Corona-Jahr 2020

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Pressemeldung — 02.12.2020

„Am Ende dieses schwie­ri­gen Jahres 2020, das wohl unter dem Titel „Corona-Jahr“ in die Geschichte einge­hen wird, mit seinen für uns alle harten wirt­schaft­li­chen und sozi­a­len Maßnah­men, mit Lock­downs, Kontakt­re­du­zie­rung, Home­of­fice und Home­schoo­ling, Video- und Tele­fon­kon­fe­ren­zen uvm. steht mehr denn je für die Gesund­heits­po­li­tik fest: Der Staat setzt die Rahmen­be­din­gun­gen – die Ausge­stal­tung der Vorga­ben obliegt den Ärztin­nen und Ärzten“, schreibt Dr. Gerald Quit­te­rer, Präsi­dent der Baye­ri­schen Landes­ärz­te­kam­mer (BLÄK) im Leit­ar­ti­kel der Dezem­be­r­aus­gabe des Baye­ri­schen Ärzte­blatts. Weder könn­ten in dieser pande­mi­schen Krise Verwei­ge­rungs­hal­tung oder Popu­lis­mus weiter­hel­fen noch gut gemeinte aber eben nicht zu Ende gedachte Ideen, wie Impfen durch Apothe­ker oder Zahn­ärzte, staat­li­che Impfauf­rufe oder „Jeder­manns-PCR-Tests“.
Gesetze sind Rechts­nor­men, welche mensch­li­ches Verhal­ten regeln, defi­nie­ren, was in einer Gemein­schaft erlaubt oder verbo­ten ist oder welche Verpflich­tun­gen
oder Ansprü­che der Einzelne hat. „Eine Viel­zahl von Geset­zen und Rechts­ver­ord­nun­gen in einem Jahr, sodass sich die Frage stellt, ob hier tatsäch­lich der Bedarf für neue Rechts­nor­men in diesem Ausmaß gege­ben ist, oder es sich um Aktio­nis­mus handelt, der teil­weise dazu führt, dass man Gesetze benö­tigt, um voran­ge­gan­gene Gesetze zu korri­gie­ren“, schreibt Quit­te­rer weiter. Mitte Novem­ber beschloss der Deut­sche Bundes­tag ein „Drit­tes Gesetz zum Schutz der Bevöl­ke­rung bei einer epide­mi­schen Lage von nati­o­na­ler Trag­weite“. Im Kern steht eine Konkre­ti­sie­rung der Rege­lun­gen im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz, mit denen die Bundes­re­gie­rung die weit­ge­hen­den Alltags­be­schrän­kun­gen in der Pande­mie auf ein feste­res recht­li­ches Funda­ment stellt. „Das ist hart, aber erfor­der­lich, um in der Situa­tion der Pande­mie die notwen­di­gen Maßnah­men ergrei­fen und sie auf eine recht­li­che Grund­lage stel­len zu können“, so Bayerns Ärzte-Chef.
Dennoch blickt Quit­te­rer hoff­nungs­voll nach vorne! Bis Ostern 2021 könn­ten nicht nur ein, zwei Hand­voll Corona-Impf­stoffe zur Verfü­gung stehen, sondern zudem hoch­wirk­same und noch dazu in großer Menge. Das sei Grund genug, schon jetzt darüber nach­zu­den­ken, welche Impf­stra­te­gie die beste ist. Ein fried­vol­les und harmo­ni­sches Weih­nachts­fest und ein glück­li­ches, erfolg­rei­ches und gesun­des neues Jahr 2021!
Mehr zu „Corona-Jahr 2020“ lesen Sie im Leit­ar­ti­kel der Dezem­be­r­aus­gabe 2020 des Baye­ri­schen Ärzte­blatts.

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