Wir haben doch nicht in Drachenblut gebadet

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Pressemeldung — 08.12.2021

Im Leit­ar­ti­kel der Dezem­ber-Ausgabe des Baye­ri­schen Ärzte­blatts schreibt Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer, dass Geimpfte eben nicht in „Dra­chen­blut geba­det“ hätten, da sie sich dennoch mit COVID-19 infi­zie­ren und auch bei einem milde­ren Krank­heits­ver­lauf andere anste­cken könn­ten. Das Linden­blatt stehe für die Verwund­bar­keit, die uns die Pande­mie gerade mit dem Auftre­ten der neuen Vari­a­nte Omikron vor Augen halte.

In der Pande­mie sei es obers­tes Gebot, sich selbst und andere zu schüt­zen. Dazu gehöre vor allem, dass Erkrankte zu Hause blei­ben, auch wenn sie geimpft seien. „Maske tragen schützt und Kontakte müssen in einer Pande­mie nun einfach einmal begrenzt werden, auch wenn Inzi­den­zen sinken“, erklärt Quit­te­rer. Vor einem Jahr habe es Bezugs­werte für einschrän­kende Maßnah­men gege­ben, Inzi­den­zen bis 35, zwischen 35 und 50 und über 50. „Und wo stehen wir heute? Ein vor und zurück mit Vorschrif­ten und Gesetz­ge­bun­gen, ein Bench­mar­king mit Impf­quo­ten und Inzi­den­zen. Wer impft schnel­ler, nieder­ge­las­sene Ärztin­nen und Ärzte oder Impf­zen­tren? Wer bekommt welchen Impf­stoff und wieviel davon?“, fragt sich der Präsi­dent. Wenn in so einer Situa­tion dann aller­dings schon wieder Impf­stoff­man­gel durch fehlende Beschaf­fung oder Vertei­lungs­pro­bleme bestehe, würden einem schlicht­weg die Worte fehlen. Dane­ben auch noch Impfun­gen durch Apothe­ker zu fordern verkenne völlig, dass die dazu­ge­hö­rige Anamnese, Indi­ka­ti­ons­stel­lung, Bera­tung und Nach­be­ob­ach­tung ausschließ­lich ärzt­li­ches Tun sei und blei­ben müsse – und zwar aus Grün­den der Pati­en­ten­si­cher­heit.

Ein zwei­tes aktu­el­les Thema sei die Digi­ta­li­sie­rung, die die Ener­gie binde, die man für die Impfun­gen und die Pati­en­ten­ver­sor­gung brau­che. Wem nütze ein eRezept oder eine eAU (elek­tro­ni­sche Arbeits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung), auf deren Erstel­lung man eine Unend­lich­keit warten müsse oder die zu Syste­m­ab­stür­zen führ­ten? Die Einfüh­rung von einjäh­ri­gen Flächen­tests für alle künf­ti­gen Anwen­dun­gen der Tele­ma­tikin­fra­s­truk­tur sowie die daue­r­hafte Beibe­hal­tung von Ersatz­ver­fah­ren sei deshalb ein drin­gen­des Anlie­gen der Ärzte­schaft.

Mehr zu „Wir haben doch nicht in Drachen­blut geba­det“ lesen Sie im Leit­ar­ti­kel der Dezem­ber-Ausgabe 2021 des Baye­ri­schen Ärzte­blatts unter www.baye­ri­sches-aerz­te­blatt.de.

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