Um die Überwachung von viralen Atemwegserregern in Bayern zu verbessern, soll der „Bayern-Influenza-Sentinel mit SARS-CoV-2 und RSV“ (BIS+C) des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf 150 niedergelassene Arztpraxen ausgeweitet werden. Diese dürfen wöchentlich Abstriche von vier Personen mit einer akuten Atemwegsinfektion zur kostenfreien Diagnostik auf Influenza, SARS-CoV-2 und RSV an das LGL schicken.
Dadurch wird laut LGL ein wichtiger Beitrag zur Überwachung viraler Atemwegserreger im Freistaat geleistet, was besonders für die Entwicklung des SARS-CoV-2-Geschehens im kommenden Herbst relevant sei. Interessierte Ärztinnen und Ärzte, die sich am BIS+C-Programm beteiligen wollen, können sich per E-Mail an bis@lgl.bayern.de wenden. Auch eine telefonische Kontaktaufnahme ist unter der Nummer 09131/6808/5208 möglich.
Das LGL wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege damit beauftragt, epidemiologische Erhebungen zum Auftreten und zur Verbreitung von Influenza- und weiteren Atemwegsviren in Bayern durchzuführen. Zu diesem Zweck arbeitet das LGL mit ausgewählten Arztpraxen im BIS+C zusammen. Die aggregierten Ergebnisse fließen in die internationale Überwachung der Influenzaviren sowie die Impfstoffempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation ein.