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Informationen zum Thema "Hitzeschutz"
Auf dieser Seite macht die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) auf verschiedene Konzepte und Möglichkeiten zum Hitzeschutz aufmerksam.
Hitze kann der menschlichen Gesundheit schaden
Bedingt durch den Klimawandel nimmt die Wahrscheinlichkeit von mehrtägigen Perioden mit ungewöhnlich hoher thermischer Belastung bereits seit Jahrzehnten zu. Diese immer öfter auftretenden Hitzewellen in Bayern können der Gesundheit der Menschen im Freistaat schaden. Beispielsweise stellen hohe Temperaturen eine Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar. Auch steigt etwa das Risiko kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Erkrankungen sowie von Nierenschäden. Besonders gefährlich sind Hitzewellen für Säuglinge, ältere Menschen, Personen mit chronischen Herz-, Atemwegs-, und Nierenerkrankungen sowie für körperlich schwer arbeitende Berufsgruppen.
Bündnis Hitzeschutz Bayern
Gründung und Ziel
Das Bündnis Hitzeschutz Bayern wurde im Frühjahr 2023 gegründet und besteht aus zahlreichen Akteuren des Gesundheitssektors im Freistaat. Ziel der Allianz ist, Wissen über die gesundheitlichen Folgen von Hitze und mögliche Präventionsmaßnahmen in der Bevölkerung, sowie in Gesundheitseinrichtungen zu verbreiten und diese zu motivieren, Schutzmaßnahmen in ihren jeweiligen Strukturen und folglich auch in der Patientenversorgung konsequent umzusetzen.
Gemeinsame Veranstaltung des Bündnis Hitzeschutz Bayern zum Hitzeaktionstag 2025
Unter dem Motto „Deutschland hitzeresilient machen – wir übernehmen Verantwortung!“ lud das Bündnis Hitzeschutz Bayern am 2. Juni 2025 Expertinnen und Experten in die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) ein, um anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstages auf die Gesundheitsgefahren von Hitzewellen und mögliche Gegenmaßnahmen aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie das Bewusstsein für die Risiken extremer Hitze geschärft und die Hitzeprävention am Arbeitsplatz gestärkt werden kann.
Während des Symposiums präsentierten die Bündnispartnerinnen und -partner zahlreiche wichtige Projekte zur Verbesserung des Hitzeschutzes – von einem kostenfreien Trinkflaschen-Auffüllservice über die gezielte Gesundheits- und Arzneimittelberatung bei Hitze durch Apotheken bis hin zu Hitzeaktionsplänen für Kommunen und ärztliche Praxen. Zudem wurden Forderungen an die Politik für ein hitzeresilientes Deutschland bekräftigt. Gesundheitlicher Hitzeschutz müsse auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene gesetzlich verankert und finanziell ausreichend unterstützt werden, wie es von der BLÄK bereits 2024 gefordert wurde. Die dazu nötigen Investitionen sollten in den entsprechenden Haushalten und Budgets berücksichtigt werden. Ebenso müsse der Hitzeschutz stärker in das Bau- und Arbeitsrecht, in den Zivil- und Katastrophenschutz und in die Gesundheits- und Arzneimittelversorgung integriert werden.
Vortragsfolien
Die im Rahmen der Veranstaltung gezeigten Präsentationen der Bündnispartner stellen wir im Folgenden zur Verfügung.
Bündnismitglieder
Das Bündnis Hitzeschutz Bayern besteht aus zahlreichen Akteuren des Gesundheitssektors im Freistaat. Dazu gehören:
- Die Arbeitsgemeinschaft der Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung in Bayern
- Die AOK Bayern
- Die Audi BKK
- Der Bayerische Hausärzteverband
- Die Bayerische Landesärztekammer
- Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
- Die Bayerische Krankenhausgesellschaft
- Die Bayerische Landeszahnärztekammer
- Die Bayerische Landesapothekerkammer
- Das Bayerische Rote Kreuz
- Der BKK Landesverband Bayern
- Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V.
- Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
- Die Landeshauptstadt München
- Die Landesvertretung Bayern der DAK Gesundheit
- Der Medizinische Dienst Bayern
- Die Psychotherapeutenkammer Bayern
- Physio Deutschland, Landesverband Bayern
- Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern
- Die Landesverbände Bayern Süd und Bayern Nord des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V.
- Der Verband der Ersatzkassen e. V. Landesvertretung Bayern
Hitzeschutz-Videos
Hitzeschutz-Videos des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks
YouTube-Kanal des Bayerischen Rundfunks:
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Ihr Ansprechpartner
Ergebnisse der BLÄK-Umfrage zur Hitzeprävention in Praxen: Wo stehen Bayerns Ärztinnen und Ärzte?
