Lasst den Worten Taten folgen

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Pressemeldung — 07.03.2018

„Die Verhand­ler der Großen Koali­tion (GroKo) setz­ten beim Thema Gesund­heit an vielen Stel­len durch­aus rich­tige Impulse“, schreibt Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer (BLÄK) im Leit­ar­ti­kel der März­aus­gabe des Baye­ri­schen Ärzte­blat­tes. Nur beispiel­haft nennt Quit­te­rer die vorge­se­he­nen Maßnah­men gegen den Ärzteman­gel, wie die Förde­run­gen von Land­ä­rz­ten und den Ausbau der Struk­tur­fonds. Mit der Förde­rung der sekto­ren­ver­bin­den­den Versor­gung, Neure­ge­lun­gen bei der Notfall­ver­sor­gung und der Reform des Medi­zin­stu­di­ums seien wich­tige Zukunfts­the­men ange­spro­chen.

„Ich begrüße insbe­son­dere die im Koali­ti­ons­ver­trag ange­dachte Erhö­hung der Zahl der Medi­zin­stu­di­en­plätze. Hier darf es nicht bei einem bloßen Lippen­be­kennt­nis blei­ben“, fordert der BLÄK-Präsi­dent. Unstrit­tig dürfte es sein, dass hier­zu­lande mehr Ärztin­nen und Ärzte, insbe­son­dere in der haus­ärzt­li­chen und demnächst auch in der fach­ärzt­li­chen Versor­gung gebraucht würden. Dafür müss­ten mehr univer­si­täre Studi­en­plätze für Medi­zin in Deut­sch­land geschaf­fen werden. Nach­dem es origi­näre Aufgabe der Ärzte­kam­mer sei, den Staat in Fragen der Gesund­heits­po­li­tik und der medi­zi­ni­schen Versor­gung zu bera­ten und zu unter­stüt­zen, drängt Quit­te­rer hier auf eine Mitwir­kung auf Länder­e­bene. Posi­tiv zu werten seien die vorge­se­hene weitere Stär­kung der Hospiz- und Pallia­tiv­ver­sor­gung, die geplante Weiter­ent­wick­lung des Präven­ti­ons­ge­set­zes und der Ausbau des Öffent­li­chen Gesund­heits­diens­tes. Es sei vernünf­tig, dass die GroKo-Verhand­ler das zuletzt heftig disku­tierte Thema der Ärzte-Vergü­tung nicht unter Zeit­druck entschei­den woll­ten.

Zum Regie­rungs­vor­ha­ben, die einschrän­ken­den Rege­lun­gen zur Fern­be­hand­lung auf den Prüf­stand stel­len zu wollen, schreibt Bayerns Ärzte-Chef: „Cave: Mehr Ärzte und weni­ger Fern­be­hand­lung lautet hier mein Credo. Die soge­nannte Fern­be­hand­lung ist nur als Erst­be­hand­lung bzw. einlei­tende Thera­pie bei akuten Erkran­kun­gen gedacht, sofern die Pati­en­ten ihre behan­delnde Ärztin bzw. Arzt nicht errei­chen. Keines­falls ist sie Ersatz für das persön­li­che Arzt-Pati­ent-Verhält­nis.“ Quit­te­rer geht in seinem Beitrag auch auf das Mindest­sprech­stun­den­an­ge­bot der Vertrag­s­ärzte für die Versor­gung von gesetz­lich versi­cher­ten Pati­en­ten ein und thema­ti­siert die gemein­same Sicher­stel­lung der Notfall­ver-sorgung durch die Kassen­ärzt­li­chen Verei­ni­gun­gen und die Landes­kran­ken­h­aus­ge­sell­schaf­ten: „Wir brau­chen hier vernünf­tige Lösun­gen. Bayerns Ärzte­schaft ist bereit, sich in die anste­hen­den Bera­tun­gen konstruk­tiv einzu­brin­gen.“

Mehr zu „Lasst den Worten Taten folgen“ lesen Sie in der März­aus­gabe 2018 des Baye­ri­schen Ärzte­blat­tes.

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