Die lange Bank der Entscheidungen

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Pressemeldung — 11.10.2018

Vom 26. bis 28. Okto­ber findet in der Meis­ter­sin­ger­halle in Nürn­berg der 77. Baye­ri­sche Ärzte­tag statt. Auf dem Programm der Auftakt­ver­an­stal­tung am Frei­tag­abend stehen Gruß­worte von Mela­nie Huml (CSU), Staats­mi­nis­te­rin für Gesund­heit und Pflege sowie vom Nürn­ber­ger Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ulrich Maly (SPD). Inter­es­sant wird sicher­lich auch das Impuls­re­fe­rat von Profes­sor Dr. Matt­hias S. Fifka, Leiter des Insti­tuts für Wirt­schafts­wis­sen­schaft an der Fried­rich-Alex­an­der-Univer­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg (FAU), zum Thema „Zwi­schen Regu­lie­rung und Selbst­be­stim­mung – Werte­o­ri­en­tie­rung im Arzt­be­ruf“. Im Leit­ar­ti­kel der Okto­ber-Ausgabe des Baye­ri­schen Ärzte­blat­tes schreibt BLÄK-Präsi­dent Dr. Gerald Quit­te­rer: „Darum geht es doch. Wohin geht die Profes­sion Arzt? Warum haben wir Nach­wuchs­pro­bleme? Warum werden Haus- und Fach­a­rzt­pra­xen nicht mehr nach­be­setzt und warum finden die Klin­ken nicht genug Ärztin­nen und Ärzte?

Was fehle, seien mutige Schritte, wie zum Beispiel, den Master­plan Medi­zin­stu­dium 2020 endlich umfäng­lich umzu­set­zen, oder den Zugang zum Medi­zin­stu­dium so zu refor­mie­ren, dass die Abitur­note tatsäch­lich in den Hinter­grund rücke. Vor allem aber, mehr univer­si­täre Studi­en­plätze für Medi­zin zu schaf­fen, damit nicht der Medi­zi­ner über Bache­lor- und Master­stu­dien­gänge oder gar der „Phy­si­cian Assi­stant“ eines Tages den Arzt heuti­ger Profes­sion ersetze. „Regu­lie­rung also dort, wo sie erfor­der­lich ist, aber nicht dort, wo sie die Selbst­ver­wal­tung gängelt“, schreibt Quit­te­rer, so wie derzeit im geplan­ten Termin­ser­vice- und Versor­gungs­ge­setz, oder dort, wo sie Ärztin­nen und Ärzte unter Druck setze, wie beispiels­weise beim ange­droh­ten Hono­ra­r­ver­lust im Zusam­men­hang mit der Anbin­dung an die Tele­ma­tikin­fra­s­truk­tur.

Bei der Berufs­ord­nung stün­den zwei Ände­run­gen auf der Tages­ord­nung: Die Erwei­te­rung der Fern­be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten und die Stär­kung der ärzt­li­chen Unab­hän­gig­keit. Abzu­stim­men ist über eine neue Formu­lie­rung des Para­gra­fen 7, Absatz 4 zur „aus­schließ­li­chen Fern­be­hand­lung“. Hierzu habe der Vorstand einen Leit­an­trag vorbe­rei­tet, der eine ausschließ­li­che Bera­tung und Behand­lung über Kommu­ni­ka­ti­ons­me­dien unter bestimm­ten Voraus­set­zun­gen zulässt. Voraus­ge­gan­gen waren auch dazu die Beschlüsse des dies­jäh­ri­gen Deut­schen Ärzte­ta­ges.

Mehr zu „Die lange Bank der Entschei­dun­gen?“ lesen Sie in der Okto­ber-Ausgabe 2018 des Baye­ri­schen Ärzte­blat­tes.

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