Extrem heiße Sommertage sind längst keine Seltenheit mehr – mit teils gravierenden Folgen für vulnerable Patientinnen und Patienten. Doch wie gut sind Bayerns Arztpraxen auf diese Herausforderungen vorbereitet? Welche Maßnahmen zum Hitzeschutz werden bereits umgesetzt, und wo besteht noch Handlungsbedarf? Eine aktuelle Umfrage der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) mit Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) gibt Aufschluss darüber, wie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte das Thema Hitzeschutz bewerten und welche Unterstützung sie sich wünschen.
Die Resultate zeigen: Einige Praxen sind bereits gut vorbereitet, doch an manchen Stellen besteht noch Verbesserungsbedarf. Die Online-Befragung, die vom 16. April bis zum 15. Mai 2025 durchgeführt wurde, richtete sich an alle niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Bayern. Insgesamt wurden 18.755 Personen über ein Serviceschreiben der KVB, E-Mails der BLÄK sowie über die Website, Social-Media-Kanäle der Kammer und das Bayerische Ärzteblatt erreicht. 1.887 Ärztinnen und Ärzte nahmen teil, von denen 1.438 die Befragung vollständig ausfüllten – eine Rücklaufquote von zehn Prozent. Die Teilnahme erfolgte anonym, sodass die Teilnehmenden ihre Einschätzungen und Erfahrungen vertraulich teilen konnten.
Umfrage zur Hitzeprävention in ärztlichen Praxen
Link zum Artikel
Gemeinsame Veranstaltung der BLÄK mit den ÄKV und ÄBV zum Hitzeschutz
Welche Auswirkungen haben Hitzewellen auf die Gesundheit der Menschen in Bayern? Und wie kann der Hitzeschutz in den Landkreisen und Kommunen des Freistaats unter Beteiligung der Ärzteschaft und anderer Akteure im Gesundheitswesen nachhaltig gestärkt werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) mit den 63 Ärztlichen Kreis- sowie acht Bezirksverbänden in Bayern, die am 9. April 2025 in München stattfand. Professor Dr. Harald Lesch, Fakultät für Physik der LMU München, Dr. Martin Herrmann, Vorsitzender der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V., sowie Dr. Marc Block, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Ebersberg, informierten die Teilnehmenden über die gesundheitlichen Risiken der Klimakrise und präsentierten Konzepte zur Hitzeprävention. Gemeinsam mit Dr. Gerald Quitterer, Präsident der BLÄK, warben die Referenten für die Gründung von Hitzeschutzbündnissen auf regionaler und lokaler Ebene.
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Hitzeschutzpläne
Hitzeschutz in Handwerksbetrieben
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt (Handwerks-)betrieben unter der Adresse Klima, Mensch, Gesundheit zahlreiche Informationen, Infografiken sowie Videos zur Verfügung, im Rahmen derer erklärt wird, wie Beschäftigte vor Hitze geschützt werden können. Auf der Website der Bundeszentrale können zu diesem Thema außerdem verschiedene Flyer und Broschüren heruntergeladen beziehungsweise bestellt werden.
Hitzeschutzpläne für Praxen
Musterhitzeschutzplan für Praxen, herausgegeben von der Landesärztekammer Berlin, der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) sowie der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin
Präsentation „Hitzeschutz in Arztpraxen“
Welche Auswirkungen hat Hitze auf die Gesundheit von Patientinnen und Patienten? Und mit welchen technischen und organisatorischen Maßnahmen kann der Hitzeschutz in ärztlichen Praxen verbessert werden?
Antworten darauf liefert die Präsentation „Hitzeschutz in Arztpraxen“ von Professor Dr. med. Jörg Schelling, Honorarprofessor für Allgemeinmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Wissenschaftlich fundiert zeigt Schelling in der Präsentation beispielsweise, wie Patienten durch die ärztliche Überprüfung des Medikamentenplans, zielgerichtete Verschattungen der Praxisräume, ausreichende Belüftung und Kühlung und Fortbildungen des Personals vor den gefährlichen Auswirkungen von Hitze geschützt werden können.
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Hitze-Manual für Kinderarztpraxen
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) hat zusammen mit der AG Pädiatrie KLUG e.V., der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. und den KlimaDocs ein Hitze-Manual für Kinderarztpraxen sowie für Patientinnen und Patienten erarbeitet und veröffentlicht. Dieses enthält unter anderem Informationen zu hitzegefährdeten Personen, Empfehlungen zu Verhaltensanpassungen bei Hitze und zur Anpassung der Praxisabläufe.
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Das vollständige Hitze-Manual für Kinderarztpraxen finden Sie hier:
Hitzeschutzpläne für Kliniken
Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser, herausgegeben von der Landesärztekammer Berlin, der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) sowie der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin
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Den Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser finden Sie hier:
Musterhitzeschutzplan für den Rettungsdienst
Steigende Temperaturen und häufigere Hitzeperioden durch den Klimawandel machen Hitzeschutz im Rettungsdienst immer wichtiger. Dabei müssen sowohl Patientinnen und Patienten als auch Mitarbeitende berücksichtigt werden. Präventionsmaßnahmen sollten frühzeitig erfolgen und über Akutmaßnahmen hinausgehen. Der Musterhitzeschutzplan für den Rettungsdienst, herausgegeben von KLUG e.V. dient dazu, hitzebedingte Gesundheitsrisiken zu reduzieren. Angesichts unterschiedlicher Bedingungen im deutschen Rettungsdienst (z. B. Stadt / Land, länderspezifische Gesetze) bietet der Plan eine Orientierung. Individuelle Hitzeschutzpläne sollten an lokale Gegebenheiten und Risiken angepasst und regelmäßig überprüft werden.
