller Landesärztekammern zu den Schilderungen von Medizinstudentinnen über Grenzverletzungen und Übergriffe von Teilnehmenden des 130. DÄT.“