Goldstandard trotz Fernbehandlung

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Pressemeldung — 07.06.2018

„Fern­be­hand­lung soll nicht die Bedürf­nisse der Pati­en­ten nach mehr Bequem­lich­keit bedie­nen, sondern allen­falls für einen beson­de­ren Bedarf zur Verfü­gung stehen“, schreibt Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer in der Juni­aus­gabe 2018 des Baye­ri­schen Ärzte­blat­tes. Die Fern­be­hand­lung war eines der großen Themen auf dem 121. Deut­schen Ärzte­tag in Erfurt Anfang Mai. Die Abge­ord­ne­ten haben mit großer Mehr­heit beschlos­sen, eine ausschließ­li­che Bera­tung oder Behand­lung über Kommu­ni­ka­ti­ons­me­dien im Einzel­fall zu erlau­ben. Konkret sei dies möglich, wenn die Fern­be­hand­lung ärzt­lich vertret­bar sei, die erfor­der­li­che ärzt­li­che Sorg­falt durch die Art und Weise der Befun­d­er­he­bung, Bera­tung, Behand­lung und Doku­men­ta­tion gewahrt werde und der Pati­ent über die Beson­der­hei­ten der ausschließ­li­chen Bera­tung und Behand­lung über Kommu­ni­ka­ti­ons­me­dien aufge­klärt werde.

Moderne Kommu­ni­ka­ti­ons­me­dien hätten ihren Platz in der Gesund­heits­ver­sor­gung. Es müss­ten aber eine Reihe von Voraus­set­zun­gen geklärt werden. Die Pati­en­ten­si­cher­heit und der Schutz der Gesund­heits­da­ten beispiels­weise müss­ten an erster Stelle stehen. Für die behan­deln­den Ärzte sei, wie in den Praxen auch, Fach­a­rzt­sta­tus zu fordern. Es dürfe keine Etablie­rung einer neuen Versor­gungs­ebene oder eine Konkur­renz zu beste­hen­den Versor­gungs­ver­trä­gen geben. Darüber hinaus sei zu beden­ken, dass diese Form der Behand­lung unter Umstän­den zusätz­li­che Kosten gene­riere, deren Bezah­lung geklärt werden müsse. Tele­ärzte säßen teil­weise im Ausland und behan­del­ten nicht mehr in Deut­sch­land. Damit unter­lä­gen sie auch nicht mehr unse­rer Berufs­ord­nung. „Ich halte nach wie vor den persön­li­chen Kontakt zwischen Arzt und Pati­ent für nicht ersetz­bar. Eine Diagnose, die auf einer Unter­su­chung mit allen fünf Sinnen basiert, ist fundier­ter als eine redu­zierte Beur­tei­lung nur mit Augen und Ohren über ein Kommu­ni­ka­ti­ons­me­dium“, erklärt Quit­te­rer.

Mehr zu „Gold­s­tan­dard trotz Fern­be­hand­lung“ lesen Sie in der Juni­aus­gabe 2018 des Baye­ri­schen Ärzte­blat­tes.

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