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CIRS der BLÄK
Basierend auf der Empfehlung des 108. Deutschen Ärztetags wurde das internetbasierte CIRSmedical.de als anonymes Berichts- und Lernsystem der Bundesärztekammer für kritische Ereignisse und Fehler in der Medizin etabliert. Es richtet sich an alle Mitarbeitenden im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt steht die freiwillige Meldung von eigenen oder beobachteten sicherheitsrelevanten Ereignissen. Ziel ist es, diese systematisch auszuwerten, um daraus zu lernen und zukünftige Fehler zu vermeiden.
Im Laufe der Jahre konnten mehrere Projekte zwischen der Bundesärztekammer und Ärztekammern, Kassenärztlichen Vereinigungen, Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Krankenhäusern zur Einrichtung spezifischer Berichts- und Lernsysteme verwirklicht werden, wodurch das Netzwerk CIRSmedical.de entstand.
Das CIRS der BLÄK ist Teil dieses Netzwerks und steht im Gegensatz zum CIRSmedical.de ausschließlich den Mitgliedern/der Ärzteschaft der BLÄK zur Falldokumentation zur Verfügung.
Fragen und Antworten
Was kann berichtet werden?
Alle sicherheitsrelevanten Ereignisse, die in der Medizin auftreten, können berichtet werden. Dies können Fehler, Beinahe-Schäden, Kritische Ereignisse oder auch Unerwünschte Ereignisse sein.
Die Berichte dürfen keine Daten enthalten, die Rückschlüsse auf die beteiligten Personen oder Institutionen erlauben (Namen, Ortsangaben oder ähnliches).
Wer kann berichten und wo?
Das CIRS-BLÄK steht exklusiv den Mitgliedern/der Ärzteschaft der BLÄK zur Dokumentation zur Verfügung. Der Zugang ist passwortgeschützt und erfolgt über den geschlossenen Mitgliederbereich der BLÄK (siehe meineBLÄK Portal unter Weitere Anwendungen/Berichten und Lernen).
Im CIRSmedical.de, dem Fehlerberichts- und Lernsystem der Bundesärztekammer, können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen Fälle berichten. Der Zugang zu CIRSmedical.de ist uneingeschränkt möglich.
Wie funktioniert das CIRS?
Die abgegebenen Berichte werden zunächst daraufhin geprüft, ob sie das Prinzip der Anonymität in Bezug auf genannte Personen und Einrichtungen beachten. Ärztliche Experten prüfen dann die inhaltlichen Angaben und geben die Berichte zur Veröffentlichung frei.
Das Ereignis wird detailliert erfasst. Neben der Ereignisart werden Ereignisort und Fachdisziplin erfragt. Zentral sind die drei Freitextfelder, in denen das Ereignis genau beschrieben werden kann.
Die Einschätzung des Ereignisses unterscheidet den Schaden (falls eingetreten) und die Häufigkeit des Auftretens des Ereignisses.
Der Zeitaufwand für die Eingabe eines Falles beträgt maximal 10 Minuten.
Die gespeicherten Berichte sind für die Nutzer unter der Rubrik „Fallberichte“ einsehbar. Hier besteht auch die Möglichkeit, zu jedem Bericht Kommentare abzugeben.
Wie steht es mit Datenschutz und Datensicherheit?
Die folgenden Ausführungen zu Datenschutz und Datensicherheit für CIRSmedical.de gelten gleichermaßen für das CIRS-BLÄK: Die Übertragung der Daten erfolgt verschlüsselt (SSL-Protokoll). Es werden keine personen- oder ortsbezogenen Daten gespeichert (z. B. IP-Adresse). Die Daten auf dem Server in der Schweiz (Universität Basel) werden durch eine Firewall geschützt. Vor der Veröffentlichung werden alle Berichte von berechtigten Mitarbeitern der Bundesärztekammer gelesen und anonymisiert. Dabei werden – falls nötig – Details wie Namen, Ortsangaben oder andere spezifische Angaben verändert oder gelöscht, um eine Rückverfolgung oder Wiedererkennung des Berichts auszuschließen. Im Anschluss wird der Bericht im jeweiligen CIRS unter „Lernen“ veröffentlicht und zur Kommentierung durch Kollegen freigegeben.
Ihre Ansprechpartner
- E-Mail: cirs@baek.de
- E-Mail: kommissionqs@blaek.de