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Den Musterhitzeschutzplan für den Rettungsdienst finden Sie hier:
Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat einen neuen Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport veröffentlicht. Ziel ist es, Vereine und Verbände dabei zu unterstützen, Sportreibende ebenso wie Trainerinnen und Trainer, Servicekräfte, sowie Zuschauerinnen und Zuschauer besser vor den gesundheitlichen Folgen von Hitze zu schützen.
Der Musterhitzeschutzplan bietet praxisnahe Handlungsempfehlungen, wie Schutzmaßnahmen systematisch umgesetzt werden können, um die Gesundheit im Breitensport langfristig zu sichern.
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen Sporttreibende zu den besonders gefährdeten Risikogruppen bei klimabedingten Gesundheitsrisiken. Häufigere, längere und intensivere Hitzewellen gehören dabei zu den größten Herausforderungen – sowohl für den Sport im Freien als auch in der Halle.
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Den vollständigen Musterhitzeschutzplan finden Sie hier:
Hitzeanpassung in Kommunen
Sie möchten mit der Hitzeanpassung in Ihrer Kommune beginnen, wissen aber nicht wie? Im Rahmen des Flyers „Hitzeanpassung in Ihrer Kommune“ stellt das Bayerische Landesamt für Gesundheit (LGL) und Lebensmittelsicherheit Informationen zur Erstellung eines kommunalen Hitzeaktionsplans zur Verfügung. Dabei wird auch auf die Möglichkeit eines kostenfreien Beratungstermins mit dem LGL aufmerksam gemacht.
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Den Flyer Hitzeanpassung in Ihrer Kommune finden Sie hier:
Informationen über hitzesensible Medikamente
Viele Arzneimittel erhöhen nachweislich das Risiko, in Hitzewellen zu sterben. Ärztinnen und Ärzte sollten daher Medikamentenpläne vor dem Sommer und in Hitzewellen überprüfen. Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. empfiehlt im Rahmen der sogenannten „Heidelberger Liste“ mögliche Maßnahmen zur Medikamentenanpassung bei Hitze.
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Die Heidelberger Liste finden Sie hier:
Hitze-Warnungen des Deutschen Wetterdiensts
Der Deutsche Wetterdienst als Bundesoberbehörde beobachtet das Klima und warnt vor wetterbedingten Gefahren wie zum Beispiel einer Hitzeperiode oder einer gesteigerten UV-Strahlung. Weitere Infos sind unter dem folgenden Link zu finden: Warnmeldungen des Deutschen Wetterdiensts
Darüber hinaus bietet der Deutsche Wetterdienst auch eine sogenannte „Warnwetter-App“ an. Mit der „WarnWetter-App“ versorgt der Deutsche Wetterdienst im Rahmen seines gesetzlichen Auftrages die breite Öffentlichkeit und die Einsatzkräfte aus dem Katastrophen-, Bevölkerungsschutz und Umweltschutz mit wichtigen Hinweisen zur aktuellen Warn- und Wettersituation. Weitere Informationen
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Positionspapier der Bundesärztekammer für eine hitzeresiliente Gesellschaft
Die Bundesärztekammer hat in einem Positionspapier Forderungen an Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger für eine hitzeresiliente Gesellschaft zusammengefasst.
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Hitze-Links
S1-Handlungsempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. zum Thema „Hitzebedingte Gesundheitsstörungen in der hausärztlichen Praxis“
Allgemeine Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema „Hitzeschutz“
Informationen von „KLUG“ zum Thema „Gesundheitsschutz in Hitzewellen während der COVID-19 Pandemie“
Allgemeine Informationen des Umweltbundesamts zum Thema „Hitzeschutz“
Zahlreiche Empfehlungen zum Schutz vor Hitze sowie zum gesundheitsschonenden Trink- und Essverhalten im Sommer stellt das Umweltbundesamt im Rahmen einer Broschüre zur Verfügung.
Tipps zum UV-Schutz
Tipps zum effektiven Schutz vor UV-Strahlung sind auf der Website des Bundesamts für Strahlenschutz, sowie auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) zu finden.
Link zur Website des Bundesamts für Strahlenschutz
Sonnenschutz für Kinder
Tipps zum effektiven Sonnenschutz für Kinder sind auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu finden.
Weitere Infos: Sonnenschutz für Kinder
Hitzeschutz in Arztpraxen
Tipps zum effektiven Sonnenschutz in Arztpraxen sind im Flyer des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zu finden.